Zur Hardt

Der Weiershagener Weiler „Zur Hardt“ wurde das erste Mal in den Aufzeichnungen über die Einkünfte und Rechte des Kölner St. Apostelstiftes im Jahre 1443 als „zo Weiershaghen zo der Molen stehe zo Hart“ erwähnt. Weiter dokumentiert ist der Ortsname in der Bergischen Landessteuerliste von 1555 und in der Bergischen Abgabenliste der Perd- und Schüppendienste 1559 als „zur Hart“ und in den homburgischen Futterhaferzetteln von 1580 als „Zur Hardt“ mit den bergischen Angehörigen Christgenn, Theißgen und Stein Johan Brewers Frau. Die 1575 von Arnold Mercator erstellte Karte verortet den Weiler ebenfalls als „Zur Hardt“. Alle links der Wiehl liegenden Weiershagener Ortschaften wurden 1698 der Kirche Drabenderhöhe zugeordnet.

Die Bezeichnung Hardt ist im Bergischen Land nicht nur als Ortsname, sondern auch als Flurname weit verbreitet und ist das Synonym für einen Wald. Im Mittelalter wurde als Hardt der ungepflegte und ungehegte mit Dornenstrüpp durchwucherte Wald genannt.

Die Postkarte zeigt die Wirtschaft von Friedrich Pfänder an der heutigen Weiershagener Straße noch vor 1902. Das Gebäude exisitiert auch heute noch, wenn auch in veränderter Form.