<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="FeedCreator 1.8" -->
<?xml-stylesheet href="http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/lib/exe/css.php?s=feed" type="text/css"?>
<rss version="2.0">
    <channel xmlns:g="http://base.google.com/ns/1.0">
        <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V. hoefe:weiterehoefe</title>
        <description></description>
        <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/</link>
        <lastBuildDate>Sat, 11 Apr 2026 12:36:33 +0000</lastBuildDate>
        <generator>FeedCreator 1.8</generator>
        <image>
            <url>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/ttp://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/lib/tpl/heimatverein/images/favicon.ico</url>
            <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V.</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/</link>
        </image>
        <item>
            <title>Bielstein</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/bielstein</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;bielstein&quot;&gt;Bielstein&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;von Achim Höhler&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Hof Bielstein steht in Zusammenhang mit der alteingesessenen Drabenderhöher Familie Schmitt. In der Drabenderhöher Personenaufnahme von 1675 lebte im Hof Anfang der Kaufmann Peter Schmitt mit seiner Frau Gertrud und acht Kindern. Er wird bereits in der Bergischen Huldigungsliste von 1666 als „Piter ufm Anfangh“ unter dem „Hofe Vehr“ erwähnt. Da der Familiename „Schmidt“ dort schon verbreitet war, ist die Herkunft von Peter Schmitt in Verr anzunehmen. Der Hof Anfang war um diese Zeit ein Pachthof, der vermutlich zum Haus Alsbach bei Engelskirchen gehörte. Um 1680 zieht er nach Drabenderhöhe in ein Haus nahe der Kirche (heute Lutter) um. Er muss bereits für homburgische Verhältnisse ein sehr vermögender Mann gewesen sein und war im Eisengeschäft tätig. Dies geht aus einem in Amsterdam geschlossenen Vertrag aus dem Jahre 1694 hervor, als 100 Kanonen und Eisengeschütze, die in der Weiershagener Hütte gegossen wurden geliefert werden sollten. Vermutlich war er auch Teilhaber bzw. Pächter der Hütte. Sein Sohn Christian Schmitt, geboren 1679, studierte Rechtswissenschaften und wurde Advokat, übte diesen Beruf aber nicht mehr aus. Stattdessen bekleidete er das Amt eines  Bergvogts und war seit 1715  Kanzleirat und damit Mitglied der Sayn-Wittgensteinisch-Homburgischen Beamtenschaft. Am 17. November 1726 kaufte er mehrere Grundstücke im Wiehltal im Bereich der Flur „Im Bielstein“ für die Errichtung eines Reckhammers. Dieser Reckhammer stand ungefähr am Standort des abgerissenen Hauses Ehrlicher in der Nähe der Erzquellbrauerei. Das Wasser wurde aus dem Ülpebach über einen Hammerteich und einem Hammergraben zugeleitet. Wie man aus der preußischen Urkatatasterkarte von 1832 entnehmen kann, führte dieser Wassergraben von der Repschenrother Mühle  über den Bielsteiner Reckhammer bis an die beiden Reckhämmer am Bielsteiner Hammer und wurde dann der Wiehl zugeführt. Am 4. September 1728 kauft er das Gut Helmerhausen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Vorgängerbau des heutigen Burghauses. Dieses Gut lag etwas abseits des eigentlichen Ortes Helmerhausen, oberhalb des genannen Reckhammers. Diese Annahme unterstützt der Flurname. In den Drabenderhöher Kirchenbüchern wird das Anwesen erstmals 1741 als „Aufm Billstein“, später auch „Aufm Beilstein“ erwähnt. Im Wiehler Kirchenbuch findet sich dagegen die Bezeichnung „Auf Peilstein“. Peilstein war im 17. Jahrhundert auch ein Familienname, der als Herkunftsname zu identifizieren ist. Die Familie des Johan Peilstein wird in den Drabenderhöher Personenaufnahmen aus den Jahren 1675 und 1700 in Immen erwähnt. Vermutlich ist jener Johan aus einem Ort Peilstein/Bielstein nach Immen zugezogen. Der Familienname verschwand dort dann 1736.
Wenn es einen Hof Peilstein gegeben haben sollte, dann ist dieser wohl erst im 17. Jahrhundert entstanden, denn weder auf der Merkatorkarte von 1575 noch in homburgischen Steuerlisten des 16. Jahrhunderts erscheint das Gehöft. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vermutlich bezieht sich dabei der Flurname Bielstein auf einen steil aufragenden Stein. Dies untermauert auch die Flurbezeichnung „In der Bielsteiner Leyen“. Ley steht für eine Klippe oder einen Felsen. Dies widerlegt die Annahme des Bielsteiner Heimatforschers Eugen Schubach, dass sich der Ortsname auf die Bilsteiner Höhlen bei Warstein beziehen könnte, woher die später in Bielstein wohnende Familie Möller stammte. Biel steht auch für die im homburgischen verbreitete Bezeichnung „Bühl“, was „Hügel“ oder eine „Anhöhe“ bezeichnet. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als Peilstein/Bielstein könnte es sich um das Helmerhauser Gut handeln, welches Christian Schmitt 1728 gekauft hat und baute es dann zu einem stattlichen Burghaus um oder neu auf. Bis 1730 muss die Familie Schmitt noch in Drabenderhöhe gewohnt haben, da zehn der elf Kinder dort geboren wurden. Bielstein gehörte bereits in das Kirchspiel Wiehl und lag zusammen mit den Weiershagener Höfen, Forst, Hückhausen, Dreibholz und Helmerhausen in der Honschaft Weiershagen. Hätte man dort bereits gewohnt, wären die Kinder nicht in Drabenderhöhe getauft worden. Im Jahre 1732 gibt es einen Hinweis, dass die Familie wahrscheinlich schon in Bielstein lebte. Die Tochter von Christian Schmitt und seine Magd Gertrud Marsch aus Repschenroth sind Taufpaten von Sybilla Gertrud Marsch. Repschenroth war früher eine eigenständige Ortschaft in unmittelbarer Nähe zum Burghaus Bielstein. Vermutlich wurde das Gebäude zwischen 1728 und 1732 errichtet und nicht um das Jahr 1720, wie Eugen Schubach 1966 in seiner Schrift „Die Gemeinde Bielstein – Rheinland, ehemals Gemeinde Drabenderhöhe“ veröffentlicht hatte. Leider taucht das vermeintliche Erbauungsjahr 1720 auch in späteren Publikationen immer wieder auf.  Christian Schmitt starb 1741 und wurde in Drabenderhöhe beerdigt. Mit seiner Frau  Maria Catharina Loth aus Schnellhaus/Kirchspiel Honrath hatte er insgesamt elf Kinder. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/bielstein_burghaus.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abielstein&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:bielstein_burghaus.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/bielstein_burghaus.jpg?w=200&amp;amp;tok=6a7985&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Burghaus Bielstein
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Heinrich Philipp Schmidt heiratete die Pastorentochter Anna Louisa Sixt und zog nach Altena um. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Die Tochter Anna Sybilla heiratete den Kaufmann Johann Theodor Möller aus Warstein&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt;  Sohn Ludwig Ernst heiratete in die Familie Dörrenberg ein und zog nach Ohl bei Ründeroth. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Sohn Gerhard Wilhelm blieb ledig und verstarb in Jena. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Die Tochter Maria Elisabeth vermählte sich mit dem Arzt Albert Ferdinand Schöler aus Romberg bei Waldbröl und bewohnte weiterhin die Schmidtschen Stammgüter in Drabenderhöhe. Aus dieser Ehe ging Johannes Wilhelm Schöler hervor, dem späteren Pastor von Drabenderhöhe. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Die Tochter Wilhelmina Agnes blieb ledig und laut Möllerschen Familiennachrichten aus dem Jahre 1788 soll sie schwachsinnig gewesen sein. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Der jüngste Sohn Friedrich Joachim, vermutlich um 1731 in Bielstein geboren, zog ins Herzogtum Jülich, war dort verheiratet und starb vor 1788. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Die Kinder Hermann Peter, Friedrich Carl Emil und Juliana Wilhelmina verstarben bereits im Kindesalter. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Friedrich Carl Eberhard heiratete 1752 Sybilla Madgalena Bellingrath, Tochter des damals amtierenden Drabenderhöher Pastors Christian Bellingrath. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Friedrich Carl Eberhard war trotz seines Wohnsitzes in Bielstein immer noch mit der Drabenderhöher Kirchengemeinde verbunden. Er wollte sich daher in der Heimat seines Vaters beerdigen lassen. So heißt es in einem Eintrag aus dem Wiehler Kirchenbuch: „Am 15.08.1766 ist Herr Friedrich Carl Schmid auf Peilstein auf Ansuchen nach Drabenderhöhe durch den hiesigen Geistlichen beerdigt worden. Es hat der zeitige Pastor zu Drabenderhöhe und Frau Www. Schmid auf Peilstein einen Revers unterschrieben, aus gestellt an den hiesigen Geistlichen, daß die Überführung des Leichnams nach Drabenderhöhe vor damals und nicht mehr geschehen und auf keinerlei Art denen wiehlischen Geistlichen zur nachteiligen Konsequenz gereichen sollte.„ Sohn Johannes Christian blieb ledig und verstarb in Amsterdam im Jahre 1790. Die Witwe Friedrich Carl Schmitts heiratete dann Friedrich Carl Möller, einem Sohn seiner Tante Anna Sybilla Schmitt. Damit ging dann der Schmittsche Besitz mit dem Burghaus Bielstein und dem Reckhammer an die Familie Möller aus Warstein über.  Die Möllers waren sehr begütert,  betrieben Kupferhandel  und besaßen Kupferbergwerke und Kupferhämmer. Nach der Hochzeit mit Sybilla Magdalena Bellingrath siedelte er nach Bielstein über. Sie hatten drei Kinder. Sohn Johannes Wilhelm verstarb bereits im Kindesalter, die Tochter Johanna Wilhelmina heiratete den Marienberghausener Pastor Jacob Heinrich Milchsack. Nach seinem Tod am 24. September 1831 muss die Ehefrau mit ihren noch 6 lebenden Kindern wieder in ihr Elternhaus gezogen sein. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die beiden Söhne, Wilhelm Carl Christian und Friedrich Carl Peter Milchsack waren Fabrikanten und Kaufmänner und besaßen  einen der beiden Reckhämmer am Bielsteiner Hammer, den sie durch Erbschaft erhielten. Die anderen beiden Hämmer verblieben im Möllerschen Besitz. Im Jahre 1820 stellten die beiden Eisenhämmer 50.000 Pfund Eisen für Reifen im Wert von 2800 Reichsthalern her. Beschäftigt waren dort drei Arbeiter – der Osemundhammer produzierte 40.000 Pfund Osemund zu einem Wert von 2000 Reichsthalern. Der Sohn Johannes Friedrich Heinrich Möller heiratete Maria Wilhelmine Heuser und wurde 1808 zum ersten Bürgermeister der neu gegründeten Gemeinde Drabenderhöhe ernannt. Ihm folgte 1837 sein Sohn Friedrich Wilhelm, der bis 1863 im Amt war. Das Burghaus wurde somit zum Amtssitz der Bürgermeisterei Drabenderhöhe bis zum Bau des Rathauses im Jahre 1901. Zwischen 1865 und 1869 war das Bürgermeisteramt in Steeg (Weiershagen) und zwischen 1870 bis 1873 in Kehlinghausen ansässig, dann wieder im Burghaus. Die Familen Möller und Milchsack waren offensichtlich auch mit der Drabenderhöher Kirchengemeinde verbunden. In ihren Erinnerungungen von Wihelmine Franziska Elise Schöler, der Tochter des Drabenderhöher Pastors Gustav Schölers aus dem Jahre 1916 schreibt sie: „Fast jeden Sonntag hatten wir Kirchenbesucher zum Mittagessen. Denn weil die Wege weit waren, blieb man gerne bis nach dem Kaffee bei Pastors. Umstände wurden nicht gemacht. Die Familien Möller und Milchsack auf dem Bielstein, die damals auch zur Kirchengemeinde gehörten, waren immer willkommen. Obgleich, soviel ich weiß, keine Verwandschaft in Frage kam, wurde sie aber doch mit „Herr Vetter“ und „Frau Nichte“ angesprochen.“ Vermutlich war es ihr nicht bewusst, das die Nachkommen der Familien Milchsack und Möller mit ihr über die Familie Schmidt in einem Verwandtschaftverhältnis Cousinen und Cousins dritten Grades stand. Das war wohl dann auch der Grund der häufigen Kirchenbesuche in Drabenderhöhe, obwohl beide Familien in Bielstein wohnend der Kirchengemeinde Wiehl angehörten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/bielstein_1875.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abielstein&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:bielstein_1875.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/bielstein_1875.jpg?w=200&amp;amp;tok=ffe926&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Bielstein 1875
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1831 erhielt Johannes Friedrich Möller die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Eisenhütte, die etwa im Bereich der Mündung des Ülpebaches in die Wiehl stand. Die Hütte wurde im Jahre 1859 stillgelegt. Die Witwe Karl Kind aus Hunstig erwarb das Gelände und erhielt 1872 die Konzession für eine Wollspinnerei. Da sich die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens nicht den Erwartungen entsprach, entschlossen sich ihr Sohn Ernst Kind und sein Schwager Karl Kattwinkel den Betrieb in eine Brauerei umzuwandeln. Im Jahre 1900 wurde die „Adler Brauerei GmbH“ gegründet und existiert bis heute als „Erzquell Brauerei Bielstein“. Im Jahre 1888 erwarb Karl Kind aus Ründeroth die beiden Hämmer – der eine war noch im Betrieb, der milchsacksche Hammer war bereits teilweise schon verfallen und stand schon seit Jahren still. Die Entwicklung führte vom reinen Hammerwerk über ein Tiegelstahlwerk zum Elektrostahlwerk der heutigen Firma Kind &amp;amp; Co., Edelstahlwerk. Durch die Ansiedlung von Industrie entwickelte sich der einstmal kleine Ort zur größten Ansiedelung im Bereich der Gemeinde Drabenderhöhe bis zu deren Auflösung im Jahre 1969.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
 Der letzte Bewohner des Burghauses, der aus der Familie stammte, war der am 15. März 1892 86-jährig verstorbene Wilhelm Carl Christian Milchsack. Seine Tochter Auguste Prym, seit 1894 verwitwet wurde die letzte Eigentümerin in der Erbnachfolge. Sie starb am 22. Mai 1931 im Alter von 81 Jahren in Nümbrecht und vermachte das Burghaus der evangelischen Gemeinde Oberbantenberg. Das Burghaus wurde in den Jahren danach zu kirchlichen Zwecken genutzt. Nachdem der Bau einer Kirche in Bielstein beschlossen wurde, ist das Anwesen im Jahre 1958 an den Evangelischen Dienst für Innere Mission, Christophurus-Werk e.V. in Duisburg-Ruhrort übergegangen und  dieser betrieb dort in den 1960er und 1970er Jahren ein Altenheim. Später versuchte ein Kölner Ehepaar das Burghaus in ein Wohnhaus umzubauen. Mit finanzieller Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen kaufte die Stadt Wiehl 1993 das Haus, um dort Spätaussiedler und Asylbewerber unterzubringen. Im Jahre 2005 erwarb der Wiehler Unternehmer Christian Peter Kotz das Gebäude und ließ es in aufwendiger Weise renovieren und restaurieren.  Das Burghaus wurde im Juni 2008  der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seitdem betreibt die Stadt Wiehl im Burghaus ein Trauzimmer für Hochzeiten. Neben dem dritten Wochenende eines Monats bietet die Stadt Wiehl das Burghaus am Freitag und Samstag auch zu den normalen Öffnungszeiten als Trauraum an. Zudem ist eine Zweigstelle der Stadtbücherei Wiehl hier untergebracht. Das Gebäude wurde auch Heimat des Wiehler Kulturkreises. Der Kulturkreis stellt jährlich ein vielseitiges Programm zusammen. Im Veranstaltungsraum für etwa 100 Personen im dritten Obergeschoss werden Veranstaltungsreihen mit Darbietungen aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen, Kabarett &amp;amp; Comedy, Kinderveranstaltungen und Lesungen angeboten.   Die Musikschule der Homburgischen Gemeinden nutzt das Burghaus unter anderem als Unterrichtsort. Seit 2008 organisiert der Heimatverein Bielstein einen Weihnachtsmarkt und seit 2009 das Event „Wein und Musik“, beides im und um das Burghaus. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der 1967 erschienen Publikation „Die Denkmäler des Rheinlandes“ wird das Burghaus so beschrieben: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
„Zweigeschossiger, geschlämmter Bruchsteinbau mit verschieferten Mansardendach,
 Anfang 18. Jahrhundert. Kellergeschoß talseitig freiliegend. Auf der nördlichen Langseite drei große rundbogige Einfahrten und ein kleinerer Zugang zu dem tieferliegenden Kellergewölbe. Von der Ummauerung des Hofes sind die Nordmauer und die hangseitige westliche Stützmauer erhalten. In der Südmauer des Kellergeschosses vier hohe schmale Mauerschlitze. Eingang zu den Wohngeschossen auf der schmalen hangseitigen Westseite. Kleine, rechteckig verblendete Flachbogenfenster. Im Innern teilweise die alten Türen mit originalen Beschlägen und einfach barocken Füllungen erhalten. Von der Treppe sind noch Handlauf und flache geschweiftte Docken im Obergeschoß vorhanden.“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heute ist die „Burg“ ein Baudenkmal und war als solches nie ein Burghaus, sondern ein repräsentatives Bürgerhaus eines vermögenden Unternehmers und stellt heute die Verbindung zwischen dem alten Höhenort Drabenderhöhe und des während des industriellen Aufschwungs Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert, verbunden mit der am 21. April 1897 eröffneten Wiehltalbahn prosperierenden Talortes Bielstein dar. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;die_weitere_ortsentwicklung_von_bielstein&quot;&gt;Die weitere Ortsentwicklung von Bielstein&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 10 Einwohner, 1 Haus&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 11 Einwohner,  1 Haus&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1831 13 Einwohner. Hier befindet sich eine Eisenschmelzhütte, in welcher Roh-, Schmiede- und Gußeisen, roher und raffinierter Stahl und Waaren fabriziert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 Hof nebst einer Eisenhütte und 3 Hämmer, 31 Einwohner in 3 Häusern&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 31 Einwohner, Eisenhütte&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1871 15 Einwohner, 3 Häuser&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 24 Einwohner, 5 Häuser und Bielsteiner Hammer 8 Einwohner, 1 Haus&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 63 Einwohner, 3 Häuser und Bielsteiner Hammer 7 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 541 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1912 750 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1932 1177 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 1966 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Urrißübersichtskarte von 1831: 2 Wohngebäude „Im Hof Bielstein“ und „Auf der Hofwiese“, sowie zwei Wirtschaftsgebäude „Im Hof Bielstein“ und der Bielsteiner Reckhammer („Auf der Hofwiese“) und ein Kohlenschuppen „Auf Dombruch“ – alles im Besitz von Carl Friedrich Möller. Ein Wassserreservoir, welches den Reckhammer versorgte befand sich in der Flur „Im Bielstein“. Weitere Fluren: „Im Bielsteiner Garten“ und „In der Bielsteiner Leyen“ und weiter entfernt „Die Bielsteiner Fabrickhäuser“ (später Bielsteiner Hammer, Firma Kind &amp;amp; Co.)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Adressbuch 1900: Bielstein: Adler-Brauereigesellschaft m.B.H. - Brindöpke, Heinrich, Bürgermeister – Deubel, Oskar, Putz-, Weiss- und Modewarenhersteller, Kattwinkel, Carl, Fabrikant – Kind, Ernst, Fabrikant – Paland, Wilhelm, Haltestellenaufseher - Schmidt, Jakob, Postverwalter, Bielsteiner Hammer: Hüdig, Friedrich, Landwirt – Kind, Carl Stahlhammerwerk&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/edelstahlwerk_kind_co_1894.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abielstein&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:edelstahlwerk_kind_co_1894.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/edelstahlwerk_kind_co_1894.jpg?w=200&amp;amp;tok=648860&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Bielsteiner Hammer 1894, Kind &amp;amp; Co.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1901 schlossen sich die in der Umgebung des Burghauses gelegenen Höfe Repschenroth, Neubielstein und Dreibholz unter dem Namen Bielstein zusammen – im Jahre 1902 folgten Unterbantenberg mit Schwarzenpuhl. Im Jahre 1905 hatte Bielstein bereits 541 Einwohner in 69 Wohnhäusern, sowie Bielsteiner Hammer 30 Einwohner in 4 Wohnhäusern. Weitere Zusammenschlüsse erfolgten 1925 mit Helmerhausen, 1927 mit Thalhausen und 1976 Damte und Kehlinghausen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit der Industrialiserung des unteren Wiehltales stieg die Bevölkerungszahl stark an und lockte auch Katholiken ins sonst evangelische Homburger Land. Insbesondere in Bielstein und Weiershagen wuchs der Wunsch nach einer eigenen katholischen Kirchengemeinde. Bielstein verfügte damals auch nicht über eine eigene evangelische Kirche. Am 07. Oktober 1906 wurde das Gotteshaus welches zwischen Bielstein und dem Bielsteiner Hammer errichtet wurde, eingeweiht. Die Kirchengemeinde war eine von Ründeroth abhängige Rektoratsgemeinde und umfasste bis auf den Raum Marienhagen das gesamte heutige Stadtgebiet von Wiehl. Bereits 1903 beantragte der katholische Pfarrer Effmann aus Ründeroth eine einklassige Grundschule für die 49 katholischen Schüler aus Bielstein und Weiershagen, die vorher in den dortigen evangelischen Schulen untergebracht wurden. Die Schule wurde erst aufgrund von Mangel an Baumitteln erst am 01. Oktober 1906 neben der Kirche fertiggestellt. Die Schülerzahl betrug mittlerweile 64 Kinder, die bis 1910 auf 71 Kinder anwuchs. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/bielstein_1915.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abielstein&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:bielstein_1915.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/bielstein_1915.jpg?w=200&amp;amp;tok=2b95e0&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Katholische Kirche und Schule 1915
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seit September 1950 gab immer wieder Bestrebungen, den alten Gemeindenamen Drabenderhöhe in Bielstein zu ändern. Bielstein war Sitz der Verwaltung  und die wirtschaftliche Entwicklung war dort ausgeprägter als im alten historischen Kirchdorf. Nachdem bereits zwei Anträge 1912 und 1925 diesbezüglich abgelehnt wurden, erreichte der Gemeinderat in Bielstein 1958  die Umbennung, trotz der heftigen Prosteste aus Drabenderhöhe. 13 Stimmen befürworteten die Umbennung, 3 Stimmen waren dagegen und 2 Stimmen entschieden sich für eine Enthaltung. Die Enttäuschung in Drabenderhöhe war gross. Der Ratsbeschluss führte dann zu einem „Bierkrieg“ zwischen Bielstein und Drabenderhöhe. Viele Drabenderhöher weigerten sich das Bielsteiner Bier zu trinken und riefen zu einem Boykott auf. Man schenkte zu dieser Zeit in Drabenderhöhe „Tucher-Bräu“ aus. Selbst im Erntezug nahm man sich des Themas mit einem Wagen und der Aufschrift „Den Namen wechselt man nicht wie das Hemd“ an. Allerdings war es nur ein symbolischer Streik, den man nach einiger Zeit beendete, da die Bielsteiner Brauerei nicht Urheber der Umbenennung war. Eine schriftliche Eingabe aller Ortsvereine von Drabenderhöhe gegen die Umbennung machte eine erneute Abstimmung im Januar 1959 notwendig. Dabei stimmten nun 15 Ratsmitglieder für die Umbennung und 2 gegen die Umbennung. Die Drabenderhöher wandten sich an die Bezirksregierung, die eine Umbenennung ablehnte. In der letzten Instanz versuchte man eine Entscheidung über das Innenministerium in Düsseldorf zu erwirken. Mitglieder des Heimatverein Drabenderhöhe und der Drabenderhöher Bürger fuhren zu einem Gespräch nach Düsseldorf, was aber ohne Ergebnis blieb, da das Innenministerium die Angelegenheit an den Oberbergischen Kreis zurückgeben wollte. Im Kreisausschuss fiel die endgültige Entscheidung für Bielstein im August 1959 nur knapp mit 5 zu 4 Stimmen und 2 Enthaltungen aus. Seit dem 06. Januar 1960 hiess es durch den Beschluss der Landesregierung jetzt Gemeinde Bielstein und nicht mehr Gemeinde Drabenderhöhe. Doch der neue Gemeindename hielt sich nur neun Jahre. Im Zuge der kommunalen Neuordnung kam es am 01. Juli 1969 zur Zusammenlegung der Gemeinden Bielstein und Wiehl. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/bielstein_um_1910.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abielstein&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:bielstein_um_1910.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/bielstein_um_1910.jpg?w=200&amp;amp;tok=c55f50&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Bielstein mit der Adlerbrauerei um 1910
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 00:53:21 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Braunswerth</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/braunswerth</link>
            <description>
&lt;h3 id=&quot;braunswerth&quot;&gt;Braunswerth&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Braunswerth ist ein heute zu Engelskirchen gehörender Ortsteil, dessen Einwohner zumeist reformierter Religion waren und sich zum Kirchspiel Drabenderhöhe hielten. Der Ort gehörte zum Amt Steinbach im Herzogtum Berg und bezieht sich auf einen Flurnamen. Werth steht für gewöhnlich für eine Insel in einem fliessenden Gewässer, in diesem Falle die Agger. Vermutlich hat es vor der Errichtung von Gebäuden im 16. Jahrhundert dort noch eine Insel gegeben, die aber vermutlich durch menschliches Eingreifen in die Landschaft entweder verlandet oder eben verschwunden ist.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/oberengelskirchen_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abraunswerth&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:oberengelskirchen_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/oberengelskirchen_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=615e9c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Preussische Katasterkarte von 1828 mit Nachtrag von 1871. Die in rot eingezeichneten Gebäude sind zwischen 1844 und 1869 entstanden. Die durchgestrichenen schwarzen Gebäude wurden abgerissen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die beiden Juristen Dr. Johann Steffens aus Grevenbroich und Dr. Reinhard Hymmen aus Königshoven bei Bedburg, denen auch die Unterkaltenbacher Hütte gehörte, begannen nach 1566 an der Aggerschleife bei Braunswerth „einen selfhammer und hutten“ zu bauen. Zum Betrieb der Wasserräder legten sie einen langen Obergraben an, der sein Wasser aus der Agger bezog. Dies führte zu einem Konflikt mit dem Schöffen des benachbarten märkischen Amtes Neustadt (später Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt), da Fische daran gehindert wurden, flussaufwärts zu ziehen und damit Fischfang dort nicht mehr möglich sei. Bei einer Besichtigung am 03. September 1568 wurde dem Amtmann zugesagt, den Zustand zu verbessern. Neben dem Hammer und der Eisenhütte wurde ein Wohnhaus errichtet, in dem zwischen 1570 und 1580 Dr. Reinhard Hymmen und später um 1612 Hermann Steffens lebte. Nach dem Umzug nach Unterkaltenbach hat die Familie Haus und Hammer vermutlich an den Grafen von Nesselrode verkauft, der wiederum um 1654 das Gut im Tausch für den Hof Gibbinghausen (Kirchspiel Much) an den ursprünglich aus Dattenfeld stammenden bergischen Schultheißen Johannes Saur weitergab. Nach 1612 muss Braunswerth verpachtet worden sein. Im Taufbuch von Engelskirchen finden sich folgende Personen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1648 bis 1653 Johannes Reinhard im „Braunßwerth“&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1652 Johannes Herrschaffts zum „Braunswerth“, Trauzeuge ist der „fürstlich Pfaltzneuburgische Schultheiß zu Much undt nesselradischer Schultheiß zu Overatt“ –  Johannes ist der Stiefsohn von Matthias Weingartt&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1655 Johannes Saur tauft seine Tochter Johanna Dorothea in Braunswerth&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1654 bis 1662 Matthias und Agnes Weingartt im „Braunswerdt“&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1660 Bergvogt Reinhard von Recklinghausen ist Taufpate&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Reinhard von Recklinghausen entstammte einer reformierten Familie aus Eschweiler bei Aachen. Diese Familie hielt über mehrere Generationen in verschiedenen Orten das Amt des Bergvogts inne. Noch vor dem Jahre 1660 zog er nach Braunswerth um, verstarb dann im Jahre 1670 in Gulpen in den heutigen Niederlanden. Die Hütte muss aber bereits in einem schlechten Zustand gewesen sein, wie die Kellnereirechnung des Amtes Steinbach aus den Jahren 1750/51 berichtet: „Hütte und Hammer zu Brunswerth haben Dres Steffens und später der Bergvogt Recklinghausen dermahlen wieder aufgebaut“. Sein Sohn Matthias Gerhard, geboren 1637 in Eschweiler war ebenfalls Bergvogt und aus einem Taufeintrag 1669 geht dann endgültig hervor, dass Braunswerth ein Pachthof war: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
„Herr Mathias Gerhard von Recklinghausen fürstlich neuenburgischer Bergvogt im Fürstetumph Berghe, der Huidt en Braunßwert Paecht“. Engelskirchen war zu der Zeit ein fast rein katholisches Gebiet, wenn man von den Höfen Anfang, Brächen, Büddelhagen und Verr absieht. Die Evangelischen der Engelskirchener Weiler Feckelsberg, Dorn und Oberkaltenbach gehörten zur lutherischen Kirchengemeinde Ründeroth. Daher wurden die Reformierten von Braunswerth nach Drabenderhöhe eingepfarrt. Die fünf Kinder wurden alle in der Kirche zu Drabenderhöhe getauft. Der älteste Sohn Reinhard war später Reidemeister in Dalbenden. Der jüngere Sohn Johann Gerhard war ebenfalls Bergvogt und verlieb in Braunswerth, starb aber schon 1721 und hatte nur eine Tochter und keine männlichen Nachfahren. Die älteste Tochter Anna Getrud von Recklinghausen heiratete den aus Elberfeld stammenden Peter Jakob Wülfing. Er lebte bereits um 1682 in Braunswerth, zog dann aber nach 1686 nach Unterkaltenbach um. Die Grabplatten der beiden sind bis heute an der Kirche zu Drabenderhöhe zu sehen. Die Tochter Helena Margaretha von Recklinghausen heiratete den Kupfermeister und Eisenhändler Heinrich Hoesch aus Stolberg. Die jüngste Tochter Wilhelmina war wohl unverheiratet und zog mit Ihren Eltern auf das Gut Bellinghausen in der Herrschaft Homburg. Tochter Apollonia Magdalena von Recklinghausen heiratete um 1697 Jacob Heinrich Schnabel. Damit ging dann Braunswerth an die Familie Schnabel über, die es vermutlich dann im Laufe des 18. Jahrhunderts gekauft hat. Jacob Heinrich Schnabel war „Hammerherr“ und stammte aus dem Kirchspiel Nümbrecht. Zwischen 1698 bis etwa 1711 lebte die Familie in Haus Vogelsang, einem Pachthof im Kirchspiel Much. Seitdem blieb Braunswerth für fast 140 Jahre in Familienbesitz. Der Sohn Heinrich Schnabel war Papierhändler und Papierfabrikant und wurde Namensgeber der alten Quirlsmühle (heute Schnabelsmühle) bei Bergisch-Gladbach. Der Sohn Jacob Diederich Schnabel führte das Unternehmen als Vogt in Braunswerth weiter. Das Gut erbten wiederum seine Söhne, der Doktor der Rechte, sowie Kauf- und Handelsmann Friedrich Heinrich Schnabel und der Kaufmann und Reidemeister Johann Wilhelm Schnabel. Die Tochter von Friedrich Heinrich Schnabel, Friederike Charlotte heiratete Samuel Mumm, einem Kauf- und Handelsmann aus Elberfeld. Deren Tochter Auguste erbte deren Anteil an Braunswerth und heiratete Ferdinand Liesendahl, einem Kaufmann aus Burscheid. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahr 1804 berichete Bergrat Eversmann über Braunswerth: „ Das Bunschwerther Werk bey Engelskirchen an der Acher besteht aus einem Stabfeuer neben dem noch 2 Bandhämmer liegen. Das Stabfeuer wird von Bergischen nur sehr schwach getrieben, die Kohlen kommen aus der Nachbarschaft. Noch liegen zu Engelskirchen zwey einfach Stabhämmer neben der Hütte, davon gehört einer dem Schnabel zu Brunswerth, der andere Fink am Rommersberg. Es sind Zweymalschmelzer. Sie erhalten das Roheisen von der Engelskirchener Hütte, die Kohlen aus der Nachbarschaft, und haben ihren Absatz ebenfalls nach Remscheid.“ Wie Einwohnerzahlen belegen, blieb Braunswerth ein kleiner Ort: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 Hof mit 20 Einwohnern und 2 Eisenhämmer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 Hof mit 23 Einwohnern, 2 Eisenhämmer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 Hof und Fabrikanlage mit 58 Einwohnern, davon 34 Katholiken und 24 Evangelische, 4 Häuser&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1849 Hof mit 2 Eisenhämmern und 1 Ölmühle mit 42 Einwohnern&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 Hof mit 60 Einwohnern, Eisenhämmer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/ermen_engels.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abraunswerth&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:ermen_engels.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/ermen_engels.jpg?w=200&amp;amp;tok=e2fa8e&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Baumwollspinnerei Ermen &amp;amp; Engels
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seit 1871 wird Braunswerth nicht mehr als eigenständiger Ort gelistet.Im Jahre 1837 gründete Friedrich Engels senior aus Barmen zusammen mit dem in Manchester ansässigen Fabrikanten Peter Albert Ermen die Firma „Peter Ermen &amp;amp; Co.“, die 1838 in „Ermen und Engels“ umbenannt wurde. Sie beabsichtigen zunächst im Unterbarmen eine Textilfabrik in Form einer Spinnerei zu errichten. Doch entschloss sich Engels im April 1837 das Hammerwerk in Braunswerth mit der anhaftenden Wassergerechtsame von den Eheleuten Friedrich Ferdinand Christoph Schnabel und Franz Ferdinand Liesendahl zu Braunswerth zu kaufen. Das Grundstück war deutlich günstiger als das in Barmen, zudem verfügte die eher ärmliche Gegend um Engelskirchen ein günstiges Potenzial an Arbeitskräften und es stand genug Raum für Erweitungsmöglichkeiten zur Verfügung. Am 01. Juli 1837 gründete man die Firma „Baumwollspinnerei Ermen &amp;amp; Engels in Manchester und Engelskirchen“ und begann in Braunswerth mit der Errichtung erster Industrieanlagen. Bereits 1844 konnte man die Produktion aufnehmen. Ab 1885 übersiedelte der Firmensitz dann nach Engelskirchen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/villa_braunswerth_1860.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abraunswerth&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:villa_braunswerth_1860.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/villa_braunswerth_1860.jpg?w=200&amp;amp;tok=d9ab9c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Villa Braunswerth um 1860
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vertreter der Firma in Engelskirchen wurde Gottfried Anton Ermen, der mit seiner Familie ab 1841 in Braunswerth lebte. Die Familie Ermen war ebenfalls refomierten Bekenntnisses und fünf seiner Kinder wurden in Drabenderhöhe getauft. Im Jahre 1844 zog die Familie dann auf das Gut Alsbach um, was deutlich repräsentativer war als das alte Gebäude in Braunswerth. Die Häuser und Anlagen dort wurden nach und nach abgerissen und es entstand für die Familie des Friedrich Engels senior 1855 nach den Plänen des Barmer Architekten Christian Heiden die im klassizistischen Stil erbaute Villa Braunswerth mit einem großzügig vom Düsseldorfer Gartenarchitekten Joseph Clemens Weyhe angelegten Park. Später haben dort seine Söhne Emil und Hermann gelebt. Friedrich Engels jun. verfasste dort einen Teil seines Werkes „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“. Er wurde als Philosoph und Gesellschaftskritiker bekannt und publizierte zusammen mit Karl Marx das Kommunistische Manifest. Peter Albert Ermen schied aus dem Unternehmen in Engelskirchen am 20. Mai 1852 aus, sein Bruder Gottfried Anton führte die Baumwollspinnerei noch bis zum 31. Dezember 1856 auf gemeinschaftliche Rechnung mit Friedrich Engels fort. Danach war Friedrich Engels alleiniger Teilhaber des Unternehmens. Die Familie bewohnte Braunswerth bis 1979, als das Unternehmen liquidiert worden ist. Hermann Engels IV. war der letzte Geschäftsführer, der im Jahre 2012 mit 79 Jahren verstarb und war der Ur-Ur-Enkel des Firmengründers Friedrich Engels. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/engelskirchen_villa_braunswerth.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abraunswerth&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:engelskirchen_villa_braunswerth.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/engelskirchen_villa_braunswerth.jpg?w=200&amp;amp;tok=cd7f18&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Villa Braunswerth auf einer Postkarte
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Baumwollspinnerei vergrösserte sich zusehends, insbesondere entstand der heutige Baukörper zwischen 1866 und 1869 nach englischem Vorbild mit einer gusseisernen Innenkonstruktion. Es wurden immer mehr Arbeitsplätze geschaffen, was vor allem evangelische Zuwanderer anlockte. Braunswerth blieb bis 1850 Teil der Kirchengemeinde Drabenderhöhe und wurde dann nach Ründeroth eingepfarrt. Friedrich Engels war besonders engagiert, eine selbstständige evangelische Kirchengemeinde in Engelskirchen zu gründen und stiftete bei seinem Tod im Jahre 1860 2500 Thaler. Am 11. Februar 1862  wurde der erste Gottesdienst im Speisesaal der Baumwollspinnerei abgehalten. Die Kirche wurde am 10. November 1867 eingeweiht und die Pfarrgemeinde am 01. Januar 1868  gegründet. Im selben Jahr wurde auch das Gebäude der evangelischen Privatschule und das Pfarrhaus fertiggestellt. Als geschlossenes Bauensemble stehen die Villa, der Park, das Gewächshaus, das Kutscherhaus, die Fabrikgebäude mit Wasserkraftzentrale, Wollager, sowie Schreinerei und Schlosserei und die Kirche mit Pfarr- und Schulhaus, wie zwei Fachwerkhäusern unter Denkmalschutz. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/engelskirchen_1918.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Abraunswerth&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:engelskirchen_1918.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/engelskirchen_1918.jpg?w=200&amp;amp;tok=1cef2f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Blick auf Engelskirchen 1918
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Mon, 23 May 2016 00:05:23 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Die Leuscherather Mühle</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/leuscherath</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;die_leuscherather_muehle&quot;&gt;Die Leuscherather Mühle&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Leuscherath liegt etwa 3 km südlich von Drabenderhöhe und wurde als Rodungshof in der Besiedelungsphase des Bergischen Landes nach 800 n. Chr. gegründet. Der Name geht auf das althochdeutsche „luzzil“ und mittelhochdeutsche „lützel“, welches für „klein“ steht, also der kleine Rodehof, zurück. Bereits im Mittelalter handelte es sich dabei um ein adeliges Gut mit einer kleinen Motte. Im Jahre 1378 wird Leuscherath das erste Mal urkundlich erwähnt, als Johan von Geyvertzhain, genannt Lutzenroide mit den anderen Helfern Symon und Wilhelm von Ißengarden (Isengarten, ehemalige Burg bei Waldbröl) in einer Fehde mit der Stadt Köln standen. Die Familie von Gevertzhagen stammt aus dem im Westerwald in der früheren Grafschaft Sayn liegenden Gebhardshain und nannte sich seither mit einem Zusatz nach ihrem Sitz Leuscherath. Seit Anfang des 15. Jhd. bezogen die von Lützerode den zwölften Teil aus der Hälfte des Mucher Zehnten. Laut den Akten des Klarissenklosters in Köln wurde dieser Zehnte bis 1715 erhoben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1440 wird ein Albrecht von Gevertzhaen genannt von Lützenrode zu Schönstein genannt. Zwischen 1512 und 1543 erscheint in den Urkunden ein Ritter Bertram von Lützenrode, Herr zu Clyff und war Amtmann zu Blankenberg. Leuscherrath gehörte damals politisch zum bergischen Amt Windeck und lag in der Honschaft Bonrath. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bereits um 1575 wird auf der Mercatorkarte eine Mühle „in der Brechtersaidt“, also am Becher Suthbach erwähnt. Diese Mühle wird ebenfalls in den Siegburger Verträgen von 1604 zur Grenzregulierung zwischen dem Herzogtum Berg und der sayn-wittgensteinischen Herrschaft Homburg als „Oligs Mhull“ (Ölmühle) erwähnt. Die Mühle gehörte, ebenso wie ein Gut in Niederbonrath zum Rittersitz Leuscherath.
Im Jahre 1615 erscheint die Ölmühle in den Homburgischen Renteirechnungen. Dort heißt es, dass die Mühle zur Hälfte im Herzogtum Berg lag. Die Einahmen der Mühle wurden von einem „Heitta in der Bech“ bezahlt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach der Familie von Lützenrode, war ein Adolph von Katterbach, Amtmann zu Porz,  der Besitzer. Seine Tochter heiratete 1650 den Freiherrn Matthias von Nagel. Sie brachte das Gut als Mitgift in den Besitz der Familie von Nagel. 1652 beantrage Freiherr von Nagel die Aufnahme als Abgeordneter der Ritterschaft in den bergischen Landtag. Dies wurde 1653 bestätigt und das Gut Leuscherath stieg zu einem adeligen Sitz auf. 1694 wurde das Gut samt Mühle und dem zwölften Teil an der Hälfte des Mucher Zehnten von Georg Adolf von Nagel an den damaligen  Pächter, Kaufmann und Großhändler Peter Jacob Wülfing veräussert. Wülfing war reformierten Glaubens, gehörte der Drabenderhöher Kirchengemeinde an und wohnte mit seiner Frau Anna Gertrud von Recklinghausen in Unterkaltenbach. Ursprünglich stammt er aus Elberfeld und wurde 1662 geboren. Er ließ das Gebäude neu errichten. Davon zeugt eine Wappenplatte beider Familien aus dem Jahre 1694.  Wülfing wurde 1706 erschlagen und im Chor der Kirche zu Drabenderhöhe beerdigt. An der Drabenderhöher Kirche erinnern noch die Grabplattten des Ehepaars an die Familien Wülfing und von Recklinghausen. 
Mit seinem Tod erbten die Töchter und ein Sohn Leuscherath. Anna Elisabeth Wülfing heiratete Conrad Pütter, der die Grube „Schmale Kaule“, später Aurora bei Oberdorf betrieb. Er war Gießereibesitzer und stammte aus einer Bürgermeisterfamilie aus Iserlohn.  Die Tochter Anna Catharina Wülfing heiratete Conrads Bruder Heinrich Johannes Pütter und verzog nach Iserlohn. Wülfings Sohn Peter Matthias Justus war Richter und ging nach Hagen. Beim Tod seines Vaters war er erst zwei Jahre alt. Später erbte Johann Peter Heß, Ehemann von Anna Katharina Wilhelmina Pütter, die Tochter von Conrad Pütter, das Anwesen. Sein Sohn Christian Heß ist 1808 als Schöffe und 1810 als Munizipialrat zu Much erwähnt. Seine Nachkommen lebten bis in die 1920er Jahre in Leuscherath. Im 19. Jhd. scheint das Anwesen verfallen zu sein. Die Mühle war noch bis Ende der 1890er Jahre in Betrieb. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/img570.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aleuscherath&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:img570.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/img570.jpg?w=200&amp;amp;tok=cb8127&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Die Leuscherather Mühle
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Diese brannte dann aus und es verblieb nur der Mühlenteich, die man auch Leuscherather Klus nennt. Die Wülfingsche Wappenplatte gelangte dann später in den heutigen Gasthof in der Herferather Mühle. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Leuscherath war immer ein sehr kleiner Weiler geblieben. Im Jahre 1809 zählte der Ort 20 Einwohner, davon noch 1 Person reformierter Religion. 1843 waren es immer noch 20 Personen, alle katholisch in 4 Häusern, 1868 blieb es bei 20 Einwohnern, 1885 existieren 5 Häuser mit 26 Einwohern, 1900 waren es dann 24 Personen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es ranken sich noch einige Legenden um die alte Mühle. Von Peter-Josef Heß, dem damligen Besitzer der Mühle, wurde diese überliefert. „Hess, der mit großer Liebe der Jagd oblag, war wieder einmal auf einem Pirschgang, als er einen schweren Hasen an einer Hecke wahrnimmt. In der Hoffnung, rasch einen fetten Braten in seine Jagdtasche zu bekommen, schlägt er seine Pannenflinte an und schießt. Doch was ist das, der Hase ist plötzlich vom Erdboden verschwunden, obwohl er nach dem Ermessen des Jägers unbedingt tot auf der Strecke liegen mußte. Der Jägersmann untersucht die Runde und kommt hinter die Hecke. Hier gewahrt er zu seinem Grausen in der Schußrichtung sitzend eine alte Frau die sich in den Haaren kratzt. „Oha, eine Hexe, die sich den den Hasen verwandelt hatte“. Das ist die überzeugte Feststellung des Jägers, der sich in aller Eile aus dem Staube macht, ohne die unheimlichen Dinge näher zu untersuchen.“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein Geheimnis schwebt um die Mühlenheide. Die Geschichte wurde nur spärlich von alten Leuten überlieftert: „In den Jahren 1796/97, als die hiesige Gegend unter den damligen Kriegswirren viel Leid erfahren mußte und plündernde, brandschatzende und mordende Horden die Bevölkerung in ständige Angst und Schrecken versetzte, kommt der Späher ein marodierenden Truppe über Leuscherath und fordert von einem Bauern Aufschluß über die umliegenden Gehöfte. Der Bauer, ergrimmt über die seinen Freunden und Bekannten wiederfahrene Unbill, faßt den finsteren Fremdling scharf ins Auge, schwingt die Hacke und löscht ihn aus. Auf der Mühlenheide schaufelt er ihm ein Grab. Verweht ist das Grab. Knorrige Kiefern recke ihre Häupter gegen den Bergrücken, rotleuchtende Heide blüht an den freien Plätzen unter dem Schatten der Föhren. Rauscht aber der Sturmwind über die Mühlenheide, dannt raunt er von dem Freiheitsdrang des Deutschen Volkes seit uralter Zeit.“
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Thu, 28 Feb 2019 23:42:36 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Molbacher Mühle</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/molbacher_muehle</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;molbacher_muehle&quot;&gt;Molbacher Mühle&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Molbach entspringt oberhalb von Forst im Bereich der Fluren „Am Börnchen“, „Oberm Börnchen“ und „Im Kiefacker“ am Südabhang des Giersberg, der heutigen Hohen Warte unterhalb der Alten Zeithstraße. Der Bach durchfließt ein Waldgebiet und mündet nach etwa zwei Kilometern in die Wiehl. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es gibt noch zwei weitere Quellbäche mit dem Namen Molbach. Der eine entspringt in der Flur „Auf dem Windel“ (Gelände des Park &amp;amp; Ride Parkplatzes), der andere in der Flur „Im Stollenberg“ am Nordabhang des Hipperich. „Auf dem Windel“ kann mit Windbühl übersetzt werden und bedeutet windiger Hügel. Der Flurname taucht bereits in der Mercatorkarte von 1575 als „Eerle Läg am Wendelen“ (Die Erle als Grenzzeichen am Windel). Das Quellgebiet wurde mit der Autobahnauf- bzw. abfahrt überbaut und der Bach taucht in der Flur „In den Bruchwiesen“ auf der Oberfläche auf. „Im Stollenberg“ befand sich früher ein Eisenbergwerk. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Gewässer bildete seit Jahrhunderten die Grenze zwischen der Reichsherrschaft Homburg und der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt. Später trennte der Molbach die Gemeinden Drabenderhöhe und Ründeroth bis 1969 die kommunale Neuordnung den unteren Bachbereich bis zur Mündung der Gemeinde Ründeroth, seit 1975 Engelskirchen zugeschlagen wurden. Der Mittellauf ist bis heute Grenze zwischen Engelskirchen und Wiehl. Der Oberlauf, der vom „Auf dem Windel“ herunterkam bildete ebenfalls die Grenze, ist heute aber aufgrund der Autobahnüberbauung nicht mehr vorhanden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bereits das Homburgische Grenzweistum von 1474 nennt den Molbach als Grenze. So heißt es: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;der selben kirch guede (Auf dem Kirchenfeld) van Wiele lygent zo maile (im ganzen) Im Lande van Hoymberg und daz laich (Grenze) gett vort van der kirchen guede bis uff der Mailbach (Molbach) und dan vort die Mailbach aeben bis uff den Weelpoel (Wiehlpuhl)&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf der bekannten Mercatorkarte von 1575 findet sich der Molbach als &lt;em&gt;„Die Maelbach“&lt;/em&gt;. Die Vokale „i“ und „e“ müssen in den historischen Dokumenten und Karten als rheinischen Dehnungsvokal ausgesprochen werden. In der preußischen Uraufnahme der Katasterkarten im Jahre 1832 heißt es &lt;em&gt;„Der Mahlbach“&lt;/em&gt;.  Erst in späterer Zeit muss es zur Umbenennung in Molbach gekommen sein, wohl im Hinblick auf die homburgische mundartliche Aussprache des Namens. Der Name kommt vom mittelhochdeutschen „māl“, was für eine Grenzbezeichnung steht. Übersetzt heißt Molbach nichts anderes als der Grenzbach. Das Tal selbst war bis ins 20. Jahrhundert, sieht man vom Ort Forst ab, unbewohnt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/molbach.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Amolbacher_muehle&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:molbach.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/molbach.jpg?w=400&amp;amp;tok=b915d9&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Mercatorkarte von 1575
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erst im Jahre 1848 wird von der Errichtung einer Mühle berichtet. Das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Köln beschreibt: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;„Die Frau Wittwe Johann Heinrich Kauert zu Forst beabsichtigt auf dem ihr eigenthümlich zugehörigen in Flur 27 unter Nr. 449 gelegenen Grundstück der Gemeinde Weyershagen am Mahlbach, eine Knochenstampfe und Schneidmühle mit oberschlägigem Getriebe nebst einem Sammelteich anzulegen und zwar den letzern auf dem Terrain der Gemeinde Ründeroth in Flur 30 Grundstücks Nr. 297 und 298; worüber der Situations-Plan dahier zu Jedermanns Einsicht offen liegt. Nach Vorschrift des § 28 der Allgemeinen Gewerbe-Ordnung und einer Verfügung Königlicher, Hochlöblicher Regierung zu Köln vom 6 ds. B II 67, wird dieses Project mit der Aufforderung zur öffentlichen Kenntniß gebracht, etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen einer Präclusis-Frist von 4 Wochen bei dem Unterzeichneten anzumelden. Bielstein, den 15. Januar 1848. Der Bürgermeister von Drabenderhöhe Möller.“&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bei der Witwe handelt es sich um Wilhelmina Sybilla Henrietta Kauert, geboren am 15.02.1786 in Jennecken und gestorben am 17.06.1852 in Forst. Sie heiratete am 04.01.1809 den Reidemeister und Municipalrat Johannes Heinrich Kauert, geboren am 28.03.1774 in Forst, gestorben am 18.03.1833 in Forst. Ihr Grabstein existiert noch heute und befindet sich auf dem Ehrenfriedhof in Drabenderhöhe. Nach dem „Adressbuch der Kaufleute, Fabrikanten und Gewerbsleute in Rheinpreussen und Westphalen 1865“ betrieben J. H. Kauerts Erben in Forst eine Knochenstampfe. 
Dabei hat es sich um die Kinder der beiden gehandelt haben:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Friedrich Kauert,  Presbyter der Kirchengemeinde Drabenderhöhe, kaufmännischer Leiter, 1858 als Besitzer der Gruben „Bruchberg und Herkules“ (Consolidationsmittel, mit Wilhelm Feller und Peter Herhaus) und „Stollenberg“ gelistet, Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Lisetta Kauert, Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Friedrich Wilhelm, Ökonom und Reidemeister in Obermiebach &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Friedrich Albrecht Ferdinand Kauert, Fuhrmann und Landwirt in Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Carl Kauert, Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Eduard Kauert, kaufmännischer Leiter und Landwirt in Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Im Kaufmännischen Adreßbuch für die Rheinprovinz werden 1884 die Gebrüder Kauert in Forst als Besitzer einer Knochenmühle und einer Kalkbrennerei genannt. Die Kalkbrennerei befand sich in Weiershagen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/molbacher_muehle.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Amolbacher_muehle&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:molbacher_muehle.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/molbacher_muehle.jpg?w=400&amp;amp;tok=88d0ec&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Lage der Mühle (Ausschnitt Preußische Kartenaufnahme 1891 bis 1912, 1:25.000)
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach einer Kauertschen Familienchronik kümmerte sich Carl Kauert bis 1890 um die Knochenmühle, als auch um die Kalkbrennerei.  Er wurde am 29.04.1820 in Forst geboren und starb am  22.12.1902 in Forst. Wie seine Brüder und auch seiner Schwester bis auf Christian Friedrich Wilhelm blieb er unverheiratet. Nach 1890 wurden Knochenmühle und Kalkbrennerei verkauft. In der Königlichen Preußischen Kartenaufnahme von 1894 wurde die Mühle aufgenommen. Wer die Mühle gekauft hat, wie lange diese noch betrieben wurde und wann sie abgerissen wurde ist bisher noch nicht ermittelt worden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand am Unterlauf des Molbachs auf dem Gemeindegebiet von Ründeroth der Ort Molbach, der 1935 40 Einwohner hatte. Heute gehört Molbach zu Wiehlmünden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach der 1998  von Herbert Nicke erschienenen Publikation „Bergische Mühlen“  sollen „die Wasseranlagen der Mühle bei genauem Hinsehen im Gelände noch erahnt werden können.“ Er beschreibt sie als Pulvermühle, was aber aus heutiger Sicht nicht korrekt ist. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Tue, 28 May 2024 18:39:10 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Silberkaule</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/silberkaule</link>
            <description>
&lt;h3 id=&quot;silberkaule&quot;&gt;Silberkaule&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Die Silberkaule ist ein altes Grubengebiet und ehemalige Siedlung in der Nähe der alten Brüderstrasse im Waldgebiet des Hecks unterhalb des Großen Heckbergs, in der Gemeinde Engelskirchen. Die Grube liegt etwa 3 km nordwestlich von Drabenderhöhe und 3,5 km südöstlich des Engelskirchener Ortsteils Loope am Berghang und im Tal des Heckbaches.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Schon im Mittelalter wurde nach Silber, Eisen-, Blei- und Zinkerz gegraben, dass unterstützen auch archaölogische Untersuchungen. Auf der Anhöhe des Heckberges verläuft ein 600 Meter von Ost nach West verlaufender Pingenzug. Eine Pinge ist eine keil-, graben- oder trichterförmige Vertiefung auf der Bodenoberfläche und weist auf Bergbautätigkeiten hin. Eine Pinge entsteht durch den Einsturz eines Tiefbaustollens. Oberhalb dieses Pingenzuges wurde eine Knappensiedlung mit 32 Häusern unterschiedlicher Größe aus dem 13. Jhd. ausgegraben. Heute sind auch noch die mittelalterlichen Abraumhalden am Rande eines Wanderweges zu sehen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=6c247a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Grube Silberkaule, Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der einzige Stollen, der zur Bewetterung und Entwässerung der Gruben diente, mündete im Bereich der ehemaligen Bergknappensiedlung Silberkaule. Das Erz wurde in der Verrer Hütte am oberen Loopebach verhüttet. Keramikfunde datieren diesen Floßofen in das 16. Jahrhundert. Die Verrer Hütte befand sich im Mündungsbereich des Sungsiefen in den Loopebach und auch ein Flurname „Auf der Verrer Hütten“ verweist dort auf den alten Floßofen. Die Archäologie konnte im Bereich des Loopebaches und seiner Seitentäler von Verr bis zum Dönselberg 5 Verhüttungs- und 18 Rennfeueranlagen nachweisen. Dazu kommen noch 5 Rennfeueranlagen im Schimmelhau und weitere Verhüttungs- und Rennfeueranlagen im Pühlenbach- und im unteren Loppetal. Die Reste eine Verhüttungsanlage mit Schlackeresten kann man unterhalb Verrs im Wald noch sehen. Da die Anlagen in den preussischen Urkatastern nicht mehr erscheinen, müssen sie sehr alt sein. Das Gebiet steht allerdings unter Naturschutz und die empfindliche Ökologie sollte daher nicht gestört werden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_1_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:silberkaule_1_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_1_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=d08a58&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wann der der Grubenbetrieb ein erstes mal aufgegeben wurde, ist heute unklar. Die erste Verleihung auf den Namen Silberkaule erfolgte 1835 an die Morsbacher Hüttengewerkschaft. Trotz guter Aufschlüsse musste der Betrieb 1844 wieder aufgegeben werden, weil es Schwierigkeiten mit der Wasserhaltung gab. 1863 erwarb die Westerwald Rheinische Bergwerksgesellschaft die Grube. Doch bereits ein Jahr später wurde sie an die Rheinisch-Nassauische Bergwerksgesellschaft wieder verkauft, die 1868 den Betrieb wieder aufnahm. In der Zeitung für Berg-, Hüttenwesen und Industrie „Der Berggeist“ wurde am 15. April 1864 folgender Artikel veröffentlicht: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;„Auf Anstehen der Herren Theodor Vagedes, Advocat-Anwalt zu Köln, und Wilhelm Krauss, Kaufmann zu Bensberg, als definitive  Syndike des Fallimentes er Westerwald-Rheinischen Bergwerks-Gesellschaft unter der Firma August Eyckholt und Compagnie zu Köln, sowie auf Grund der Rathskammer-Beschlüsse des königlichen Landgerichtes zu Köln vom 03. April 1862 und 08. Januar 1864 sollen die nachstehenden Immobilien, Gruben und Muthungen öffentlich versteigert und auch unter den Taxen zugeschlagen werden, nämtlich: ….26) Die Grube Silberkaule bei Heckhaus, Kreis Wipperfürth, zur Gewinnung von Zink-, Blei- und Kupfererzen und Schwefelkies. Von dieser Grube zwei Dritttheile, Taxe 10.000 Thaler. 27) Die Muthung Venus mit dem Fundpunete auf der östlichen Fortsetzung des Silberkaule Ganges, Taxe 200 Thaler…“&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_2_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:silberkaule_2_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_2_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=174180&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es entstand ein Bergwerk mit einem 206 Meter langen Stollen mit den drei Schächten Mals, Baur und Carl Paula, sowie fünf Tiefbausohlen mit zusammen 3700 Metern Streckenauffahrung und einer Abbauhöhe von 180 Metern. Eine Erzaufbereitungsanlage befand sich am Heckbach im Tal. Ein halbes Jahrhundert war die Grube ein wichtiger Arbeitgeber. Es entstand eine kleine Grubensiedlung, in der ganze Familien lebten. Im Bericht „Der Bergwerksbetrieb im Preuss. Staate im Jahre 1869“ der Zeitschrift für das Berg- Hütten und Salienwesen in dem Preussischen Staate wurde folgendes für das Jahr 1868 veröffentlicht: „Der Tiefbauschacht der Grube Silberkaule  15 Lchtr. (Lachter/ca 31,39 Meter) unter dem Stollen im Gange, welcher 12 Zoll derbe Bleisenerze führt, niedergebracht“. Aus dem Bericht von 1870 geht hervor, dass die Grube 1869 bereits 4386 Ctr. (Zentner, entsprechen 2193 Tonnen) Erze abgebaut wurden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_3_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:silberkaule_3_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_3_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=d1adf0&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Kirchenbuch Drabenderhöhe ist ein Johann Ernst August Bilke verzeichnet, der 1837 im Silberbergweck Heck lebt. Er schwängerte Maria Elisabeth Marsch und bekannte sich vor Bürgermeister und Pfarrer zu dem Kind. Die Hochzeit wurde zwar bekannt gegeben, aber er verliess seine Braut vor der Heirat und liess sie mit dem kleinen Wilhelm allein. Danach scheint das Bergwerk unbewohnt zu sein, bis die ersten Wohnhäuser in der Miene entstanden. Ab 1878 lebt Emil Lingor, von Beruf Steiger, in der Silberkaule. Er heiratet 1879 in Drabenderhöhe. Karl Friedrich Wilhelm Hardt, ebenfalls Steiger heiratet 1882 in der Kirche zu Drabenderhöhe und lebt mit seiner Familie in Silberkaule. Der Bergmann Wilhelm Leber hat dort mit seiner Familie 1889 seinen Wohnsitz. Zur selben Zeit begegnen wir dem Obersteiger Philipp Jacob Hennemann und seiner 9-köpfigen Familie. Die Steiger und Obersteiger waren auch in der Elitevereinigung „Die Eintracht“ in Drabenderhöhe organisiert. Als Gründungsmitglieder sind aus Silberkaule dort ein Herr Glassmann, ein W. Preiss und ein Johann Müller vermerkt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit dem Wiederaufleben des Bergbaus entstand ganz in der Nähe in Heckhaus eine Gastwirtschaft, die von Christian Klein und seiner Familie betrieben wurde. Er gehörte ebenfalls zur evangelischen Kirchengemeinde Drabenderhöhe, obwohl Heckhaus, wo nur ein Haus stand, bereits zur Gemeinde Much gehörte. Die Gastwirtschaft wurde wohl mit Schliessung der Grube aufgegeben. In einem preussischen Adressbuch von 1901 sind dort noch die Witwe Johannes Haeger als Ackerin und Wilhelm Kreuzer als Jagdaufseher vermerkt. Die Familie Klein zog nach der Schliessung der Grube nach Scheidt zurück und führte dort den Gasthof Klein weiter. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_4_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:silberkaule_4_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/silberkaule_4_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=a06e54&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis 1881 wurden 16888 Tonnen Bleierz und 232 Tonnen Zinkerz abgeschürft. In den Jahren 1882 bis 1890 waren es 13737 Tonnen Bleierz und 251 Tonnen Zinkerz. Danach sank die Ergiebigkeit der Grube. Abgebaut wurden zwischen 1891 bis zur Schliessung nur noch 1443 Tonnen Bleierz und 60 Tonnen Zinkerz. Damit war der Betrieb unretabel geworden und wurde endgültig 1896 aufgegeben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als der Grubenbetrieb eingestellt wurde, versetzte man das in der Silberkaule stehende Obersteigerhaus im Jahre 1896 nach Obermiebach, ein weiteres Wohnhaus wurde in den Drabenderhöher Ortsteil Anfang versetzt und später von den Geschwistern Voss bewohnt. Alle industriellen Anlagen wurden abgerissen. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Im Flurstück „Im rothen Suth“ befindetet sich noch eine große Abraumhalde, sowie alte Waschhalden. Das Grubengelände ist heute ein eingetragenes Bodendenkmal der Gemeinde Engelskirchen. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Sat, 26 Aug 2017 17:36:09 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Kaltenbach</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiterehoefe/unterkaltenbach</link>
            <description>
&lt;h1 class=&quot;sectionedit1&quot; id=&quot;kaltenbach&quot;&gt;Kaltenbach&lt;/h1&gt;
&lt;div class=&quot;level1&quot;&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h3 id=&quot;unterkaltenbach_niederkaltenbach&quot;&gt;Unterkaltenbach (Niederkaltenbach)&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Unterkaltenbach ist ein Weiler, der in der Nähe der Einmündung des Kaltenbachs in die Agger liegt und heute zum Engelskirchener Ortsteil Hardt gehört. Im Mittelalter besass die Siegburger Abtei Sankt Michael das Gut, welches im 14. Jahrhundert ein Adolf von Kaltenbach zum Lehen trug. Im Jahre 1370 erteilte die Abtei die Belehnung Rutger vom „Nuwenhoue zur Lyen“, der einem ursprünglich westfälischen Adelsgeschlecht angehörte, welches im Haus Ley bei Ründeroth sesshaft wurde. 1413 wird das Gut in einer Aufstellung für den Fronhof Lindlar als „Schleus Kaldenbach“ genannt. In den bergischen Ritterzetteln wurde es seit 1555 als Adelssitz geführt. Nach 1565 errichtete Johann von Neuhof, genannt Ley einen neuen unweit des alten Burghauses gelegenen Bau, der von einem Wassergraben umgeben war. Das alte Gut Niederkaltenbach scheint nach 1585 verfallen zu sein. Die Familie von Neuhof war auch am Abbau und der Verhüttung von Eisenerz beteiligt. Kaltenbach war schon seit dem Mittelalter als einer der wichtigen Bergbauregionen im Oberbergischen Land bekannt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Eisenschmelzhütte befand sich zwischen Unter- und Oberkaltenbach, ungefähr an der heutigen Autobahnbrücke am Kaltenbach. Mitte des 16. Jahrhunderts legten die aus Annaberg in Sachsen stammenden Brüder Michael und Veltin Feige mit der Einwilligung der Grundherren in Oberkaltenbach auf der bergischen Seite ein Bergwerk an. Die von Neuhofs beteiligten sich mit einem Kredit, der in Form von Lieferung von Eisenstein getilgt werden sollte. Doch Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten beschlossen sie im Jahre 1564 die beiden kapitalstarken Juristen Dr. Johann Steffens aus Grevenbroich und Dr. Reinhard Hymmen aus Königshoven bei Bedburg am Unternehmen zu beteiligen. 1570 ging die Grube dann in den alleinigen Besitz der Doktoren über. Allerdings kam sie mit den Bergbautätigkeiten der Familie Neuhof in Konflikt, woraus ein mehrere Jahre langer Rechtsstreit sich entwickeln sollte. Der Sohn von Johann Steffens, Johann Steffens der Jüngere heiratete 1595 Agnes, die Tochter von Johann von Neuhof, genannt Ley zu Kaldenbach. Somit gelangte die Familie Steffens dann in den Besitz des Hauses Unterkaltenbach. Johann Steffens der jüngere war der erste, der den Beinamen „Pensen, zu Caldenbach“ trug. Vermutlich geht hier auch der Familiename Penz hervor. 1656 tritt die Familie das Gut dann an Graf Johann Adolf von Schwarzenberg ab, dem Herrn der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt. Es wurde dann als Pachthof weitergeführt. Allerdings schien es nicht mehr in einem guten baulichen Zustand zu sein, denn 1665/1666 musste die zerfaulte Brücke erneuert werden und 1688/1689 renovierte man das Wohnhaus und erbaute eine neue Scheune. Im Jahre 1700 brannte das Anwesen mitsamt den anliegenden Stallungen ab. Es musste mit 833 bzw. 283 Reichthalern wieder aufgebaut werden. Dabei handelt es sich dann um das Gebäude, welches heute noch vorhanden ist. 1811 verkaufte Johann Ludwig Reichgraf von Walloden-Gimborn Unterkaltenbach mit der alten Neuhoffschen Eisenschmelzhütte für 3500 Reichsthaler an den Elberfelder Kaufmann Köhler. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/p1040681.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:p1040681.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/p1040681.jpg?w=200&amp;amp;tok=1f9bda&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Burghaus in Unterkaltenbach
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Drabenderhöhe steht mit Unterkaltenbach mit einem bekannten Kirchspielangehörigen in Verbindung. Peter Jakob Wülfing wurde 1662 als Sohn des Kaufmanns Peter Wülfing aus Wuppertal-Elberfeld geboren. Er kam als junger Mann zunächst nach Braunswerth. Dies belegt ein Eintrag aus dem Engelskirchener Kirchenbuch, wo er als Taufpate 1682 aufgeführt wird. Er war allerdings reformierter Religion. Am 21.09.1684 heiratete er Anna Gertrud von Recklinghausen, die Tochter des Bergvogts Matthias Gerhard von Recklinghausen aus Braunswerth. 1689 pachtete Peter Jakob Wülfing die Unterkaltenbacher Hütte und zieht auf das Gut um. Wie aus den Archiven von Schloss Gimborn hervorgeht, zahlte er eine jährliche Pacht von 45 Reichsthalern, die 1689/90 auf 48 Reichsthaler, 36 Albus und 1706/1707 auf 48 Reichsthaler und 54 Albus stieg. Zudem war der Kaufmann und Stückgiessereibesitzer Wülfing auch Pächter des Gutes und der  Mühle zu Leuscherath, welche er 1694 mit den Einnahmen des zwölften Teiles des Mucher Zehnten kaufte. Peter Wülfing hatte insgesamt sechs Kinder, wobei drei schon im Kindesalter verstarben. Sohn Peter Matthias Wülfing wurde Richter und zog nach Hagen. Die beiden Töchter heirateten in die ebenfalls refomierte aus Iserlohn stammende Familie Pütter ein. Eine weitere Tochter Helena Wülfing war mit dem Schultheißen des bergischen Amtes Steinbach und Bergbaubesitzer Jakob Dietrich Litz vermählt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anna Elisabeth Wülfing vermählte sich am 05.02.1708 mit dem Kaufmann Conrad Pütter, Sohn des Juristen und Iserlohner Bürgermeisters Caspar Pütter. Er pachtete im Jahre 1727 die Unterkaltenbacher Hütte auf zwölf Jahre. Dabei zahlte er jährlich bereits 114 Reichsthaler, 19 Albus und 6 Heller pro Jahr. Die Pachtsumme war dabei um mehr als das doppelte gestiegen. Das lag daran, dass der aus Büddelhagen stammende und in Verr wohnende Peter Kauert in Oberkaltenbach reiche Erzvorkommen entdeckte und diese in Unterkaltenbach verhütten liess. Wie aus den Eintragungen des Drabenderhöher Kirchenbuches entnommen werden kann, muss Conrad Pütter zunächst in Unterkaltenbach  gewohnt haben, ist dann aber auf das ererbte Gut nach Leuscherath gezogen, wo er 1756 gestorben ist. Die zweite Tochter Wülfings Anna Catharina Pütter heiraterte den Bruder von Conrad, Heinrich Johannes Pütter, der wie sein Vater ebenfalls Jurist war. Sie zog dann nach Iserlohn. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anna Getrud Wülfing starb im Jahre 1704 und Peter Jakob Wülfing zwei Jahre später. Laut einem Eintrag im Kirchenbuch wurde er von einem Verbrecher erschlagen. Die Grabplatten der beiden existieren bis heute und sind am Eingang der Kirche in Drabenderhöhe aufgestellt worden und stehen unter Denkmalschutz. Peter Jakob Wülfing war mit seiner Frau der Kirchengemeinde Drabenderhöhe sehr verbunden. Nach dem Brand der Kirche 1696 stifteten beide je 50 Reichsthaler zum Wiederaufbau der zerstörten Kirche. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Eisenschmelzhütte wurde dann von 1744 bis 1748 von Peter Kauert, der in Oberkaltenbach das Bergwerk „15 Löwenpfähl“ besass gepachtet. Die Pachthöhe belief sich auf die selbe Summe, die schon im Jahre 1727 entrichtet werden musste. Ob Peter Kauert mit seiner Familie ebenfalls in Unterkaltenbach lebte, liess sich nicht ermitteln.   
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Danach gab es keine evangelischen aus der Kirchegemeinde Drabenderhöhe stammenden Pächter mehr. Die Unterkaltenbacher Hütte wurde endgültig im Jahre 1798 stillgelegt und wurde in den Jahren darauf abgebrochen. In der preussischen Uraufnahme 1828 ist auf den Katasterkarten keine Eisenhütte mehr eingezeichnet. 1817 hatte der Ort 9 Einwohner und im Jahre 1843 wurde das Gut von einer Familie mit 8 Einwohner bewohnt.  Mit erneuter Bergbautätigkeiten im Oberkaltenbacher Raum wurde direkt am Gutshaus im Jahre 1858 eine neue Hütte errichtet, die aber schon wieder 1872/1873 geschlossen wurde. Im Kirchenbuch Drabenderhöhe ist die Hochzeit von Carl August Scheld im Jahre 1860 vermerkt. Er war Hüttenarbeiter und lebte in Unterkaltenbach. Mit seiner Frau Wilhelmina Dannenberg aus Scheidt zog er dann später nach Büddelhagen um. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h3 id=&quot;oberkaltenbach&quot;&gt;Oberkaltenbach&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort gehört zwar zur Kirchengemeinde Ründeroth, steht aber wegen der Bergbautätigkeit des Peter Kauert in Verbindung mit Drabenderhöhe. Die Ansiedlung wird heute als Kaltenbach bezeichnet und besteht aus mehreren Weilern. Durch Kaltenbach verlief bis 1950 eine jahrhunderte lang bestehende Grenze zwischen dem Hergzogtum Berg, Amt Steinbach – später Gemeinde Engelskirchen und der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt – später Gemeinde Ründeroth. Dabei lagen auf gimbornischen Gebiet die Höfe Oberkaltenbach (früher Holtzkaltenbach), Daxborn, Neuenberg, Ufer und Wege und auf bergischen Territorium die Höfe Oberkaltenbach und Dorn. Bereits im Jahre 1183/1187 findet der Ort mit Bergbau als „Caldinbeche“ Erwähnung im Siegburger Mirakelbuch des heiligen Kölner Erzbischofes Anno. Dort schrieb ein Mönch: „Es gibt in der Nachbarschaft einen Berg, von den Bewohnern „Caldinbeche“ genannt, wo der sterblichen Gier sich aus Verlangen nach Silber mit Graben bemüht.“. Die Abtei Sankt Michael besaß in der Gegend Ländereien. Oberkaltenbach entwickelte sich im Mittelalter zu einem der Zentren der oberbergischen Eisenerzgewinnung. Dabei kam es auch immer wieder zu Streitigkeiten, wie ein Dokument aus dem Jahre 1575 belegt. Die sächsischen Bergleute Michael und Veltin Feige kamen um 1560 nach Oberkaltenbach um dort auf der bergischen Seite im Bereich der Berge Sonnenschein, im Schall und Hundt nach Erzen zu suchen. Da die Kosten den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel bald überstiegen, verkauften sie 1564 zunächst die Hälfte des Bergwerkes an die Doktoren Johann Steffens und Reinhard Hymmen, die die Grube dann 1570 komplett übernahmen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In Braunswerth erbauten die beiden dann noch eine Eisenschmelzhütte. Durch diese Monopolstellung wehrte sich Johann von Neuhof, genannt Ley, Besitzer des Gutes Unterkaltenbach und der gleichnamigen Eisenschmelzhütte und begann auf der gimbornischen Seite ebenfalls ein Bergwerk auf dem Neuenberg zu errichten. Es kam zum Prozess, der fast fünfzig Jahre dauern sollte. In einem Zeugenverhör aus dem Jahre 1574 werden dazu auch Personen aus dem Drabenderhöher Raum befragt, was die Beziehungen zum Kaltenbacher Bergbau unterstreicht. Offensichtlich waren die  Drabenderhöher dort ortskundig, vermutlich waren sie in den Bergwerken auch beschäftigt. Auf die Frage „ob nit das flußlein, die Callenbach genandt, Im gebirgt ein gutt stuck wegs ober dem Kallenbacher Berwerck, Im Sonnenschein genant, seinen Ursprungk nehme“ antwortet „Rangen Conradt uff der Drabender hohe: Das fluß nimme sein Ursprungk sehr nahe bei der hohe uff dem Breche. Conradt Erdthon uf der Drabender hohe“ sagt „die Kallenbach nemme Ihren Ursprungk uff dem Bergkseiffen nicht weit von der Drabender hohe.“ Die Frage „ob nit dasselbige flußlein algemen herab und gleichwohl uberhalb abgeregten Kallenbachschen Bergwercks mit Lebendigen wasser quellen sich mehre und stercke?“ wird von beiden bejaht. Ebenfalls bejaht wird von beiden die Frage „ob nit das flußlein eine Landtscheide des Furstentumbs Bergh und graffschaft von der Marck (Gimborn-Neustadt gehörte damals noch zur Grafschaft Mark) Jeder Zeitt gewesen und davor menniglich gehalten worden“. Dabei handelte es sich bei dem Siefen um den Hipperichsiefen, der bei Brächen entspringt und der im Verlauf zum Kaltenbach wird, der die beiden Territorien trennte. Die beiden Zeugen finden sich auch in den homburgischen Futterhaferzetteln aus dem Jahre 1580 wieder. Dort werden sie als „bergisch“ bezeichnet und heissen Conrodt Erdthaen und Meister Conrodt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im selben Verhör finden sich noch zwei weitere Personen. Die Fragen lauteten: „1. sagt demnach fur Erst war. Michael Feige hab uff etlichen ortteren allernegst bei dem flußlein Kallenbach uff Merkischen Boden geschurfft und Bergweck gebawet. 2. Item war, Feige habe dem Alten Nivel in der Kallenbach, so ein Merkischer Underthan, fur seiner Nivels hauß dueren Ingeschlagen und inen Nivel darmit von dem ein und außgangk seines haußes vorgedrungen. 3. Item war, das derwegen articulirter Nivel ein Zeit langh durch seines Khostals theuren ein und ausgehen mussen“. Hierauf antwortet Wilhelm im Scheidt, 50 Jahre alt, daß er zu 1. nichts wisse. Zu 2. sagt er aus: anders nichts wahrs sein, da das er solches von Nivelen selbst gehortt, das Er sich des Inschlagens fur seiner thur becklagt, kunne derhalben nicht auß oder Inkgeend und zur Kuthuren hinauß gehen musse. Ursach seines wissens, Nivel sei auff des hern Producentis Bergwerck uff dem Stoel bei Ime Zeugen und anderer mehr kommen, sich auf das Holtz niedergesatztt, und solches Ime so angezeigtt, beschleist damit seine Kundschafft. Zu der dritten Fragen kann er nichts sagen. Der 27jährige Johengen zu Vehr (Verr) sagte aus, daß die ersten beiden Fragen war sind und er den Schuff vor Nivels Haus gesehen habe. Auf die dritte Frage anwortet er.: „Nivel hab wider Ime gesagt, Michael Feig wolle Ime under dem hewe (Heu) Bergkwerck suchen. Ursach seines wissens, Er sei ein Klein Jungh der Zeit gewesen, hab Im sein Vatter bei seinen Oehmen (Onkeln) gehn Schnellenbach geschickt, … und wan er durch den Busch hab gehen wullen, sei der Nivel umb grausams willen mit Ime gangen, dan Er sich fur den Wölffen der Zeit sehr gefurchtet, beschleißt damit seine Kundtschafft.“
Wilhelm im Scheidt wurde 1559 in der bergischen Liste der „Perd- und Schüppendienste“ genannt. Interessant ist auch die Aussage von Johengen von Verr. Offenbar hat es um 1560 in der Gegend noch Wölfe gegeben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein weiterer Versuch, die Eisenerzvorkommen in Kaltenbach abzubauen, gab es im 17. Jahrhundert. Das Kirchenbuch von Engelskirchen berichtet am 20. September 1647 von der Hochzeit des Schichtmeisters Mauritz Scherer mit der adeligen Maria Margarethe von Markelsbach zu Gerlinghausen, Kirchspiel Much. Dabei wird sein Vater Johann ebenfalls als Schichtmeister „uff der Caldenbach“ erwähnt. Er starb am 23. März 1692 auf dem Weg zu seinem Sohn Reinhard, der Amtsknechtverwalter in Much war an der Brustkrankheit, vermutlich einem Herzinfarkt. Seine Frau wurde am 29. November 1698 in Engelskirchen beerdigt. Seine Hochzeit, sowie seiner Geschwister wurden im Engelskirchener Kirchebuch erfasst: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt;&lt;em&gt;29.09.1647 sindt zur hl Ehe getretten Mauritz Scherer Johan Scherers Schichtmeisters sohn uff der Caldenbach undt Maria Margreth Marckelßbach deß wolledelen petern marckelsbach zu Gierlekusen Kirspelß Much eheliche dochter zeugen sein beyderseits eltern itzglt Herman Fronigk amptsverwalter zu Windeck et plures&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt;&lt;em&gt;04.10.1648  sindt zur hl.Ehe getretten Peter Wilckens von Flaeßdorff Fuerstenthumb Gulichs und Melchiora Johan Scherers Schichtmeisters uff der Caldenbach eheliche dochter, Zeugen sein der Braut Vatter undt ihr Bruder Joes, Herman Fronick Amptsverwalter zu Windeck undt Joes Weiers Pastor zu Runderahtt&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt;&lt;em&gt;05.09.1650 seind zur heiligen Ehe getrettenundt copulirt Johanies Scherer der junger, Johans Scherers des elters Schichtmeisters uff der Caldenbach Margreth Eluthen ehelicher Sohn undt Jungfer Helena Oberholtz, seligh Ulrich Oberholtz Catharinen Lohen hinderlassene eheliche dochter binnen Coln ihm Kirspell St. Columban, Ehezeugen sein Friderich Oberholtz der Brautt Helene Bruder, undt Rittmeister Rutger Schwamborn Kirspels Overath undt Mauritz Meyer Opffermanns&lt;/em&gt; (Pächter)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Verbindungen nach Much in den Ort Obermiebach zur Familie Frings ergaben sich mit der Hochzeit seiner Tochter: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt;&lt;em&gt;05.10.1671 sein der heiligen Ehe eingesegnet undt copulirt worden der ehrbare Rörich in der ÜberMeybach Kirspelß Muich undt die tugentsame Gerdruth Scherers Herrn Mauritz Scherrers fürstl. Neuburgischer Schichtmeister auf dem Caldenbachschen Bergwerke, Testes ergat (Zeugen sind) Dietg Mauritz Scheerer und sein Bruder Adolphus zur C: (aldenbach) dim. (ission)  von  des pastor in Much, Johan Bikenbach zu Ründerradt ex aly&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Zu einem Bergbaupionier wurde Peter Kauert (geboren um 1670), Sohn des Sebastian Kauert aus Büddelhagen. Sebastian Kauert wurde 1679 in den Overather Hofprotokollen als Bergrat erwähnt und stammte aus Verr. Sein Vater Dietrich war als Landmesser tätig. Dies belegt ein Dokument aus dem Jahre 1660 als das Haus Braunswerth geteilt wurde. Die Tradition als Bergvogt begründete Peter Kauerts Urgroßvater Christian Kauert, der in einer Steuerliste aus dem Jahre 1616 genannt wurde. Dietrich Kauert pachtete nach den Engelskirchener Kirchenrechnungen 1656/1657 das Kirchengut in Büddelhagen, nachdem es nach dem Tod vom Vorpächter Christian Lang „wüst“ geworden war. Die Pacht betrug 5 Reichsthaler und 26 Albus. Sein Sohn Sebastian bewohnte es fortan und kaufte es im Jahre 1668/1669. Nachdem Peter Kauerts Onkel Albert Kauert keine männlichen Nachfahren hatte, zog er mit seiner Frau Gertrud Schmidt, einer Tochter des Kaufmanns Peter Schmidt aus Anfang, später Drabenderhöhe und seinem Vater Sebastian um 1690 nach Verr um. Sein Schwager Christian Schmidt war später der Erbauer der Bielsteiner Burg. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1710 begann er in Oberkaltenbach mit der Suche nach Eisenerzvorkommen auf einem Gelände, dass 50 Jahre zuvor aufgegeben wurde, aber zunächst ohne nennenswerten Erfolg. Vermutlich hatte er Kenntnis von diesem aufgelassenem Bergwerk über seinen Bruder Albert, der mit seiner Frau Margaretha Lutter vor 1698 nach Bellingroth gezogen war. Zu dieser Zeit gab es einen Austausch zwischen Familien aus Bellingroth und dem Drabenderhöher Ortsteil Scheidt. Die Familie Lutter wiederum heiratete in die Bellingrother Familie Bellingrath ein und umgekehrt zog ein Dietrich Bellingrath mit seiner Scheidter Frau Elisabeth Höhler in den Scheidter Ortsteil Schniffel. Elisabeth Höhler wiederum war ein Schwester von Albert Höhler, dem Schwager von Peter Kauert.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_auszug_bergmeister_conrad_weis_dez_1730_.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:kaltenbach_auszug_bergmeister_conrad_weis_dez_1730_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_auszug_bergmeister_conrad_weis_dez_1730_.jpg?w=400&amp;amp;tok=c2b994&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auszug der vom limburgischem Bergmeister Conrad Weis im Dezember 1730 erstellten Bergbaukarte zur Grube „Fünfzehn Löwenpfähl“ (Quelle: Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, RW Karten, Nr. 5676) 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erst im sehr trockenen Jahre 1719 entdeckte er mit Totaleinsatz seiner Geldmittel und der Arbeitskraft seiner Söhne große Eisensteinlager. Der Überlieferung nach soll er sein letztes Rind verkauft haben, um noch austehende Schichtlöhne an die Arbeiter zu zahlen. Er erhielt die Belehnung durch den bergischen Bergvogt Burckhardt. Doch im Folgejahr stand die Grube wieder unter Wasser. 1721 errichtete er ein Pumpwerk, welches durch ein sehr hohes Wasserrad betätigt wurde. Der Engelskirchener Straßenname „Kauertsrad“ weist heute noch auf diese außergewöhnliche Pionierleistung hin. In einem Bericht von Friedrich August Eversmann aus dem Jahre 1804 hatte das Rad eine Höhe von 45 Fuß, was heute etwa 14 Metern entspricht. Nach der Belehnung am 2. März 1723 grenzte er das Grubengebiet mit fünfzehn Pfählen ab, in denen der bergische Wappenlöwe gebrannt war. Daher kam es zum amtlichen Namen „des Peter Kauert 15 Löwenpfähl“. Doch er bekam bald Konkurrenz. Im Jahre 1724 erhielten der bergische Schultheiß des Amtes Steinbach Jakob Dietrich Litz, der mit Helena Wülfing, einer Tochter von Peter Jakob Wülfing aus Unterkaltenbach verheiratet war, zusammen mit Konrad Clermont aus Burscheid, dem Gießereibesitzer und Betreiber der Grube „Schmale Kaule“ bei Wellerscheid Konrad Pütter aus Leuscherath und weiteren Mitgewerken die Belehnung der Bergwerke „Das Anklebsel“ und „Der Kieffhauer Distrikt“. Dabei drangen sie 1728 mit ihrem Stollen in das Gebiet der 15 Löwenpfähl vor und beanspruchten den neunten Teil des von Kauert geförderten Eisensteins. Peter Kauert lehnte die Ansprüche ab, da er sein Bergwerk durch ein Kunstwerk und Pumpen entwässern ließ. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_um_1875.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:kaltenbach_um_1875.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_um_1875.jpg?w=400&amp;amp;tok=bc080d&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Kaltenbach um 1875&quot; alt=&quot;Kaltenbach um 1875&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Oberkaltenbach um 1875
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Es entwickelte sich ein Konflikt, der im September 1739 gewaltätig wurde. Peter Kauert zog mit einer Schaar meist fremder Arbeiter, die sich mit Schießgewehren, Hacken und anderen Instrumenten bewaffnet hatten zum Litzschen Stollenwerk und bemächtigten sich allen Eisensteins, der dort gewonnen wurde. Litz berichtete über eine gewaltsame Invasion von „Mord und Totschlag“, der entstanden wäre, wenn man sich nicht zurückgehalten hätte. Solche Ereignisse kamen wohl mehrfach vor. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dadurch kam es zu langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen, die noch seine Erben bis zu einem Vergleich 1786 weiterführten. Dann ging die Belehnung der Litzschen Bergwerke auf der Kauertschen Erben über. Um 1729 errichte er eine Eisenschmelzhütte auf gimbornischen Boden. Um 1760 wurde die Hütte abgerissen und auf bergischem Gebiet neu gebaut. Die Reidemeister stammten meist aus der eigenen Familie oder waren angeheiratet, wie Friedrich Haas aus Verr, Christan Lutter aus Börnhausen, Heinrich Jost aus Drabenderhöhe, Johann Forst aus Jennecken oder Peter Faulenbach aus Obermiebach. Darüberhinaus gab es familiäre Verbindungen zu homburgischen  Pastorenfamilien (Hengstenberg, Bellingrath) wie Familien aus der homburgischen Beamtenschaft (Kannegießer, Büttinghausen, Kloeber), die eine priviligierte Stellung in der Bevölkerung darstellen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Peter Kauert hatte allerdings auch Auseinandersetzungen mit den Abnehmern seiner sehr eisenhaltigen und vielfach begehrten Erze. Damit kam er vorallem zu einem Preiskonflikt mit dem Grafen von Nesselrode zu Ehreshoven, dem Besitzer der Looper Schmelzhüte und den Engelskirchener Reidemeistern. Erst 1758 konnten die Kauertschen Erben auf Anordnung eines Urteils der bergischen „Geheimen Kammer“ des Kurfürsten zu Düsseldorf über die Preise frei entscheiden. Peter Kauert starb 1750 in Oberkaltenbach und wurde, da er dem reformierten Bekenntnis angehörte am 25. März in Drabenderhöhe beerdigt.  Damit hatte er für damalige Verhältnisse schon ein betagtes Alter von gut 80 Jahren erreicht. Er soll trotz der hohen Prozesskosten noch eine stattliche Summe von 80.000 Reichsthalern vererbt haben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Laut einer churpfälzischen Publikation aus dem Jahre 1792 arbeiteten zwischen 1742 und 1792 in Grube 15 Löwenpfähl im Schnitt 70 Arbeiter und im Erbstollen zu Oberkaltenbach 80 Bergleute. Dabei wurden pro Jahr im Schnitt 443 Hauf zu 10633 Reichsthalter bei 3100 Reichsthaler Unterhaltungskosten bzw. 252 Hauf zu 5040 Reichsthalter bei 4000 Reichsthaler Unterhaltungskosten erwirtschaftet. Nach einer preußischen Statistik aus dem Jahre 1817 arbeiteten 77 Bergleute im Bergwerk. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach Peter Kauerts Tod setzte seine Familie den aus Eisleben stammenden Schichtmeister Johannes Friedrich Doering als Berg- und Hüttenverwalter ein. Doering wurde bereits 1742 als Schichtmeister über das Litzsche Werk vom Churfürsten beauftragt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Grubenbetrieb der 15 Löwenpfähl wurde 1863 eingestellt und im selben Jahr wurde die Eisenschmelzhütte auf Abbruch verkauft. Die benachbarte Grube Litz hielt sich noch zehn weitere Jahre. Im Jahre 1871 verkaufte die Familie Kauert beide Bergwerke an die Firma Friedrich Krupp in Essen. In Kaltenbach gab es noch weitere Gruben, wie die westlich der 15 Löwenpfähle gelegenen Gruben „Andreas“, Kiefhau, Wilhelm und Urania„. Dieses Gebiet gehörte früher zu den Litzschen Einsenbergwerken „Das Anklebsel“ und „Kiefhau“. Auf Ründerother Seite fanden sich noch die Bergwerke Grimmenthal bei Daxborn und die Böhmerzeche am südöstlichen Ortsrand von Kaltenbach. Die Böhmerzeche erwarb die Firma Krupp im Jahre 1890. Alle anderen Gruben wurden bereits 1865 unter dem Namen Leipzig III. von einem Konsortium unter Führung des Leipziger Bankvereins gekauft und zusammengelegt. Der Eisenerzbergbau wurde dann 1912 wegen Unrentabilät endgültig eingestellt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In einem Artikel im Aggerblatt aus dem Jahr 1836 wird Peter Kauert als ein höchst einfacher Mensch mit schlichtem Äußeren beschrieben. Er wurde von seinen Mitmenschen häufig als der „reiche Kauert“ bezeichnet, der schlagfertig mit Witz reagierte, wenn man versuchte, ihn zu kritisieren. Er war ein zu seiner Zeit ein beliebter und  hochangesehener Mann, so dass man ihn hundert Jahre nach seinem Fund in Kaltenbach noch gedachte. Pastor Karl Ludwig Hengstenberg aus Nümbrecht, ein Urenkel von Peter Kauert ehrte ihn mit einer schönen und passenden Rede im Jahre 1819 am alten Waschweier, wo Peter Kauert das erste Mal vor hundert Jahren den begehrte Eisenstein gefunden hatte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/p1040680.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:p1040680.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/p1040680.jpg?w=200&amp;amp;tok=c240c1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; das Obersteigerhaus in Kaltenbach
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein Zeugnis aus der Bergbautätigkeit ist das noch heute stehende sogenannte „Obersteigerhaus“ aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Dabei handelt es sich um ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einem Mansarddach. Es soll sich dabei wohl um einen Umbau eines älteren Hauses handeln. Möglicherweise hat dieses ältere Haus noch Peter Kauert errichtet. Nach der Publikation „Neue Europäische Staats- und Reisegeographie“ aus dem Jahre 1757 hat Peter Kauert in Kaltenbach gelebt. Er starb im Jahre 1750 in Oberkaltenbach und wurde, da er der reformierten Bekenntnisses angehörte in Drabenderhöhe am 25. März beerdigt. Damit hatte er für damalige Verhältnisse schon ein betagtes Alter von mehr als 80 Jahren erreicht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das stattliche Haus ist wohl nach Errichtung der neuen Eisenschmelzhütte um 1760 von Johannes Heinrich Forst errichtet worden. Er wurde 1710 in Forst geboren und heiratete 1739 die in Jennecken geborene Elisabeth Kauert, einer Enkelin Peter Kauerts. Der Eintrag im Kirchenbuch Ründeroth lautet:
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;„21.10.1739 Joes Henrich Forst sel. Bertram Forst und Girtgen quivervam Eheleut im Dorf nachgelassener scholen (?) Sohn und Elisabeth Kauwerts des achtbahren Christian Kauwers und Gedruth Eheleut zu Genecke Kerchschpels Drabenderhohe scholen (?) Tochter“.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Fünf der acht Kinder wurden in Jennecken, die anderen drei „Auf der Zeche“ einer Bezeichnung in den Ründerother Kirchenbücher für den Ort Oberkaltenbach, der auf dem Gemeindeboden von Engelskirchen lag, geboren. Johannes Heinrich Forst übte den Beruf des Reidemeisters aus. Die Eisenschmelzhütte befand sich direkt neben den Wohngebäude und blieb im Besitz der Erben des Peter Kauert, zu denen auch Johannes Heinrich Forst gehörte. Er starb im Jahre 1777, seine Frau bereits 1760, beide „Auf der Zeche“ und wurden in Ründeroth beerdigt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_luftbadepark.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:kaltenbach_luftbadepark.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/kaltenbach_luftbadepark.jpg?w=400&amp;amp;tok=74c1fc&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
„Luftbadepark Kaltenbach mit dem Obersteigerhaus“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zwei seiner Söhne Johannes Caspar (geboren 1740 in Jennecken, gestorben 1771 Auf der Zeche) und Albert Ferdinand (geboren 1752 Auf der Zeche, gestorben nach 1814) waren ebenfalls Reidemeister in Oberkaltenbach. Der jüngste Sohn Friedrich Carl (geboren 1758 Auf der Zeche, gestorben 1790 in Auf der Zeche) erbte das Anwesen, vermutlich weil die anderen Söhne keine Kinder hatten. Er war mit Maria Heuser verheiratet und übte den Beruf des Lohgerbers aus. Nach dem Tod der beiden ging es in den Besitz von Tochter Wilhelmina Catharina Gertrud Forst über, die im Jahre 1807 den 1782 in Bellingroth geborenen Johannes Christian Feller, ebenfalls ein Lohgerber heiratete. Das Gut wurde nun als Lohgerberei geführt. In der preußischen Uraufnahme im Katasterwesen im Jahre  1828 sind die Besitzer Christian Fellers Erben zu Oberkaltenbach. Hier ist auch die Lohmühle eingezeichnet worden, die sich an einem Mühlen- und Hüttengraben befand. Die Erben dürften Christian Fellers Frau Wihelmina Catarina und die Kinder Ferdinand Christian Friedrich (geboren 1807) und Henrietta (geboren 1809) gewesen sein. 
Das Gebäude war somit zu dieser Zeit kein Obersteigerhaus und somit auch kein Zechenhaus, auch wenn der Ort in Ründeroth so mit „Auf der Zeche“ benannt wurde. Nach einer Bergbaukarte, die im Rahmen der Streitigkeiten zwischen Kauert und Litz im Jahre 1730 angefertigt wurde, befand sich im Bereich der Grube 15 Löwenpfähl in der Nähe des Waschweihers ein Zechenhaus. Das müsste eines der beiden Häuser gewesen sein, die oberhalb des „Obersteigerhauses“ lagen. 
Zechenhäuser, auch Huthäuser genannt, waren die Verwaltungsgebäude der Gruben. Hier befanden sich Materiallager, die Gezähekammer, Werkstatt und Wohnung. Die Hutstube war das Verwaltungsbüro des Hutmannes, der hier die Zechenbücher aufbewarte. Dort wurden Lohnabrechnungen, Kosten und Erträge des Bergwerks vermerkt. Die Hutstube wurde häufig auch als Gebetstube vor und nach der Schicht genutzt. Auch wurde hier eine Anwesenheitskontrolle vorgenommen. In der Gezähkammer wurden die Gezähe und das Geläucht der Bergleute aufbewahrt. Die Wohnung von Hutmann und Obersteiger befand sich in der Regel in den oberen Etagen des Zechenhauses.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vielleicht wurde das Gebäude nach dem Verkauf der beiden Bergwerke im Jahre 1871, von der Firma Friedrich Krupp genutzt und hat es den Obersteigern als Wohngebäude zur Verfügung gestellt. So könnte die Bezeichnung „Obersteigerhaus“ entstanden sein. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Unweit des „Obersteigerhauses“ befindet sich ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einem talseitig freiligendem bruchsteinvermauerten großen Gewölbekeller. Nach dem Buch „Die Denkmäler des Rheinlandes“ (1967) soll es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut worden sein. Der Giebel hat einen gekerbten Fußbalken. Der rückseitige Eingang ist über eine dem Kaltenbach überspannende Bruchsteinbrücke erreichbar. Früher hatte das Haus eine quergeteilte Haustür mit kartuschenförmig eingefaßten Türfüllungen, die leider beseitigt wurden. Die hölzerne Wendeltreppe, die in das Obergeschoss führte, ist leider während dem Zweiten Weltkrieg entfernt worden. Auf dem Grundstück befindet sich noch ein sogenanntes „Mundloch“, der ehemaligen Wasserführung von den Teichen im Hipperichsiefen zur Erzwäsche der ehemaligen 1729 errichteten Schmelzhütte.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/img_0225.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:img_0225.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/img_0225.jpg?w=400&amp;amp;tok=78afbb&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Haus „Lambeck“ im Mai 2019
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Neuere Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Erbauer des Hauses wohl Peter Kauert war. Nach dem im Agger-Blatt am 31. August 1836 erschienen Artikel über Peter Kauert heißt es: “… und so legte er 1721 eine Wasserkunst an, mit Rad, Stangen und Pumpen, wodurch er das Wasser bis zu einer gewissen Höhe, und dann vermittelst anderer Handpumpen gänzlich wegschaffte. Kurz darauf baute er auch eine Schmelzhütte auf schwarzenbergischen Boden, und schlug neben ihr seine Wohnung auf„. Ein Taufeintrag aus dem Drabenderhöher Kirchenbuch vom 14. November weist darauf hin, dass Peter Kauert und seine Frau in Neuenberg wohnten: „Henrieg Wibell aufm Forst ein Söhnlein Johannes Henrieg tauffen laßen als Gevattere haben gestanden: Bert: Söhngen, Kauertges Fr. am Neuenberg in der Obercaldenbach“. Am 6. September 1733 heißt es: „Henrich Kauerth in den Immen ein Söhnlein Christianuis tauffen laßen, die Gevatteren waren Christian Herhaußen im Niederhoff, des Kauerths Mägde auff der Obercaldenbach, Elsabeth gen., die eine der frauen schwester, die ander von Oberstaffelbach“. Das würde bedeuten, dass das Haus nach 1730 errichtet wurde, den bereits 1733 beschäftigte Peter Kauert angestellte Mägde. Der ursprüngliche Hauseingang befand sich auf der heutigen Rückseite des Gebäudes und die Brücke über den Kaltenbach verband Peter Kauerts Grube „15 Löwenpfähl“ mit seinem Wohnsitz. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts soll es umgebaut worden sein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/img_0226.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:img_0226.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/img_0226.jpg?w=400&amp;amp;tok=f2c0b1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Haus „Lambeck“ mit der Rundbogenbrücke im Mai 2019
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Tode von Peter Kauert haben es die Kinder und Kindeskinder als „Peter Kauerts Erben“ geerbt, die es dann wohl Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts verkauft haben. Nach einer „Original-General-Vollmacht in Sachen Erbgenahnen Peter Kauerts contra die Phächteren der Unter Caldenbacher Schmelzhütte Fasbender und Schnabel“ vom 26. April 1757 sind folgende Erben genannt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Herr Rath Büttinghausen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Maria Wilhelmina Kannegießer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johannes Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; für die Witwe Johanneßen Kauert ihr Schwiegersohn Peter Faulenbach&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Joan Henrich Forst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Hindrich Joest&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Caspar Schmit für Pitter Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Friedrich Haaß&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Kauertt&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
In der „Original-Special-Vollmacht in Sachen Erbgenahnen Peter Kauert contra Herrn Chrystian von Neshelrodt zu Ereshoffen“ vom 12. September 1760 finden sich folgende Erben:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Wilhelm Christian Büttinghausen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wilhelm Friedrich Kloeber&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Friedrich Kannegießer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Henrich Foerst&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Caspar Schmit alß der Münter über seligen hinderlaßenen minderjährigen Söhnlein namens Petter Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Friederich Hengstenberg&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Peter Faulenbach&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Joes Peter Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johannes Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Henrich Kauert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Lutter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Maria Catharina Wittib Schölers geborne Kauerts&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Albert Ferdinand Schöler, advocatus causa&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Da einige der Erben Reidemeister in Kaltenbach waren, aber zumeist bis auf Johann Heinrich Forst im Homburgischen Land lebten, ist anzunehmen, dass das Haus noch einige Jahre bis zum Verkauf als „Arbeitssitz“ genutzt wurde.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach der preußischen Uraufnahme im Katasterwesen im Jahre 1828 war der Besitzer Heinrich Lambeck. Nach den Ründerother Taufbüchern lässt er und seine Frau Jakobina Käsmann 1805 und 1807 zwei Töchter taufen, wobei 1807 Lisetta als sechstes Kind und vierte Tochter erwähnt wird. Das bedeutet, dass die Familie vor 1805 nach Ründeroth gezogen war. Im Gegensatz zu den lutherischen Ründerothern gehörten die Lambecks dem reformierten Glauben an.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Haus wurde zum Sitz des Reidemeisters Heinrich Lambeck und es heißt, dass sich der „Maire“, der Bürgermeister der Gemeinde Ründeroth während des Speckrussenaufstandes 1813 in der Franzosenzeit hierher flüchtete. Später wurde Lambeck selbst Bürgermeister und führte von hier aus von 1817 bis 1841 die Amtsgeschäfte der Gemeinde Ründeroth. Die kleine Amtsstube befand sich im rechten Untergeschoss. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
An der Landstraße befindet sich ein weiteres historisches Gebäude mit einer zweihundert Jahre alten Innentreppe. Nach dem Tode von Peter Kauert setzte seine Familie den aus Eisleben stammenden Schichtmeister Johannes Friedrich Doering als Berg- und Hüttenverwalter ein. Er wurde am 25. Juli 1788 beerdigt und es heißt im Ründerother Kirchenbuch: „der Hochwelgebohren Herr Johann Friedrich Döring Churfälzischer Schichtmeister und Bergverwalter des Obkerkaltenbachers Eisenbergwerks und der Mittelacher Bleibergwerks Wittwer vorm Ufer alt 66 Jahre 3 Monate“. In der Katasterwerken der Preußen wird als Besitzer des Hauses in der Flur „Im Romigsgarten“ Christoph August Doering aus „Vorm Ufer“ erwähnt. Das lässt vermuten, dass dieses Haus von der Familie Doering errichtet wurde, auch wenn sie wohl im Kaltenbacher Ortsteil Ufer gelebt haben. Nach einem Taufeintrag der Zwillinge Friederich und Auguste im Jahre 1803 trug Christoph August Döring den Titel „Doctor juris“ und war Bergvogt. Vermutlich war er ein Enkel des Johann Friedrich Döring. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/img_9690.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:img_9690.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/img_9690.jpg?w=400&amp;amp;tok=7afc5b&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Kurhaus Kaltenbach im September 2023
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis 1865 hatte hier der Bergrat des Oberbergamtes Bonn seinen Sitz, um das Bergrevier Ründeroth zu verwalten. Anschließend wurde es als Jagdhaus genutzt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es dann von Karl Bosenius übernommen, um hier einen Waldgasthaus einzurichten. Als Kurhaus Kaltenbach war es etwa bis 2019 in Betrieb. Die Johanniter-Unfallhilfe e.V. Hat nun das Haus übernommen und wird dort eine Jugendhilfeeinrichtung entstehen lassen.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zeugen der Bergbauvergangenheit sind noch fünf von ehemals acht Teichen, die als Waschweiher, aber auch als Energiereservoir für den Antrieb der Gebläse der Eisenschmelzhütte, zum Zerkleinern des Erzes (Pochen) und über die großen Wasserräder zum Antrieb der Pumpen in den Schächten der Gruben zur Entwässerung genutzt wurden. Insbesondere bei Trockenheit dienten sie als Wasserspeicher. Die ersten Teiche wurden bereits im 16. Jahrhundert angelegt und im 18. Jahrhundert auf acht große Teiche erweitert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiterehoefe/img_9704.jpg?id=hoefe%3Aweiterehoefe%3Aunterkaltenbach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiterehoefe:img_9704.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiterehoefe/img_9704.jpg?w=200&amp;amp;tok=67c3ce&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
einer der acht Teiche in den Gewannen „Im Schniffels Schimmelhau/Oben im Schimmelhau“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Diese acht Teiche, als auch der „Schmittenweier“, der zur 1729 angelegte Eisenschmelzhütte gehörte, waren 1828 im Besitz der Erben des Peter Kauert. Das Kirchenbuch Drabenderhöhe dokumentiert für das Jahr 1782 den tragischen Todesfall des in Verr wohnenden 26-jährigen Adolph Heinrich Jüngling, der in Verbindung mit den Weiern steht. So heißt es: „nachdem derselbe am 15. Juni unter den Kirchenbüschen nächst der Kaltenbach in dem ersten Weier sich vielleicht hat baden wollen, ertrunken.“ Er hinterließ seine Ehefrau mit zwei Töchtern. Der Flurname „Im Kirchenbusch“ existiert heute noch, der Weier ist allerdings verschwunden, es existieren allerdings noch Überreste vom Damm. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Um Kaltenbach herum finden sich im Wald auch noch zahlreiche Hohlwege, die zum Abtransport des Eisenerz nötig waren, sowie zahlreiche Pingenfelder - das sind Einsturzlöcher über den alten Stollen und Schächten -, Abraumhalden und unzählige Schürfstellen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In einer Statistik von 1843 ergeben sich folgende Einwohnerzahlen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Daxborn (Gemeinde Ründeroth), 46 evangelische Einwohner, 11 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Kaltenbach (Gemeinde Ründeroth), 71 evangelische Einwohner, 5 katholische Einwohner, 15 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Neuenberg (Gemeinde Ründeroth), 34 evangelische Einwohner, 9 katholische Einwohner, 9 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Ufer (Gemeinde Ründeroth), 33 evangelische Einwohner, 1 katholischer Einwohner, 6 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wegen (Gemeinde Ründeroth) 10 evangelische Einwohner, 1 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Dorn (Gemeinde Engelskirchen), 16 evangelische Einwoher, 18 katholische Einwohner, 4 Wohngebäude&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Oberkaltenbach (Gemeinde Engelskirchen), 17 evangelische Einwohner, 1 katholischer Einwohner, 3 Wohngebäude, eine Eisenschmelzhütte&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Damit hatte das Dorf insgesamt 261 Einwohner (227 Evangelische, 87% und 34 Katholische,  13%), davon Gemeinde Ründeroth 209 Einwohner (194 Evangelische, 93% und 15 Katholische, 7%) und Engelskirchen 52 Einwohner (33 Evangelische, 63% und 19 Katholische, 37%) in insgesamt 48 Wohngebäuden. Die evangelischen Einwohner gehörten zur Ründerother Kirchengemeinde, die katholischen Einwohner zur Kirchengemeinde Engelskirchen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Teilung des Ortes wurde erst am 30.10.1950 beendet, als die links des Kaltenbaches gelegenen Ortsteile Oberkaltenbach und Dorn mit 5 Wohnhäusern und 36 Einwohnern durch eine Flurbereinigung der Gemeinde Ründeroth zugeschlagen wurde. Hier taucht im Wohnhaus Nr. 1 auch nochmals der Familienname Feller auf. Dabei erhielt die Gemeinde Ründeroth eine Fläche von 5,7234 ha. Im Gegenzug erhielt die Gemeinde Engelskirchen das Land um den Gasthof Stölting in Brächen mit einem Haus und 7 Bewohnern, der nun mit dem daneben liegenden zu Engelskirchen gehörenden Hof Friedrichs/Rohler zusammengelegt wurde. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Gemeinde Ründeroth wiederum wurde dann in der Kommunalreform von 1975 mit der Gemeinde Engelskirchen vereinigt. Der Hof Brächen dagegen gelangte zur Stadtgemeinde Wiehl. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:weiterehoefe</category>
            <pubDate>Mon, 18 Sep 2023 14:16:16 +0000</pubDate>
        </item>
    </channel>
</rss>
