Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

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Ortsnamen & Familienforschung

bearbeitet von Achim Höhler

Die hier genannten Orte gehören alle zur Kirchengemeinde Drabenderhöhe.

OrtsnameUrkundliche ErstnennungBedeutung
Anfang1669 Uff dem AnfangOrtsteil von Drabenderhöhe, wahrscheinlich im 17 Jhd. Neugründung. Auf der bergischen Seite im Amt Steinbach, bis 1837 existierte nur ein Haus. Wahrscheinlich kommt die Bezeichnung von der Grenzlage, da an der im homburgischen gelegene Kirche hier das bergische Amt Steinbach beginnt. Quelle: Kirchenbuch Marienberghausen, Drabenderhöhe 1675 „Uffm Anfang“.
Bergerhof1555 Off dem KortenbergAlthochdeutsch: kurt = kurz, Ort auf dem kleinen Berg. Wahrscheinlich Umbennung in Bergerhof. Hof auf dem Berg. Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Bergische Landessteuerliste, HstA. Jülich-Berg III, 2661. Bergerhof ist mit dem Edikt des Homburger Regenten 1698 fassbar.
Bitze, Auf der1728 Auff der BitzenOrtsteil von Scheidt, Neugründung 18. Jhd., steht für eine gute fette Wiese oder ein Feld am Dorf. Quelle: Kirchenbuch Drabenderhöhe.
Brächen1574 Uff dem BrecheAlthochdeutsch: brehan & brokko = brechen. Vgl. Bruch sumpfiges Gelände. Quelle: Reichskammergericht, HSTA Düsseldorf, RKG S 1387, III Blatt 199 R.
Büddelhagen1413 BodelhaenBodilo = fränkischer Personename, althochdeutsch Hago = steht für eine eingefriedete Wohnstätte, also des Bodilos. Quelle:Hist. A. Köln Kämmereirechnung St. Severin. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Budelhag“.
Dahl1443 In dem Hynder dal (unsicher)
1555 in dem Dall
Ort im (hinteren) Tal. Quelle: Liber Luppelheim St. Aposteln Hist. A. Köln bzw. Bergische Landessteuerliste, HstA. Jülich-Berg III, 2661. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Dall“.
Drabenderhöhe1353 Drauender HoyAlthochdeutsch: trouf = Traufe, Tropfen, hoh = Höhe, feuchte nasse Höhe. Quelle: Übertragung des Zehnten, HSTA Düsseldorf, Berg, Urk. 167. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Trabender Hoe“.
Forst1465 ForsteAlthochdeutsch: forsti = Wald, Ort am Wald. Quelle: Gebrechen Homburg-Berg wegen Einwanderern, HstA Wiesbaden, Best. 340, Nr. 3534.
Hahn1555 In den Hagenn Althochdeutsch: Hago = eingefriedete Wohnstätte, die Hähner Mühle wurde 1582 als Mühle in der Höen bezeichnet, 1575 wird der Hammer, ein Eisenhammer auf der Mercatorkarte verzeichnet. Quelle: Bergische Landessteuerliste, HstA. Jülich-Berg III, 2661. Kirchenbuch Drabenderhöhe 1675 „In den Hag“.
Hähner Mühle1576 Mühle in den HanenMühle, die in der Flur der Ortschaft Hahn lag, Quelle: Mühlenverzeichnis der Herrschaft Homburg Fürstl. Archiv Bad Berleburg, Akte Ber.A - H53
Hardt, Zur1443 Zo HartAlthochdeutsch: hardt = Wald, Gehölz, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Liber Luppelheim St. Aposteln Hist. A. Köln.
Hillerscheid1454 Hilderßham1575 Hillershagen, Hildir = Personename, steht für Kampf, althochdeutsch Hago steht für eingefriedete Wohnstätte des Hilt/Hildir – 1662 taucht die Bezeichnung Hillerscheid im Engelskirchener Kirchenbuch auf, in Kartenwerken des 18. Jhds ist der Ort als Hillershagen erwähnt, in der Preussischen Uraufname 1831 wird Hillerscheid dann offiziell als Name gebraucht. Quelle:Raubzug der Bergischen, HstA Wiesbaden, Best. 340, Nr. 3525. Kirchenbuch Drabenderhöhe 1675 „Hillersch“.
Immen1508 In den ImmenAlthochdeutsch: imbi = Bienen, mittelhochdeutsch Imme, Ort an dem Bienen vorhanden sind. Quelle: Wechselurkunde Berg-Sayn, HSTA Düsseldorf, Herrschaft Homburg, Urk, 24. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675: „Immen“.
Jennecken1487 GymyckeAlthochdeutsch: ginigan = sich neigen, sich wenden – Ort, der sich auf einer sich neigenden Anhöhe befindet. Quelle: Darlehnsliste für Herzog Wilhelm III von Berg, HSTA München, Rep. P 4 (Julich-Kleve-Berg) F34 Nr. 11. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Jenck“.
Kleebornen1575 Am KleeberghAlthochdeutsch: kleo = Klee, Sauerampfer, Born steht für mundartlich Brunnen. Der Kleebrunnen, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Mercatorkarte, HSTA Düsseldorf, Karten 5671.
Kleeborner Mühle1706 Mühle in den KlebornenMühle die zu Kleebornen gehörte, 1706 als neue Mühle bezeichnet. Quelle: Mühlenverzeichnis der Herrschaft Homburg Fürstl. Archiv Bad Berleburg, Akte Ber.A - H53
Kretsch1559 Im Kretze Ortsteil von Scheidt, bergisches Amt Windeck, Ursprung unklar. Mittelhochdeutsch: Kretze = Berufsübername für Tragkorbmacher, auch „kretschmar“ ostmitteldeutschen Ursprungs, slawischen Ursprungs für Schankwirt, Im Kretsch war auch immer eine Gastwirtschaft beheimatet. Quelle: Perd und Schüppendienste im Amt Windeck, HstA, Jülich-Berg II, 5870. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Im Kretsch“.
Ley, Zur1723 Zur Ley Neugründung des 18. Jhds., Althochdeutsch: Leia = Fels, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Kirchenbuch Drabenderhöhe.
Linde, Auf der1832 Auf der Linden Neugründung im 19. Jhd. Ort an der Linde, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Preussische Katasterkarte von 1832.
Mühlen an der Wiehl1443 Zo Wiershagen zo der Molen Althochdeutsch: mullen = zermalmen, zerstossen, Mühle, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Liber Luppelheim St. Aposteln Hist. A. Köln.
Niederhof1500 Im NederhoeveDer Hof der unter einem anderen liegt (Hahn). Quelle: Hörigentausch zwischen Berg-Sayn, HSTA Düsseldorf, Homburg, Urk. 19. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Niderhoff“.
Obermiebach1559 Offer MedebachAlthochdeutsch: meit = verkrüppelt, schwach, kleiner Bach, gemeint ist wohl der Locher Siefen, der zum Miebach wird im Unterlauf. In alten Urkunden auch In der Meybach, im Gegensatz zu Nieder Meybach, Obermiebach ist wohl zuerst gegründet worden. Quelle: Perd und Schüppendienste im Amt Windeck, HstA, Jülich-Berg II, 5870.
Ohl 1690 OhlNeugründung im 17. Jhd. Kommt von einer althochdeutschen Ableitung aval, ava = Wasser, Ort am Wasser oder einer feuchten Aue, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Renovierter Rentzettel Kirchenbuch Drabenderhöhe.
Pfaffenscheid 1582 Wiedenhof
1821 Pfaffenscheid
Moderne Bezeichnung des Pfarrgutes, erst ab 1790 als Pfaffenbeng (dies war ein Schreibfehler des unkundigen Kartografen) bezeichnet. Das Pfarrgut, welches beim Ort Scheidt liegt. Pfaffe steht für Pfarrer. Quelle: Visitationsbericht Pfarrer Jakob Sasse (1582)/Neues Topographisches Statistisches Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates 1821.
Reuschenbach 1555 Off der RuissemichAlthochdeutsch: ruzen = rauschen, Ort am rauschenden Bach, Ortsteil von Weiershagen.Quelle: Bergische Landessteuerliste, HstA. Jülich-Berg III, 2661.
Scheidt1559 Das ScheidtAlthochdeutsch: skeidan = scheiden, abgrenzen, spalten, trennen oder skeitila = Scheitel, Gipfel, Anhöhe, vgl. auch Scheit = Stück Holz. Ort, der an einer Grenze oder auf einer Anhöhe oder an einem Wald liegt. Quelle: Perd und Schüppendienste im Amt Windeck, HstA, Jülich-Berg II, 5870. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Scheid“.
Schniffel1651 Uff d SchniffelOrtsteil von Scheidt, Neugründung 17. Jhd. , Bedeutung unklar, im rheinischen Dialekt bedeutet Schniffel feiner Regen, also ein Ort, an dem es feucht ist. Quelle: Kirchenbuch Engelskirchen. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Schniffel“.
Silberkaule1837 Silberbergwerk im HeckMittelalterliches Silberbergwerk, im 19. Jhd wieder betrieben, ab 1870 enstandt eine kleine Mienensiedlung, die nach Schliessung 1896 abgebrochen wurde. Kaule stehe führ „Kuhle“ oder „Grube“.
Spitzenburg1669 Uff der Spitzenburg Ortsteil von Scheidt, Neugründung 17. Jhd., Bedeutung unklar, wahrscheinlich Ort der auf der obersten Anhöhe eines Berges liegt. Quelle: Kirchenbuch Drabenderhöhe.
Steeg1593 zum Steg1628 Uffm Steige - Ort, der an einer Furt an der Wiehl liegt, wahrscheinlich führte ein Steg über den Fluss, hier lag auch die Burg der Ritter von Weiershagen, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Abrechnungen über Renten und Gefälle des Hauses Homburg, 1628 Bruchten zue Wiel, Archiv Wittgenstein-Berleburg.
Weiden, In den1580 in den WeidenAlthochdeutsch: widin = Weiden, Ort in den Wiesen, Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Hönerzettel, HSTA Düsseldorf, Herrschaft Homburg, Akt 17.
Weiershagen1396 WiershaymWiro = Personename, althochdeutsch: hago = eingefriedete Wohnstätte (des Wiro), der Ortsname kam im 16. Jhd. in Vergessenheit und war im Mittelalter eine Motte der Ritter zu Weiershagen, erst 1902 wurden die Höfe an der unteren Wiehl zum Ortsnamen Weiershagen vereinigt, dazu gehörte auf der linken Wiehlseite die Weiershagener Eisenhütte, die 1575 als Hütte bezeichnet wurde. Quelle: Fehde mit der Stadt Köln, Hist A Kö, V u. V N 1489 1/1 Fehderegister/1443 Wiershaghen.
Wiehlsiefen1671 WillsiefenNeugründung im 17. Jhd. Nach dem Siefen benannt. Quelle: Kirchenbuch Marienberghausen.
Vorbach (Fürberich)1832 In der VorbachNeugründung im 19. Jhd., auch Fürberich genannt – Ort, der vor dem Bach Fürbach liegt., Ortsteil von Weiershagen. Quelle: Preussische Katasterkarte von 1832.
Verr1413 Veyrr Althochdeutsch: fereha = Eiche, Föhre, Ort der an den Eichen liegt. Quelle: Hist. A. Köln Kämmereirechnung St. Severin. Drabenderhöher Kirchenbuch 1675 „Vehr“.

Entwicklung des Ortsnamens Drabenderhöhe – in urkundlichen Erwähnungen und Kartenwerken

NennungJahrDokument/Karte
Dravender Hoy1353Übertragung des Zehnten an Heinrich IV. von Grafschaft
Dravender Hoe1391Übertragung des Zehnten an den Herzog von Berg
Traffende Hue/Traeffende Hoe1464Weisthum der Herrschaft Homburg
De Alto1495Generalvisitation des Johanniter-Ordens
Dravender Hohe1553Bericht Reihart Stappenhöfers über die Grenzen der Vogtei Wiehl
Drauenho1555Caspar Vopelius - Rheni – Karte
Off der Hoe1555Landessteuerrechnung Kirchspiel Wiehl
Uf der Hoe1559Perd- und Schüppendienste im Amt Windeck
Drabenderhohe1560Gütetag zwischen Berg und Homburg in Drabendehöhe
Drauendehoighe1575Arnold Mercator – Grenzen des Bergischen Amtes Windeck und der Herrschaft Homburg - Karte
Uff der Hoehe1580Homburgische Hühnerzettel
Drabende Hoe1580Homburgische Grenzbeschreibung
Drabendehoghe1585Gerhard Mercator – Berghe Ducatus- Karte
Drauenho1594Theodor de Bry - Rheni – Karte
Drauendehoe1596Matthias Quad – Dioecesis Coloniensis- Karte
Trabender Hoehe1604Siegburger Vergleich
Drabendehoghe1610Hessel Gerritszoon – De Hertochdommen Gulick Cleve Berghe Karte
Drabende Hoge1620Johann Gigas – Archiepiscopatus Coloniensis – Karte
Drabendehoge1645Willem Blaeu – De Hertoghdomen Gulick en Berghe
Uff d Hohe1651Kirchenbuch Engelskirchen
Auf der Trapenterhoe1653Kirchenbuch Much
Dravendehohe1668Sèbastien de Pontault de Beaulieu – Carte de L'Archevsche de Cologne
Trabender Hoe1675Kirchenbuch Drabenderhöhe
Drauendehohe1692Nicolas Sanson – Le Comte de la Marck - Karte
Drauendehoue1695Nicolas Sanson – Le Duché de Berg – Karte
Traventerhöh1715Eric Philipp Ploennies - Topographia Ducatus Montani - Karte
Traventerhöh1789Carl Friedrich von Wiebeking, Paul Maassen – Carte des Herzogthums Berg
Drabenderhoeh1790Alexander Eversmann – Topographiekarte von der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt
Drapenterhöhe1797Franz Ludwig Güssefeld – Herzogthum Berg
Drabenderhohe1802J.F.C. Rummel – Die Reichsherrschaft Gimborn Neustadt
Drabenderhöhe1831Preussische Uraufnahme

Genealogie – Publikationen

Familienforschung ist ein immer mehr verbreitete Freizeitbeschäftigung. Die Suche nach den Wurzeln hat schon etwas sehr spannendes. Dabei sind unsere Familiennamen frühestens Ende des 16. Jhds., mehrheitlich aber erst in der zweiten Hälfte des 17. Jhds. entstanden. Das Homburger Ländchen war zur dieser Zeit noch sehr dünn besiedelt. Da es noch keine Statistiken gab, schätzt man für die grenzbereinigten Gebiete der Reichsherrschaft Homburg nach 1604 gerade mal 4300 Einwohner (die heutigen Gebiete Wiehl und Nümbrecht, sowie die südlich der Agger gelegenen Gebiete, die heute zu Gummersbach und Engelskirchen gehören, ohne Verr, Büddelhagen, Brächen, Scheidt, Anfang, Pfaffenscheid, Obermiebach, Merkausen, Siefen, Alpermühle und Homburger Haan, die erst 1932, 1969 bzw. 1975 zum Stadt- bzw. Gemeindegebiet hinzukamen). Für die kleinen Höfe und Dörfer genügten also die traditionellen deutschen Vornamen, sowie Eigenschaftsnamen oder Berufsbezeichnungen. Die Familiennamen sind aus vier Hauptgruppen entstanden:

  • 1. aus einem Orts- oder Herkunftsnamen, wie Bergerhof, Dannenberg, Dreibholz, Bellingrath, Höhler (aus „zum Holl“, später Höllerhof, bei Wellerscheid), Faulenbach (heutige Ortschaft Faulmert), Stöcker (Stockheim), Mücher, Holländer, Herder (Hardt), Herhaus, Hillenbach, Hillerscheid, Velder, Breidenbach, Scheder, Peilstein (Flurbezeichnung, daraus wurde später der Ort Bielstein), Forst, Däller, Jeniker, Leyer, Reuschenbach, Puhl, Fischbach, Niderhoff, Katzwinkel.
  • 2. aus Berufsbezeichnungen, wie Schmit, Schmidt, Schmitz, Schumacher, Müller, Schneider, Bubenzer (Bütten- oder Faßbinder), Veller (Lohgerber), Scheffels, Hüschemenger, Schöpe (Schoeffe), Keffer (Kufenmacher), Schuster, Scheffer, Pfeiffer, Zapp (Schankwirt), Krämer, Wäscher.
  • 3. aus Eigenschaftsnamen, wie Dick, Voss (Fuchs), Lang, Klein, Deubel (Teufel), Pflitsch (eifrig oder fleissig sein), Jüngling.
  • 4. aus traditionellen deutschen oder meist biblischen Namen hebräischen, griechischen oder lateinischen Namen gebildete Nachnamen, wie Dietrich, Merten, Thiel, Engelbert, Hühn (Hunold), Albert, Noss (Notker), Marsch/Marx (Markus), Göbel (Gobell), Hans/Jonas (Johannes), Thönes (Anton), Lutter (Lothar), Kauert (Konrad), Jürges (Georg), Theiß (Matthias), Jost (Joducus), Blaß (Blasius), Clemens, Kuhl/Conrads(Konrad), Nohl (Arnold), Bestgen (Sebastian), Idel/Eydel, Knotte (Knut), Mörchen (Mergen/Maria), Penz (Steffen/Stefan).

In den Drabenderhöher Kirchenbüchern und den benachbarten Kirchengemeinden erstellten Kirchenbüchern erscheinen spätestens ab 1675 nur Doppelnamen, also mit Vor- und Nachnamen. Dies war notwendig, da mit steigender Bevölkerung die Menschen mit häufigen Vornamen nicht mehr unterscheidbar waren.

Die inoffizielle Familiennamen

viele Familien erhielten neben ihren allgemein gebräuchlichen Familien noch einen weiteren Zunamen. Dies diente häufig zur Unterscheidung der mehrfach vorkommenden selben Namen. Dabei hielt man sich an Berufsbezeichnungen oder Hofnamen. Dieses Phänomen ist auch in den Nachbargemeinden bekannt.

So nannte sich die Familie Schmitz aus dem Scheidt: dr Lingenwä'eversch, Robert (Leinenweber), die Familie Höhler: dr Dümpers Otto (aus dem Hof Dumpe), die Familie Hüschemenger: drr Bitzers, Julius (aus dem Hof Bitze), die Familie Schmidt: dr Jettches Ernst (nach dem Vornamen der Mutter Lisette), die Familie Penz: de Raarmäächers (die Rädermacher, Wagner) und die Familie Pflitsch aus Bielstein: dr Seefensiedersch, Ernst.

Einzelne Personen hatten erwähnenswerte Spitznamen, die jedermann kannte. Otto Disselhoff aus dem Scheidt war der „Cholo“ (die Namensherkunft ist unbekannt), Emil Schmidt aus der Hähner Mühle hiess „Ickes“, was einem sogenannten Mitternachtskaufmann entsprach, Willi Hüschemenger war allgemein das „Stierchen“, was für fleißig und stark steht. Der Gastwirt Fritz Lang war als „Wallach“ bekannt. Es heißt, als Burschen in die Wirtschaft kamen, fragte Lang, was willst Du trinken, du Wallach – dieser Ausdruck stammte noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als Lang für die Pferde zuständig war.

Der aus Gaußig zugezogene Richard Klein wurde schlichtweg „Kimbel“ genannt und der aus Berlin stammende spätere Totengräber Arthur Müller kannte jeder als „Oldjö“ Woher diese Bezeichnungen kommen, kann sich heute niemand mehr erinneren. Karl Jäger war der „Peng“. Es heißt noch heute, wenn er mal über den Durst trank, beendete er jeden Satz mit „Peng“.

Damit Sie einen besseren Einstieg in die Genealogieforschung bekommen, haben wir eine Auswahl an Publikationen und Onlineangeboten für Sie zusammengestellt, die sich auf den Bereich Drabenderhöhe und Umgebung beschränken.

Drabenderhöhe

Helmut Lewer, & Hans Joachim Söhn, Familienbuch Drabenderhöhe, evang.-reformiert, als Buch und CD-Rom 2002 erschienen.

Kirchenbuch Drabenderhöhe

  • Taufen von 1675 bis 1810
  • Heiraten von 1668 bis 1830
  • Beerdigungen von 1699 bis 1809

Standesamtliche Daten

  • Heiraten von 1810 bis 1830
  • Sterbefälle von 1810 bis 1830

Zusätzlich enthält das Buch das Register der Personenstandsaufnahme von 1675 und von 1700 unter Pastor Johannes Haas, sowie der renovierte Rentzentel, dem Lagerbuch der Kirchengemeinde Drabenderhöhe aus den Jahren 1700 bis 1806.

Engelskirchen

Patrimonium-Transcriptum Verlag, Edition Brühl, St. Peter und Paul, katholisch, als digitalisiertes Kirchenbuch als DVD erschienen.

  • Taufen von 1647 bis 1718
  • Taufen von 1775 bis 1809
  • Hochzeiten von 1647 bis 1665
  • Hochzeiten von 1669 bis 1718
  • Beerdigungen von 1647 bis 1665
  • Beerdigungen von 1669 bis 1720
  • Beerdigungen von 1775 bis 1809

zu finden sind hier vorallem Einträge aus den Orten Büddelhagen und Verr (Hochzeiten ab 1648 und Taufen ab 1651, vorallem der Familien Schmidt, Kauert, Scheder und Klein).

Much

Patrimonium-Transcriptum Verlag, Edition Brühl, St. Martin, katholisch, als digitalisiertes Kirchenbuch als DVD erschienen.

  • Taufen von 1652 bis 1665
  • Taufen von 1672 bis 1678
  • Taufen von 1680 bis 1697
  • Taufen von 1733 bis 1773
  • Taufen von 1769 bis 1810
  • Taufen von 1770 bis 1809
  • Hochzeiten von 1660 bis 1674
  • Hochzeiten von 1769 bis 1809
  • Beerdigungen von 1658 bis 1679
  • Beerdigungen von 1743 bis 1770
  • Beerdigungen von 1770 bis 1809
  • Beerdigungen 1776
  • Beerdigungen von 1769 bis 1809

zu finden sind hier vorallem Personen aus den Ortsteilen Scheidt und Obermiebach, als auch vereinzelt aus Verr und Büddelhagen (vorallem die Familien Lutter, Frings, Höhler, Schmidt, Jost, Hillerscheid, Willmund und Kauert, Hochzeiten ab 1660, Taufen ab 1652).

Nümbrecht

Patrimonium-Transcriptum Verlag, Edition Brühl, evang.-reformiert, als digitalisiertes Kirchenbuch als DVD erschienen.

  • Taufen von 1750 bis 1779
  • Taufen von 1779 bis 1801
  • Taufen von 1750 bis 1784
  • Taufen von 1806 bis 1809
  • Taufen von 1810 bis 1818
  • Hochzeiten von 1749 bis 1793
  • Hochzeiten von 1810 bis 1811
  • Beerdigungen von 1806 bis 1809
  • Beerdigungen von 1810 bis 1819

vereinzelt finden sich dort auch Drabenderhöher Personen, die in die Kirchengemeinde Nümbrecht gezogen sind.

Marienberghausen

Helmut Lewer, & Hans Joachim Söhn, Familienbuch Marienberghausen, evang.-reformiert, als Buch und CD-Rom 2000 erschienen.

  • Taufen von 1661 bis 1809
  • Hochzeiten von 1701 bis 1830
  • Beerdigungen von 1701 bis 1830
  • Konfirmationen von 1721 bis 1731

Zusätzlich enthält das Buch noch für die Kirchengemeinde relevanten Zeugenverzeichnisse von 1572, das Saynische Schatzungsregister von 1578, die Landessteuer von 1592, den Futterhaferzettel von 1580, die Gemeine Brüchten von 1608, die Hand- und Pferdedienste von 1611, die Kirchenrechnungen von 1611 bis 1614, die Brüchten von 1625 bis 1627, das Feuerstättenverzeichnis von 1628, das Hauptrecht von 1625 bis 1628, der Bannwein von 1625 bis 1628, die Kirchenrechnungen von 1626 bis 1634, ein Testament von 1638, Obligationen zwischen 1639 und 1661, die Kirchenrechnungen von 1652 bis 1655 und ein Verzeichnis der Kirchenstände um 1665. Vereinzelt finden sich dort auch Drabenderhöher Personen, die in die Kirchengemeinde Marienberghausen gezogen sind.

Wiehl

Helmut Lewer, Familienbuch Wiehl, evang.-reformiert, als Buch und CD-Rom 2006 erschienen.

Kirchenbuch Wiehl

  • Taufen von 1745 bis 1809
  • Hochzeiten von 1745 bis 1809
  • Beerdigungen von 1745 bis 1809

Standesämter Wiehl und Drabenderhöhe

  • Geburten 1810
  • Hochzeiten 1810 bis 1840
  • Sterbefälle von 1810 bis 1840

Zusätzlich enthält das Buch ein Register zur Steuerrebellion von 1728 in der Kirchengemeinde Wiehl. Vereinzelt finden sich dort auch Drabenderhöher Personen, die in die Kirchengemeinde Wiehl gezogen sind.

Marienhagen

Helmut Lewer, Familienbuch Marienhagen, evang.-reformiert, als Buch und CD-Rom 2008 erschienen.

Kirchenbuch Marienhagen

  • Taufen von 1721 bis 1880
  • Hochzeiten von 1709 bis 1880
  • Beerdigungen von 1709 bis 1880

Standesamt Wiehl für den Raum der Kirchengemeinde Marienhagen

  • Heiraten von 1810 bis 1880
  • Beerdigungen von 1810 bis 1880

Zusätzlich enthält das Buch ein Register zur Steuerrebellion von 1728 in der Kirchengemeinde Marienhagen. Vereinzelt finden sich dort auch Drabenderhöher Personen, die in die Kirchengemeinde Marienhagen gezogen sind.

Familienbuch der Zivilgemeinden Drabenderhöhe und Wiehl

Helmut Lewer, erschienen 2014, beinhaltet die Fortsetzung der Familienbücher Wiehl und Drabenderhöhe von 1810 bis 1880 und ist digital verfügbar.

Weitere Publikationen

  • Bergische Landessteuerliste, 1555, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Jülich-Berg III, Nr. 2661
  • Perd- und Schüppendienste im Amt Windeck, 1559, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Jülich-Berg II., Nr. 5870
  • Futterhaferzettel und Feuerstätten in der Herrschaft Homburg, 1580, Hans-Joachim Söhn & Lothar Wirths, Materialien und Quellen zur oberbergischen Regionalgeschichte, Bergischer Geschichtsverein, Oberbergische Abteilung e.V., erschienen 2003.Original im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Herrschaft Homburg Akte 17
  • Erbhuldigung der Bewohner des Kirchspiels Much aus dem Jahre 1666, W. Kaltenbach, in Heimatblätter des Siegkreises, Heft 2, Jg. 17, 1941, S. 104-107.Original im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Jülich-Berg II., Nr. 2384
  • Bergisches Adreßbuch 1731, Amt Windeck, Huldigungsliste der Pfarrei Much, Kölner Genealogische Blätter, Heft 8/9, Köln/Eslohe 1984. Original im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Jülich-Berg II. Nr. 2417
  • Adreßbuch der Kaufleute, Frabrikanten und Gewerbsleute von Rheinpreußen & Westphalen, Nürnberg, Verlag von C. Leuchs & Comp, 1865
  • Grosses Landes-Adressbuch oder Handels- u. Gewerbeadressbücher für die einzelnen Staaten und Provinzen des Deutschen Reiches. Hannover: Berenberg, 1901. Einsehbar über die Heinrich Heine Universität Düsseldorf auf der Internetseite digital.ub.uni-duesseldorf.de, Siegkreis (Much), Kreis Wipperfürth (Engelskirchen) und Kreis Gummersbach (Drabenderhöhe).
  • Die homburgische Zuwanderung nach Wuppertal, Klaus Goebel, Born-Verlag Wuppertal 1963, im Auftrag des Bergischen Geschichtsverein, Abteilung Wuppertal.
  • Greven's Adreßbuch des Rheinisch-Bergischen Kreises, Verlag Greven und Bertold, 1939.Online einsehbar auf Genwiki unter „Rheinisch-Bergischer Kreis/Adressbuch 1939, enthält die Orte Brächen, Büddelhagen und Verr
  • Gemeindarchiv Much: Standesamtregister ab 1798, dort befinden sich auch Unterlagen betreffend der Orte Scheidt, Pfaffenscheid und Obermiebach, unter anderem eine Personenliste aus dem Jahre 1932 zur Ausgemeindung der Orte Scheidt und Pfaffenscheid
  • Gemeindearchiv Drabenderhöhe im Stadtarchiv Wiehl mit dem Bestand der Bürgermeisterei Drabenderhöhe von 1742 bis 1968
  • Evangelisches Kirchenarchiv Drabenderhöhe mit Urkunden, Akten und Amtsbüchern ab 1621, Kirchenbücher ab 1668
  • Gemeindearchiv Engelskirchen: Bestände bis 1794, Bürgermeisterei und Amt Engelskirchen von 1794 bis 1945, Standesregister ab 1810/1811 für die Orte Anfang, Brächen, Büddelhagen und Verr. Bestände Bürgermeisterei Ründeroth von 1794 bis 1945 für dem Ort Brächen (früher Gaststätte Baum, heute Stölting)

Grosses Landes-Adressbuch oder Handels- u. Gewerbeadressbücher für die einzelnen Staaten und Provinzen des Deutschen Reiches, 1901

Drabenderhöhe

Dorf. Gemeinde Drabenderhöhe. Bahnhof Bielstein (Rheinland). Post Drabenderhöhe. 164 Einw.

  • Branscheid, Ernst, Lehrer.
  • Dörrenberg, Carl, Lehrer u. Postverwalter.
  • Herder, Christ., Holzhändler.
  • Karthaus, Albr., Anstreicher.
  • Klein, Heinr., Manufakturwarenhändler
  • Klein, Joh., Kolonial- u. Manufakturwarenhändler.
  • Klein, Wilh., Stellmacher.
  • Lang, Eduard, Sattler.
  • Lang, Fr., Sattler.
  • Löwer, Wilh., Putz-, Mode- und Manufakturw.-Gesch.
  • Löwer, Wilh., Ww., Landwirtin.
  • Lutter, Aug., Gastwirt und Bäcker.
  • Lutter, Herm., Gastwirt u. Horndrechsler.
  • Nohl, Friedr., Gastwirt.
  • Schmidt, Hermann, Lehrer.
  • Schmidt, Rud., Bäcker.
  • Spandau, Carl, Pfarrer.
  • Witscher, Wilh., Ww., Schuhwarenhändlerin.
  • Zils, Rud., Gastw. u. Bäcker.

Scheidt

Dorf. Gemeinde Much. Post Drabenderhöhe. 223 Einw.

  • Bellingrath, Herm., Ackerer.
  • Bergerhof, Friedr., Ackerer.
  • Claas, Carl, Ackerer.
  • Disselhof, Herm., Bäcker.
  • Dreibholz, Friedr. II.Ackerer.
  • Dünnebacke, Wilh., Gutsp
  • Hardt, Carl, Drechsler.
  • Herhaus, Friedr., Ww., Ack.
  • Höhler, Albr., I, Ackerer.
  • Höhler, Carolina, Ackerin.
  • Höhler, Christ., Bürstenmacher.
  • Höhler, Heinr., Schneider.
  • Hüschemenger,Jul., Ackerer.
  • Hüschemenger, Wilh., Ackerer.
  • Kauert, Friedr. Alb., Ackerer.
  • Klein, Christ., Ww, Wirtin und Kleinhändlerin.
  • Lindenberg, Wilh, Küster.
  • Lutter, Christ., Schuster.
  • Mathes, Carl, Krankenwärt.
  • Mertens, Friedr. Wilh., Ack.
  • Müllenbach, Dan.,Ww., Gastwirtin u. Kleinhändlerin.
  • Nohl, Aug., I, Fuhruntern.
  • Nohl, Wilh., I, Zimmerer.
  • Rödder, Albr., Ww., Ackerin.
  • Rödder, Wilh., Anstreicher.
  • vom Schemm, Wilh., Handelsm. u. Bergwerksbes.
  • Schmidt, Carl, Ackerer.
  • Schmidt, Ferd., Maurer.
  • Schumacher, Fried, Ackerer.
  • Strässer, Christ., Schreiner.
  • Thönes, Friedr., Ackerer.
  • Thönes, Friedr. Carl, Schmied.
  • Voss, Christ., Schmied.
  • Weibel, Carl, Gärtner und Kleinhändler.
  • Weibel, Wilh., Handelsmann.
  • Witscher, Ferd, Metzger.
  • Witscher, Joh. Friedr., Ackerer.

Anfang

Gehöft. Gemeinde Engelskirchen. Bahnhof Engelskirchen. Post Drabenderhöhe. 28 Einw.

  • Hühn, Gust., Brennnereibes.
  • Voss, Albr., Schmied.
  • Wirth, Rob., Wirt u. Bäcker.

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