Heimatverein Drabenderhöhe e.V.

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Steeg

Steeg war bis 1902 ein eigener Weiler und wurde mit elf weiteren Höfen zum Ort Weiershagen vereinigt. In den „Einkünften und Rechten des Apostelnstift“, einer Urkunde aus dem Jahre 1443 heißt es „Up dem Teghe“ - genauer zu der molen up den teghe, wobei „wiershagen“ durchgestrichen ist. Es dürfte sich um eine Mühle handeln, die bei Weiershagen an der Eisenhütte gestanden hat. Die Zuordnung zum Weiler Steeg ist allerdings nicht sicher.

1593 wird die Weiershagenener Eisenhütte in einer homburgischen Abrechnung über Renten und Gefälle auch „Bertrams Hütte zum Steg“ genannt. Im selben Jahr erscheint die Hütte in einem homburgischen Verzeichnis als „Hütte zu Weiershain“ mit einem Betram daselbst und war Wasserzinspflichtig. Bereits 1574 wurde Bertram zum Steg urkundlich erwähnt, als er 10 Fuder des Eisensteinzehnten kaufte, den Peter Voeß zu Schnellenbach im Amte Neustadt für seinen märkischen Landesherren erhoben hatte. Auf der Mercatorkarte von 1575 fehlt der Ortsname Steeg, dafür wird Weiershagen, sowie die Hütte auf der linken Seite der Wiehl angegeben. Ein Betram wird auch in den Homburgischen Futterhaferzetteln als saynischer Angehöriger unter dem Ortsnamen Weigershaenn 1580 erwähnt und war abgabenpflichtig.

Im Verlauf des 16. Jahrhunderts wurde der Ort als Steeg und als Weiershagen bezeichnet, wobei letztere sich eher auf eine Burg, die zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon verfallen war bezog. Diese Burg befand sich etwa an der heutigen Bahnhaltestelle. Im 17. Jahrhundert setzte sich dann „Steeg“ durch. In der homburgischen Akte „Außschuß des Kirspels und Vogtei Wiehl“ aus dem Jahre 1605 wird Dietrich zum Steege erwähnt.

Die Burg und der Weiler, sowie die Weiershagener Eisenschmelzhütte befanden sich an einer Furt, einer flachen Stelle in der Wiehl, die von der „Homburgischen Eisenstraße“, die von Kaltenbach nach Detrschlag führte gequert wurde. Möglicherweise entstand dort eine kleine Brücke oder auch ein Steg, die den Ortsnamen erklären. Im Gegensatz zu den links der Wiehl gehörenden Weiershagener Ortsteile verblieb Steeg in der Kirchengemeinde Wiehl und wurde 1894 mit der neuen Kirchegemeinde Oberbantenberg vereinigt. Erst 1958 gelang die Einpfarrung nach Drabenderhöhe. .

Steeg um 1930 mit der Wiehlbrücke © Heimatbildarchiv Oberbergischer Kreis


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