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        <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V. hoefe:scheidt</title>
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            <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V.</title>
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            <title>Auf der Bitze</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/bitze</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;auf_der_bitze&quot;&gt;Auf der Bitze&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
„Auf der Bitze“ nennt sich ein Flurstück und ein Haus im Ortsteil Scheidt. Das Wohngebäude an der jetztigen Scheidter Straße ist Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden. Dies belegt ein Eintrag in das Kirchenbuch Drabenderhöhe vom 25. April 1728.  Severin Josts Ehefrau Katharina „von der Bitzen“ wurde als Taufpatin von Christian Engelsberths Tochter Ursula Catharina erwähnt. Wahrscheinlich war das Haus aber schon 1721 bewohnt.  Es lebten dort Severin Jost, der auch in der bergischen Huldigungliste von 1731 aufgeführt wurde, zusammen mit seiner Frau Catharina, sowie die Kindern Elisabeth, Anna Getrud, Peter Nikolaus und Johannes Peter Jost. Die erste, aber kinderlose Ehe von Johannes Peter Jost wurde nach dem Kirchenbuch als Haustrauung 1743 durchgeführt. Johannes Peters Sohn Jacob lebte bis zum seinem Tod 1774, sowie seine Schwester Elisabeth bis 1776 in „Auf der Bitze“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/scheidt_bitze.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:scheidt_bitze.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/scheidt_bitze.jpg?w=200&amp;amp;tok=86dc89&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flurkarte von 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aus den Kirchenrechnungen geht hervor, dass Severin Jost einen Drittel der Schulden seines Urgroßvaters Conrad Klein von 1621, die später sein Vater Jost (Joducus) Jost übernommen hatte zu begleichen hatte. Im Originaltext heißt es: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Obig restliche 1/3 Theil von Severin Jost im Scheidt ist nicht zu gehaben, weilen dessen Güter ad concursen hingegeben und das Unterfand vor dato veralieniert worden, daher diese 5 Gl. 8. alb laut Kirchenrechnung de Ao. 1748 Sub. Nr. 20 im Lagerbuch zu delieren (auflösen) befohlen worden.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die anderen beiden Drittel wurden 1728 von Josts Schwiegersohn Johann Diederich aus Oberstaffelbach, der mit Getrud Catharina Jost verheiratet war und 1729 von Anna Gertrud Keffer, der Witwe von Peter Jost und Schwiegertochter von Jost Jost beglichen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/hinterste_bitze_vor_1914.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:hinterste_bitze_vor_1914.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/hinterste_bitze_vor_1914.jpg?w=600&amp;amp;tok=fb0317&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die „Hinterste Bitze“, Haus von Albrecht Hüschemenger um 1910
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Möglicherweise hatte der Umstand zur Folge, dass der Besitz oder ein Teil davon veräußert werden musste, denn seit dem Jahre 1742 ist die Familie des Christian Schmit dort nachweisbar. Er stammte aus Immen. Seine Enkelin Wilhelmina Schmit heiratete im Jaher 1807 Johann Heinrich Hüschemenger, der in Elsenroth geboren war. Seine Familie stammte ursprünglich aus Dahl. Mit der Heirat gelangte ein Teil des Hauses in die Familie Hüschemenger, die es auch heute noch bewohnt. Nach der Erstellung des preußischen Urrisses für die Flurkarte Scheidt im Jahre 1828 besaßen ein Drittel des Hauses Johann Henrich Hüschemenger und die weiteren zwei Drittel Johann(es) Christian Schmitt, dem Enkel von Christian Schmit. Da durch den frühen Tod seiner Söhne es zu keiner Erbnachfolge kam, scheint der Schmitsche Hausanteil ebenfalls an die Familie Hüschemenger gegangen zu sein. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Verlauf des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Haus dann jeweils an den Enden erweitert, um weiteren Raum zu schaffen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/vorderste_und_hinterste_bitze_in_den_1960er_jahren.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:vorderste_und_hinterste_bitze_in_den_1960er_jahren.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/vorderste_und_hinterste_bitze_in_den_1960er_jahren.jpg?w=600&amp;amp;tok=5203e1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Luftbildaufnahme „Auf der Bitze“ Ende 1950er/Anfang 1960er Jahre
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seitdem bewohnten zwei Linien der Hüschemenger Familie das nun zu einem Doppelhaus erweiterten Gebäude. Johann Heinrichs Urenkel Albrecht Hüschemenger und Julius Hüschemenger übernahmen dann später die beiden Häuser. Sie waren Vettern. Aus dem Landwirtschaftlichen Adreßbuch von 1928 geht hervor, dass die beiden neben Otto Müllenbach, die grössten Grundbesitzer in Scheidt waren. Dabei besaß Albrecht Hüschemenger 13 Hektar Land, 8 Stück Rindvieh und 2 Schweine und Julius Hüschemenger 18 Hektar Land, 10 Stück Rindvieh und 2 Schweine, sowie ein Pferd. Otto Müllenbach, der den Gasthof im Kretsch führte, gehörten 15 Hektar Land, 10 Stück Rindvieh, zwei Schweine und ein Pferd. Im Vergleich umfasste der homburgische Landbesitz von Gustav Albrecht Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg 483 Hektar Land, davon 428 Hektar Wald.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_007.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:20.03.05_scheidt_007.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_007.jpg?w=200&amp;amp;tok=ed523f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; die beiden Häuser „Auf der Bitze“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Tode von Albrecht und Julius übernahmen die beiden Höfe ihre Söhne Fritz und Werner Hüschemenger. Im Jahre 2005 wurde dann die rechte Hälfte des Hofes „Auf der Bitze“, die der Familie Werner Hüschemenger gehörte abgebrochen. Es wurden dort zwei seniorengerechte Wohnhauskomplexe mit mehreren Wohnheiten errichtet. Im Volksmund heißt es noch heute „die vü´erdeschte un die hingerschte Bitze“, also die vordere und die hintere Bitze. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_003.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:20.03.05_scheidt_003.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_003.jpg?w=200&amp;amp;tok=c4146f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; kurz vor dem Abbruch
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf dem Flurstück „Auf der Bitze“ befindet sich an der Alten Kölner Straße noch ein weiteres Gebäude, welches im Kern aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stammt. Es wurde 1932 von Friedrich und Emilie Schmitz, sowie dessen Sohn Karl und seiner Frau Elisabeth bewohnt. Karl Schmitz übernahm 1923 die 1909 gegründete Bürstenfabrikation der Firma Kahlenberg, die auf dem früheren Anwesen „von Schemm“ im Ortsteil Schniffel, heute Brunnenweg untergebracht war. 1932 wurde die Produktion zusätzlich noch auf Hornwarenherstellung für Jagd– und Sportartikel erweitert. Dem Unternehmen war ein Großhandelsbereich für Matten, Folien, Teppiche und Malerartikel angegliedert. In der Bürstenfabrikation hatte man sich verstärkt dem Industriebedarf an technischen Bürsten für die verschiedenartigsten Bedürfnisse zugewandt. 1954 zog man dann in einen Neubau an der Zeitstrasse. 1976 waren dort 50 Mitarbeiter beschäftigt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_004.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:20.03.05_scheidt_004.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_004.jpg?w=200&amp;amp;tok=f2ea78&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; kurz vor dem Abbruch
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Direkt neben dem Anwesen Schmitz wurde 1905 ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Drabenderhöhe errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1885 als erster Verein gegründet. Das erste provisorische Gerätehaus befand sich gegenüber der „alten“ Post an der Drabenderhöher Strasse. 1962 zog die Feuerwehr dann in das freiwerdende hintere Schulgebäude von 1891 um. 1976 erfolgte dann der Bau der jetzigen Feuerwehrwache.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_008.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:20.03.05_scheidt_008.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/20.03.05_scheidt_008.jpg?w=200&amp;amp;tok=f2e72b&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; kurz vor dem Abbruch
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/2013_jahreswanderung_14.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Abitze&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2013-08-18-jahreswanderung:2013_jahreswanderung_14.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/2013_jahreswanderung_14.jpg?w=200&amp;amp;tok=b8e32c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; das alte Gerätehaus der Feuerwehr
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 00:14:38 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>In der Dumpe</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/dumpe</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;in_der_dumpe&quot;&gt;In der Dumpe&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Dumpe ist ein Ortsteil von Scheidt, der zur Flur „Mitten im Hof Scheidt“ gehörte und heute den Bereich der Strasse „Im Blumenwinkel“ umfasst. Flurbezeichnungen mit „Dumpe“ kommen im Oberbergischen Land häufiger vor und bedeuten eine Vertiefung im Gelände, die häufig mit Wasser gefüllt ist. Es gab sogar wirklich einen Teich, der sich auf dem Gelände der Tapetenfabrik von Ernst Jochen Höhler, heute ein Reifenhandel, befand. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Fluren, die den Hof umgeben sind unter anderem: „Auf der Bitzerhofwiese“, „In der Kefferwiese“, „Im Schladengarten“, „Oben in den Kämpen“ und „Auf der Hofstadtswiese“.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/scheidt_flurkarte.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:scheidt_flurkarte.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/scheidt_flurkarte.jpg?w=200&amp;amp;tok=c0b14a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flurkarte von 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ursprünglich wurde der Name auf das Haus der Familie Höhler, welches aus dem Ende des 18. Jahrhunderts stammt und das älteste Haus dort ist, verwendet. Dieses Haus stand ursprünglich isoliert vom restlichen Hof Scheidt und wurde seit 1881 von Albrecht Höhler und Karolina Schmitz bewohnt. Die Familie Höhler ist neben der Familie Lutter die älteste bis heute ohne Unterbrechungen in Scheidt bzw. Drabenderhöhe ansässigen Familien und wurde bereits 1638 in den Kirchenbüchern erwähnt. Danach lebte die Familie seines Sohnes Ottos dort. Man bezeichnete die Höhlers dort auch mit einem Zunamen zur Unterscheidung der verzweigten Familie als „de Dümper“, wie z.B. der Dümpers, Otto. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/haus_otto_hoehler_dumpe_im_scheidt_1913.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:haus_otto_hoehler_dumpe_im_scheidt_1913.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/haus_otto_hoehler_dumpe_im_scheidt_1913.jpg?w=200&amp;amp;tok=e92847&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Haus Albrecht Höhler 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bereits um 1828 sind in einer preussischen Katasterkarte zwei weitere Gebäude verzeichnet. Zum einen das Haus der Familie Disselhoff, zum anderen das Haus der Familie Höhler bzw. heute Stüwe. Hermann Disselhoff, ein Bäcker, stammte ursprünglich aus Volberg, heute Hoffnungsthal bei Rösrath, heiratete Eleonore Käfer und zog 1873 dorthin. Sein Sohn Wilhelm betrieb dort später eine Schusterwerkstatt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/img662.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:img662.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/img662.jpg?w=200&amp;amp;tok=ba2481&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verlegung der Wasserleitung 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das andere Haus war ursprünglich eine Scheune und wurde um 1872 abgerissen und als Wohnhaus neugebaut. Es wurde von Christian Höhler, einem Bruder von Albrecht Höhler bewohnt und 1921 erweitert. Christian Höhler war Bürstenfabrikant und betrieb mit seinem Bruder Heinrich, der im Stammhaus der Höhlers an der „Herrenhofer Strasse“ lebte, die „Oberbergische Bürstenfabrik H. Höhler und Co.“.  Das Gebäude wurde später von Christians Großneffen Erich Höhler erworben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/otto_hoehler2.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:otto_hoehler2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/otto_hoehler2.jpg?w=200&amp;amp;tok=35ca79&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Otto Höhler mit Ochsen
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/otto_hoehler_mit_kuh.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:otto_hoehler_mit_kuh.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/otto_hoehler_mit_kuh.jpg?w=200&amp;amp;tok=9a53fd&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Otto Höhler im Hintergrund die Schusterwerkstatt von Wilhelm Disselhoff
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1928 enstand neben dem alten Haus Höhler ein weiteres Gebäude. Ernst Höhler, ein Sohn des Albrecht Höhler, gründete mit seinen Brüdern Gustav und Friedrich 1923 die Bürstenfabrikation „Ernst Höhler und Co.“  und beantragte den Bau eines Wirtschaftsgebäudes direkt neben dem elterlichen Haus. Die Bürstenfabrikation war zunächst in einem Ende der 1920er Jahre abgebrannten Haus an der „Alten Kölner Straße“ untergebracht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/nach1945-historische_aufnahmen/scheidt_dumpe_im_blumenwinkel_nach_1953.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:nach1945-historische_aufnahmen:scheidt_dumpe_im_blumenwinkel_nach_1953.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/nach1945-historische_aufnahmen/scheidt_dumpe_im_blumenwinkel_nach_1953.jpg?w=200&amp;amp;tok=9b043b&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Dumpe um 1960
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch bereits 1927 ging die Firma in Konkurs. Das Gebäude war noch nicht fertiggestellt und es stand nur ein Fachwerkgerippe. Heinrich Höhler, der jüngste Bruder von Ernst Höhler kaufte das Gebäude und baute es 1928 zu einem stattlichen Wohnhaus aus. Heinrich Höhler und seine Frau Wilhelmine, geborene Grebe aus Hillerscheid betrieben ebenfalls eine Bürstenfabrikation in ihrem Haus. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/wilhelmine_hoehler_buerstenfabrikation_3.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:wilhelmine_hoehler_buerstenfabrikation_3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/wilhelmine_hoehler_buerstenfabrikation_3.jpg?w=200&amp;amp;tok=c3059d&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Bürstenfabrikation Wilhelmine und Heinrich Höhler
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im April 1945 befand sich hier das Lazarett der deutschen Truppen. Mehrere Dorfbewohner unterstützen den Stabsarzt und zwei Sanitäter bei der Versorgung der Verwundeten und Verstümmelten. Im Verlauf des Nachmittags des 12. April 1945 wurde der deutsche Kommandant schwer verletzt und der Stabsarzt ließ den Widerstand gegenüber den Amerikanern einstellen und verhinderte damit die endgültige Zerstörung von Drabenderhöhe. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/erich_hoehler_5_.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Adumpe&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:erich_hoehler_5_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/erich_hoehler_5_.jpg?w=200&amp;amp;tok=2db539&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erich Höhler, im Hintergrund Haus Heinrich Höhler, rechts Haus Christian Höhler
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Thu, 28 Jul 2016 00:02:30 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Im Kretsch</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/kretsch</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;im_kretsch&quot;&gt;Im Kretsch&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Kretsch ist ein Ortsteil von Scheidt und umfasst das Gebiet im Kreuzungsbereich der Alten Kölner Strasse und der Zeithstrasse. Die andere Seite der Zeithstrasse, sowie das ehemalige Gelände der Raiffeisengenossenschaft (heute Firma Trömpert) wurde als „Auf der Kretschwiese“ bezeichnet. In einer Steuerliste, den sogenannten Perd- und Schüppendiensten im Amt Windeck aus dem Jahre 1559 wird Kretsch erstmals mit Petter im Kretze urkundlich als Ortsteil von Scheidt erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens kann man einerseits aus dem mittelhochdeutschen Begriff „kretze“ herleiten. Kretze ist ein Berufsübernahme für einen Tragkorbmacher, „Kretschmar“ ist ostmitteldeutschen Ursprungs für einen Schankwirt. Laut mündlicher Überlieferung soll es im Kretsch mit dem „steinernen Tisch“ eine umfangreiche Fuhrmannskneipe gegeben haben. Dies ist durchaus denkbar, da sich Kretsch direkt an der Grenze zur Reichsherrschaft Homburg befand und in Drabenderhöhe eine Zollstätte eingerichtet war. Fuhrleute verkehrten damals zwischen Köln und Siegen und machten häufig Halt in Drabenderhöhe. Allerdings konnten sich im Drabenderhöher Kirchenbuch für das 18. Jahrhundert keine Schankwirte für diesen Bereich ermitteln. Die Überlieferung müsste demnach schon sehr alt sein. Andererseits lässt eine Deutung für Kretsch auch noch eine andere Möglichkeit zu. Kretz kann auch für Kreuz stehen, denn der Ortsteil befindet sich genau am Kreuzungspunkt der beiden mittelalterlichen Fernhandelswege der Brüderstrasse und der Zeithstrasse. Auf der Karte von Arnold Mercator aus dem Jahre 1575 wird zwar die Ortsbezeichnung nicht erwähnt, allerdings ist auf der bergischen Seite genau ein Haus eingezeichnet. Vermutlich handelte es sich dabei um den Vorgängerbau des späteren im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gasthof Müllenbach. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_1915.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Akretsch&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_1915.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_1915.jpg?w=200&amp;amp;tok=a7382c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ortsteil Kretsch mit den Häusern Klein, Nohl und Thönes, 1915
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die ersten namentlich bekannten Personen, die dort gewohnt haben, waren 1651 und 1672 Severin und Greta Schmidt. In der Personaufnahme von Pastor Haas 1675 lebt dort die Familie des Johannes Velder. 1705 heiratet der aus Dreisbach (Kirchspiel Wiehl) stammende Nikolaus Nohl Johannes Tochter Anna Margareta Velder. Seitdem blieb die Familie Nohl prägend für das Scheidter Viertel. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Haus, welches ursprünglich die Familie Nohl bewohnte, ist wohl das älteste und wurde  nach Fertigstellung der Zeithstasse von Daniel Müllenbach übernommen. Daniel Müllenbach kam aus Volberg/Hoffnungsthal. Er liess das alte Haus abreissen und errichtete einen neuen stattlichen Bau. Er hatte bereits 1868 an der Grenze zu Drabenderhöhe eine Gastwirtschaft mit dem damit wie üblich verbundenen Lebensmittel- und Textilgeschäft. Er starb früh im Alter von 50 Jahren im Jahre 1881. Seine Witwe Henriette führte das Geschäft fort. Der Gasthof Müllenbach sei in „Hotel“ gewesen, ein sehr schönes gepflegtes Haus, an beiden Seiten der Haustreppe eine Terrasse mit Lorbeerbäumen und vielen Blumen. Der älteste Sohn Otto Müllenbach (geboren 1868) hielt Pferde und Kühe und kaufte in Bergneustadt eine alte Scheune, um sie neben dem zu klein gewordenen Pferdestall aufzurichten. Er besuchte die Kunden mit der Kutsche und fuhr auch damit zu Gemeinderatssitzungen nach Much. Er initiierte die Eingemeindung von Scheidt nach Drabenderhöhe. 1945 wurde das Haus bei einem Fliegerangriff total zerstört. Danach blieb das Gelände eine Schuttstelle bis der Heimatverein 1949 einen kleinen Dorfplatz mit Rasenfläche und zwei Bänken anlegte. 1959 verkaufte die Familie Müllenbach das Grundstück an die Familie Jäkel, die dort das jetztige Wohnhaus mit Geschäftslokal erbaute. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gasthof_muellenbach_um_1907.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Akretsch&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gasthof_muellenbach_um_1907.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gasthof_muellenbach_um_1907.jpg?w=200&amp;amp;tok=3dec1a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Gasthof Müllenbach 1907
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts entstanden noch zwei weitere Gebäude. Das eine stand zwischen dem Gasthof Müllenbach und der Metzgerei Schick. Es brannte nach 1928 ab. Ernst Höhler (Sohn des Albrecht Höhlers) betrieb dort von 1923 bis zum Konkurs 1927 eine Bürstenfabrik.  Das andere Haus wurde von der Familie Robert Nohl bewohnt und wurde um 2000 abgerissen. Hier fand man der mündlichen Überlieferung nach den steinernen Gasthaustisch. Vermutlich hat die Familie Nohl diesen in das neuere Gebäude versetzt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In beiden Häusern lebten Anfang des 19. Jahrhunderts die Familien des Johann Peter Kaefer/Keffer, der mit Maria Elisabeth Nohl verheiratet war und des Meister Heinrich Strässer. 1832 heiratete Johannes Christian Thönes Maria Elisabeth Keffer. Nachdem die neue Trasse der Zeithstasse von Much nach Drabenderhöhe im Jahre 1862 angelegt wurde errichtete sein Sohn Friedrich Carl dort eine Schmiede. Das Gebäude existiert auch heute noch. Dort wurden zeitweise 12 Gesellen beschäftigt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die ursprüngliche Trasse der Zeithstrasse verlief von Much über die Bonrather Höhe und an Hückhausen vorbei, folgte dann der der jetzigen Strasse im Biesengarten bis zur Kirche. Hier kreuzte der Weg mit der Brüderstrasse. Von der Kirche aus folgte sie der heutigen Strassenführung bis Brächen. Von Brächen ging es dann weiter durch das Gelände der früheren Pension Eichenhof, durch den Wald zwischen Hipperich und Immerkopf bis oberhalb von Forst, durchquerte das Forstgebiet der Hohen Warte und stiess bei Ründeroth auf die Aggerfurt. 1854 wurde dann die neue Trasse von Drabenderhöhe nach Forst und später nach Kaltenbach, sowie 1862 die Chaussee von Drabenderhöhe nach Much fertiggestellt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/scheidt_kretsch.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Akretsch&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:scheidt_kretsch.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/scheidt_kretsch.jpg?w=200&amp;amp;tok=b8ff52&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Kretsch Flurkarte 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dabei entstanden auch noch weitere Häuser im Gebiet der Zeithstrasse auf dem Gelände der „Kretschwiese“. Direkt gegenüber lag das Haus der Familie Heinrich Nohl, in der nach dem Krieg eine Drogerie eingerichtet wurde. Das Haus wurde 1999 abgebrochen und durch einen Geschäftsneubau ersetzt. Daneben lebte die Familie des August Nohl. Dieses Haus steht noch und wurde im Jahre 1900 von Nümbrecht mit 32 Pferdefuhrwerken nach Drabenderhöhe versetzt. Es heisst, als August Nohls Vater bauen wollte, habe ihm sein Onkel darauf aufmerksam gemacht, dass in Nümbrecht ein Haus abgebrochen werden sollte, da die Familie nach Wuppertal verzogen sei. Ein anderer Onkel aus Bierenbach begutachtete den Zustand des Gebäudes für den Transport nach Drabenderhöhe. Das Zimmerwerk wurde aufgerichtet, die Fächer mit Weidegeflecht aufgefüllt und mit Lehm beworfen. Bei den „Beschlägereien“ wurde wohl ausgelassen getrunken, so dass man später dafür gerügt wurde. Seit 1920 betrieb dort die Familie Nohl eine Gärtnerei. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/drabenderhoehe_kretsch_-_schmiede_karl_thoenes.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Akretsch&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:drabenderhoehe_kretsch_-_schmiede_karl_thoenes.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/drabenderhoehe_kretsch_-_schmiede_karl_thoenes.jpg?w=200&amp;amp;tok=4b1ab4&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Schmiede Thönes
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Am 18. Januar 1920 wurde die landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft gegründet. 48 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil. 1927 entstand das erste eigene Lagerhaus, das 1942 erweitert wurde. Ein Jahr später folgt ein Anbau, der 1959 einem Neubau weichen musste. Direkt daneben entstand 1926 das Haus für den zweiten Drabenderhöher Lehrer. Beide Gebäude gehören heute der Firma Trömpert.  Ende der 1920er Jahre wurde auf dem Gelände von Otto Müllenbach, wo sein Pferdestall stand, ein weiteres Gebäude errichtet, was ursprünglich von der Familie Clausmeier bewohnt wurde.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zum Ortsteil Kretsch kann man auch noch den Gasthof Klein zuordnen, der bereits in der Flur „Im Schölersgarten“ liegt. 1860 errichtete Friedrich Klein einen Neubau. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/gasthof_klein_und_kirche_in_den_1930er_jahren.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Akretsch&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:gasthof_klein_und_kirche_in_den_1930er_jahren.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/gasthof_klein_und_kirche_in_den_1930er_jahren.jpg?w=200&amp;amp;tok=b22433&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Gasthof Klein in den 1930er Jahren 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Gasthaus wurde von Beginn an von der Familie Klein geführt. Das Gebäude steht seit 1994 unter Denkmalschutz und wird heute unter anderem Betreiber als „Artffarm“ als Gasthaus weitergeführt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weitere Informationen unter &lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/ort/sehenswertes/denkmaeler&quot; class=&quot;wikilink1&quot; title=&quot;ort:sehenswertes:denkmaeler&quot; data-wiki-id=&quot;ort:sehenswertes:denkmaeler&quot;&gt;9. Gasthof Klein&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 13:53:24 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Pfaffenscheid</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/pfaffenscheid</link>
            <description>
&lt;h3 id=&quot;pfaffenscheid&quot;&gt;Pfaffenscheid&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Pfaffenscheid ist ein Einzelhof südlich des Weilers Scheidt und ist der alte Pfarrhof der Kirchengemeinde Drabenderhöhe. Das Wohnhaus stammt vermutlich im Kern noch aus dem 16. Jhd. und ist damit neben dem Kirchturm das älteste noch erhaltenen Gebäude Drabenderhöhes. Der im Eichenbalken eingeritzte Türspruch lautete: „Heil denen die hier eintreten, Friede denen, die das Haus verlassen“. Erhalten geblieben sind bis heute die alte Wohnzimmertüre und ein geschmiedeter Nagel für die pastorale Kopfbedeckung. Seit 1984 steht der Hof unter Denkmalschutz. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_1_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Apfaffenscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_1_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_1_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=3e913a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Pfaffenscheid, Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ortsname Pfaffenscheid erscheint das erste Mal im Jahre 1698 in den Kirchenakten als „Pfaffenschede“. In früheren Jahrhunderten wurde der Hof schlicht als Wiedenhof, also als Pfarrsitz bezeichnet. Der Name Wiedenhof konnte in Deutschland bis ins 15.Jhd. nachgewiesen werden und ist von „Widembhof“, einem der Kirche gewidmeter Hof, abgeleitet. Ein Wiedenhof diente in einer Zeit, als die Geistlichen noch nicht aus dem Kirchensteueraufkommen oder direkt von den Kirchengemeinden bezahlt wurden, dem Pfarrer gleichzeitig als Erwerbsquelle und Wohnsitz. Ein Wohnhaus, eine kleine Landwirtschaft mit Tierhaltung und oftmals Fischfang- und Jagdmöglichkeit gehörten zum Wiedenhof. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_2_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Apfaffenscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_2_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_2_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=a59ab8&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Pfaffenscheid Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In den Kirchenakten finden sich 1621 die Bezeichnungen „Kirchen Widderumb“, 1653 „Widen hoff“ und 1671 „Witumbshoff“.
Der Wiedenhof im Pfaffenscheid wurde erstmals im Jahre 1582 im Visitationsbericht des Drabenderhöher Vikars Jakob Sasse an die bergische herzogliche Kommision erwähnt: 
„Die Kapelle gehöre dem Johanniterorden und nannte sich domus hospitalis Sancti Johannis Baptistae. Er habe vernommen, dass der Kommentur des Johanniterordens zu Marienhagen früher den Geistlichen in Drabenderhöhe angestellt habe, daß jetzt aber der Fürst von Berg die Stelle vergebe. Das Einkommen dasselbst belaufe sich auf 10 Gulden. Zu der Stelle gehörten damals 24 Morgen Haferland und 2 Morgen Garten. An Heu liefere das Gütchen kaum für sechs Kühe hinreichendes Futter, früher sei die Kapelle im Besitze eines Hofes zu Niederhoben (Niederhof) gewesen. Den  habe ein Windecker Amtmann Nesselrath für 180 Gulden an sich genommen. Das dafür gezahlte Kapital bringe jetzt 9 Gulden ein, ebensoviel, wie ehemals der Pacht des Hofes betragen habe. Auch gehörte der Kapelle früher eine halbe Mahlmühle In der Hoen (Hähner Mühle), welche der zweite Vorgänger des jetztigen Komtur zu Marienhagen dem windeckschen Rentmeister Pampus verkauft habe. Die Kirche habe außerdem jährlich sechs Gulden Einkommen und noch einige	Büsche, welche zu hawiger Zeit gehauen und verkauft würden.“ 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/dscf0163.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Apfaffenscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:dscf0163.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/dscf0163.jpg?w=200&amp;amp;tok=0b92d7&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Pfaffenscheid heute
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wann der Pfarrhof entstanden ist, lässt sich nicht genau ermitteln. Frühere Publikationen  berichten von einer urkundlichen Erwähnung aus dem Jahre 1060. Allerdings hat sich herausgestellt, dass es sich hierbei nicht um Pfaffenscheid handelt, sondern um den  Weiler Kirchscheid bei Lohmar. Sicher ist, dass der Kirchenzehnte 1395 an Herzog Wilhelm von Berg verkauft wurde und der Johanniterorden die Drabenderhöher Kirche im 15. Jhd. übernommen hat. Der Orden war mit dem Aufbau von kirchlichen Verwaltungsstrukturen beauftragt und hat vermutlich die Vikarstelle und damit auch den Hof eingerichtet. In einer Generalvisitation des Ordens in Marienhagen wurde 1495 die Kapelle mit dem Weltgeistlichen Conradus erwähnt, der vermutlich schon in Pfaffenscheid wohnte. Bereits 1582 stellte allerdings nicht mehr der Orden den Vikar, sondern der Herzog von Berg. Wahrscheinlich ist der Grund in der Reformation zu sehen, denn unter Vikar Jakob Neuleben, der in Drabenderhöhe von 1555 bis 1571 wirkte, trat die Gemeinde zum Luthertum über. Interessanterweise liegt der Hof nicht in der Herrschaft Homburg, sondern im Herzogtum Berg, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass auch in kirchlichen Belagen der Herzog eine gewisse Rolle spielte, zumal die Kirche zwischen Berg und Sayn-Wittgenstein strittig war. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Kirchenrechnungen lassen im 17. und 18. Jhd. zunehmend bauliche Mängel feststellen. Pastor Haas schreibt 1693: „ habe die Scheune mit Dillen lassen bekleiden. Kosten ohne Materialen, der Arbeitslohn 4 Gulden“. Zwischen 1719 und 1734 werden laufend Reparaturen vorgenommen. Pastor Christian Bellingrath, der seit 1729 im Amt ist, vermerkt folgendes: „die alte Pompe am Pastorenhaus gänzlich zerissen, verfolglich zum Wasserausheben unbequem und eine neue Pompe wegen gänzlicher Notwendigkeit – 13 Gulden, 8 Albus Beköstigen des Pompenmeisters – 6 Gulden dem Pompenmeister beständig jemand zu helfen – 9 Gulden“.  1744 wurden die Gebäude durch einen Sturm, 10 alte Eichen stürzten um, schwer beschädigt. Die Renovierungsarbeiten wurden erst 1770 abgeschlossen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Kirchenchronik berichtet, dass unter Christian Bellingrath auch Schulunterricht in Pfaffenscheid abgehalten wurde. Als Schulgebäude diente die heute noch bestehende steinerne Scheune. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_3_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Apfaffenscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:pfaffenscheid_3_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/pfaffenscheid_3_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=a43bb8&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
ehemalige Schule, Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mündlich überliefert ist ein nachbarlicher Zwist. Die Scheidter Bauern liessen manchmal ihre Schweine frei herumlaufen, die dann des Pastors Garten umpflügten. Daraufhin soll Pastor Bellingrath in einer Predigt einigen Besuchern gedroht haben: „Ihr Scheidter Bauern, Dreibholz, Bergerhoff und Genossen, haltet mir ja Eure Säue fest“. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1784 tritt Johann Wilhelm Schöler das Pastorenamt in Drabenderhöhe an. Er war mit dem Domizil in Pfaffenscheid nicht zufrieden, da es sehr baufällig war. Er stellte einen Antrag auf Neubau eines Pfarrhauses im Dorf. Der Antrag wurde vom Landesvorstand, ohne dessen Einwilligung keine Gemeindemittel verwendet werden durften, abgelehnt. Für einige hundert Reichstaler wurde das Haus nochmals Instand gesetzt. Aber laut Kirchenchronik blieb Pfaffenscheid immer noch in einem schlechten Zustand.  Daraufhin baut Pfarrer Schöler, der im Dorf noch eigene Güter besaß, 1790 ein eigenes Haus, das jetzige Pastorat. Da der Wiedenhof nicht mehr als Pfarrsitz genutzt wurde, entstand auch der heutige Name Pfaffenscheid. In der Aufnahme der Karte „Carte des Herzogthums Berg“ von Carl Friedrich von Wiebeking aus dem Jahre 1790 ist „Pfaffenbeng“ (Pfaffenberg) erwähnt. Sicher ist dies ein Übertragungsfehler. Auf der homburgischen Seite, ungefähr an der Stelle vom Ort Dahl  ist widersprüchlich ein „Widerhoff“ (Wiedenhof) eingezeichnet. Vermutlich sollte es Pfaffenscheid heißen, wie es richtig im Topographischen Statistischen Geographischen Wörterbuch des Preußischen Staates aus dem Jahre 1821 dargestellt ist. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/dscf0168.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Apfaffenscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:dscf0168.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/dscf0168.jpg?w=200&amp;amp;tok=e6b0a0&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; die ehemalige Schule heute
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach 1790 wurde das Pfarrgut verpachtet. Erster Pächter war ein Christian Kemper. 1803 folgt ihm Johannes Bau aus Guxmühlen, 1810 die Familie des Johannes Marsch, sowie dessen Neffe Johannes Heinrich Klucke aus Überdorf. Zwischenzeitlich lassen sich noch ein Johannes Christian Hardt, Johannes Heinrich Lutter und Adolph Friedrich Jung in Pfaffenscheid nachweisen. Ab 1835 ist als Pächter ein Wimar Wahlen angegeben, zwischen 1847 und 1850 Franz Peter Lindenberg. Danach lebt auf dem Gut bis etwa 1867 Wilhelm Zapp und seine Familie. Das Pastorat im Dorf wurde von der Kirchengemeinde angemietet und 1860 von der Familie Schöler gekauft. Unter Pastor Christian Bickenbach wird Pfaffenscheid dann 1867 mit 17 gegen 9 Stimmen des Presbyteriums an die Wittwe Henriette Schöneshofer verkauft. Ihre Tochter Amalie heiratet 1878 Friedrich Wilhelm Mertens aus Helzen bei Waldbröl. Ihr Sohn Wilhelm Mertens übernimmt später Pfaffenscheid. Die Nachfahren der Familie Mertens leben heute noch auf dem ehemaligen Pfarrgut. 1924 unterzeichnen die Bewohner von Pfaffenscheid (Karl Mertens, Emilie Mertens und Mathias Morosow) den Antrag der Bewohner aus Scheidt und Obermiebach zur Ausgemeindung aus Much nach Drabenderhöhe. 1932 wurde dann Pfaffenscheid zusammen mit Scheidt und Anfang in die Gemeinde Drabenderhöhe eingegliedert. Allerdings wurde nur ein kleiner Teil der Pfaffenscheider Flur, die bis nach Obermiebach reichte, eingemeindet. Die Grenze zwischen Much und Drabenderhöhe bzw. der späteren Stadt Wiehl verläuft bis heute östlich des Hersiefens, unmittelbar hinter dem Hof Pfaffenscheid. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Fri, 15 Apr 2022 15:03:01 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Im Salzrümpchen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/salzruempchen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;im_salzruempchen&quot;&gt;Im Salzrümpchen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Salzrümpchen ist die Bezeichnung eines Hauses im Ortsteil Scheidt-&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/schniffel&quot; class=&quot;wikilink1&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:schniffel&quot; data-wiki-id=&quot;hoefe:scheidt:schniffel&quot;&gt;Auf der Schniffel&lt;/a&gt; an der heutigen Ecke Brunnenweg/Alte Kölner Straße. Das Haus wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet. Der Name verweist auf ein Salzlager, welches wahrscheinlich in Verbindung mit der Brüderstraße, die später auch „Cölnweg“ oder „Cölner Strasse“ genannt wurde, steht. Der Begriff „Rümpchen“ bedeutet Gefäß. Interessanterweise findet sich die Bezeichnung Salzrümpchen auch in Köln. Bereits 1241 wird dort das Haus Salzrump, an der Römergasse gelegen, erstmals genannt, als es durch Johann von der Lintgassen vom Kloster Sankt Mauritius abgekauft wurde. Im Jahre 1313 wird dort eine Bäckerei erwähnt. Nach wiederholtem Besitzerwechsel wurde das Anwesen in zwei Häuser geteilt.  Eines der Häuser wurde im Jahre 1589 von dem Brauer Michael Hermann aus Speyer für 1000 Goldtaler gekauft, der darin eine Brauerei betrieb. Sie nannte sich „Brauhaus zum Salzrump“ und bestand als Brauhaus „Zum Salzrümpchen“ bis zur Zerstörung 1945.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/salzruempchen_ende_1950er_jahre.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Asalzruempchen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:salzruempchen_ende_1950er_jahre.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/salzruempchen_ende_1950er_jahre.jpg?w=200&amp;amp;tok=e5d4f4&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Im Salzrümpchen Ende 1950er Jahre
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vermutlich wurde im 18. Jahrhundert, als das Haus im Scheidt gebaut wurde, Salz von Köln nach Siegen transportiert und im „Salzrümpchen“ zwischengelagert. Denkbar ist es, dass dies wegen der Zollstätte an der Kirche in Drabenderhöhe geschah, denn hier übertrat man die Grenze vom Herzogtum Berg in die Reichsherrschaft Homburg. Über die Bewohner im 18. und 19. Jahrhundert ist leider nichts bekannt. Die Bezeichnung „Im Salzrümpchen“ wurde nur mündlich weitergeben, auf den alten Urkatasterkarten von 1828 gibt es keine Bezeichnung für das Haus und wird, wie die Nachbarhäuser „vom Schemm“, „Puhl“, „Bellingrath“ und „Hühn“, sowie das heute von der Familie Lutter bewohnte Haus unter der Bezeichnung Schniffel geführt. Der Besitzer des Hauses im Jahre 1828 war Johann Schmitt senior. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/firma_willi_hans.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Asalzruempchen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;firma_willi_hans.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/firma_willi_hans.jpg?w=200&amp;amp;tok=a6ae3c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Firma Willi Hans um 1966
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte Otto Höhler das Anwesen und lebte dort mit seiner Familie. Nachdem die Bürstenfabrik seines Bruders Ernst in Konkurs ging, musste das Haus 1927 wieder verkauft werden und kam später in Besitz von Wilhelm Hans, der 1929 die Firma „Willi Hans Klempnerei und Installationen“ gründete und dort ein Haushaltswarengeschäft eröffnete. Als Betriebsfahrzeug war lediglich ein Fahrrad vorhanden, grössere Teile wurden mit einem Milchwagen zum Kunden gebracht. Wilhelm „Willi“ Hans stammte aus Forst und heiratete Martha Hüschemenger. 1932 lebten die beiden noch im elterlichen Haus von Albrecht Hüschemenger „auf der Bitze“ im Scheidt. Zur selben Zeit bewohnten Gustav Höhler, und später Eugen Höhler mit seiner Ehefrau Margarethe, beide Brüder von Otto Höhler das „Salzrümpchen“. Er unterhielt Anfang der 1950er Jaher hier ein Lotto-Totto-Geschäft. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/p1040116.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Asalzruempchen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:p1040116.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/p1040116.jpg?w=200&amp;amp;tok=958a89&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Im Salzrümpchen heute
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Um 1961 zog man mit dem Haushaltswarengeschäft in einen Neubau auf der gegenüberliegenden Seite der Alten Kölner Strasse. Dahinter wurde 1965 für die Installationsfirma eine Lagerhalle mit Büro errichtet. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 15:25:13 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Auf der Schniffel</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/schniffel</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;auf_der_schniffel&quot;&gt;Auf der Schniffel&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Schniffel bezeichnet ein Viertel im Ortsteil Scheidt im Bereich an der Alten Kölner Strasse und des Brunnenwegs. Es umfasst die heutigen Häuser Alte Kölner Strasse 5, 7, 9, 11, 15, 17 und 20, sowie Brunnenweg 1a, 1b, 2, 2a, 4, 6, 8, 10 und 12. Die Herkunft des Namens ist unklar. Man könnte mehrere Deutungen heranziehen. Eine Möglichkeit wäre eine Wortpaarzusammensetzung aus dem mittelhochdeutschen „snîwe“ = schneien und „būhel“ = Bühl, Anhöhe, Hügel. Dabei verschleift das „Bühl“ im homburgischen Dialekt wie auch in anderen Geländebezeichnungen wie Steimel (Steinbühl) oder Hömel (Hoher Bühl).  Ein anderer Bezug ergibt sich aus dem rheinischen Dialektwort „Schniffel“, was für feinen Regen oder Schnee steht. Ein ähnlicher Ausdruck existiert im Eifeler Höhenzug Schneifel. Dabei soll sich der Begriff aus einem althochdeutschen Ausdruck für Scheide oder Schneise,  im Sinne eines ausgehauenen Waldweges entwickelt haben. Interessanter Weise läuft hier die Alte Kölner Strasse entlang, einer alten Handelsstrasse, die früher auch Brüderstrasse hiess und von Köln nach Siegen führte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/ort/drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;ort:drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/ort/drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg?w=200&amp;amp;tok=b7df44&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Schniffel, Ansicht von 1837 - Skizzenbuchen von Wilhelm Klein
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/img_0339.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:img_0339.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/img_0339.jpg?w=200&amp;amp;tok=00eb1a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Schniffel 2011
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf den alten Urrisskarten der preussischen Katastervermessung aus dem Jahre 1828 weisen noch weitere Flurnamen auf den Ort hin, wie „Im Schniffelshof“ (Scheidt), „Am Landgraben oberm Schniffelshof“ (Scheidt), „vor im Schniffelsgarten“ (Scheidt), „Im Schniffelsgarten“ (Pfaffenscheid) und „Im Schniffels Schimmelhau“ (Velten – Im Bereich zwischen Brächen und Kaltenbach, am Hipperichsiefen). Am Ortsteil Schniffel verlief nicht nur die alte Handelsstrasse vorbei, sondern auch die frühere bergische Amtsgrenze zwischen Windeck und Steinbach und  den späteren Gemeindegrenzen zwischen Much und Engelskirchen. Dabei trennte ein Landgraben, wie zahlreiche Flurnamen beweisen die beiden Ämter. Die Strasse lag noch auf Windecker Territorium. Das einzige Gebäude, welches nicht zur Gemeinde Engelskirchen gehörte und nördlich der Alten Kölner Strasse lag und noch liegt, ist die heutige Hausnummer 20. Alle anderen, vorallem die im 19. Jahrhundert entstandenen vier Häuser, gehörten bereits zum Ortsteil Anfang. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/schniffel.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:schniffel.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/schniffel.jpg?w=200&amp;amp;tok=29f15a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Katasterkarte von 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Viertel wurde urkundlich zum ersten Mal in den Kirchenbüchern von Engelskirchen im Jahre 1651 als „Uff der Schniffel“ erwähnt. Rohl Lutter war der Taufpate von Johannes Schmidt aus Verr. Schniffel bestand damals nur aus einem Gebäude. Dieses Haus existiert noch heute im Brunnenweg und ist neben dem alten Pfarrhaus im Pfaffenscheid eines der ältesten noch stehenden Gebäude in Drabenderhöhe.Dendrochronologische Untersuchungen der Dachbalken haben ergeben, dass das Fälldatum des Holzes aus dem Jahre 1664 stammt. Da das Haus bereits schon 1651 existierte, muss es wohl nach dieser Zeit umgebaut worden sein.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Hier hat die noch heute in Drabenderhöhe und Umgebung lebende Familie Lutter ihren Ursprung. In den Kirchenrechnungen existiert eine Akte vom 11. November 1628 als Rohl Lutter im Scheidt und seine Ehefreu Else von der Kirchengemeinde 9 Maltersaat Kirchenbusch im Hedtberg (Hipperich) auf die Dauer von 9 Jahren für jährlich 7 Gulden pachtete. Die Akte unterzeichneten Conrad (Höhler), der Pächter und Christian Klee, Pastor auf der Höhe. Einige Jahre später scheint Rohl Lutter dann das Haus „Auf der Schniffel“ gebaut zu haben„.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In den Kirchenbüchern von Drabenderhöhe erscheint 1675 Johannes Lutter „uff der Sniffel“ und war mit Gertrud Weber aus Schnellenbach verheiratet. Dies lässt sich wiederum aufgrund des Mucher Kirchenbucheintrages der Hochzeit im Jahre 1660 feststellen. Vermutlich ist er ein Sohn des Rohl (Roland) Lutter, der im Jahre 1659 verstarb. Es kann davon ausgegangen werden, dass Johannes Lutter noch zwei Brüder hatte. In der Personenaufnahme von 1675 findet sich in Hahn noch ein Heinrich Lutter und in Dahl ein weiterer Johannes Lutter. Seit 1720 ist in Schniffel die Familie Bellingrath nachweisbar. Dietrich Bellingrath war verheiratet mit Elisabeth Höhler aus Scheidt. Er selber stammte wahrscheinlich aus Bellingroth bei Ründeroth. Vermutlich gab es um die Zeit bereits zwei Wohngebäude in Schniffel. Dies würde auch die bergische Huldigungliste von 1731 belegen, wo die Haushaltsvorstände Dietrich Bellingrath und Johann Herhausen, der mit Catharina Lutter, Urenkelin von Johannes Lutter  verheiratet war. Die Kinder von Johannes Lutter hatten teilweise in begüterte Familien eingeheiratet- so etwa Johnnes Luther mit Catharina Schmidt, die Tochter des Handelsmann Peter Schmidt aus Anfang, später Drabenderhöhe (Der Sohn Christian Schmidt war später der Erbauer des Burghauses in Bielstein) und Christian Luther mit Anna Catharina Hackebracht, Tochter des Schultheiß Johann Georg Hackebracht, Besitzer des Burghauses in Börnhausen. In Auf der Schniffel verblieb Sohn Dietrich Lutter, verheiratet mit Catharina Jost aus Scheidt bis zu seinem Tode 1736. Dietrich Bellingrath errichtete 1745 das dritte Haus im Weiler. Das belegte der alte Türspruch „DIERICH BELLINGRATH VND ELS HOLLER ANNO DOM 1745 II VI“ am Eingang. Leider wurde das Haus im Jahre 2000 abgerissen. Wahrscheinlich existierte auch ein Bezug zur Familie Lutter. Johannes Lutters Tochter Margaretha heiratete 1691 Anton Bellingrath aus Bellingroth und zog dorthin. Wahrscheinlich stammt Dietrich Bellingrath aus dieser Familie und ist ein Bruder des Anton Bellingrath.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/haus_bellingrath_mueller_1975.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:haus_bellingrath_mueller_1975.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/haus_bellingrath_mueller_1975.jpg?w=200&amp;amp;tok=013451&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Haus Bellingrath 1975
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zeitweise lebte in Schniffel zwischen 1723 und 1727 noch ein Christian Dreibholz mit seiner Familie. Vermutlich war er mit dem homburgischen Kammerath Johann Heinrich Dreibholz verwandt, der Taufpate seines Sohnes war. Zwischen 1734 und 1744 hatte Johannes Höhler, Sohn des Albert Höhlers aus Scheidt seinen Wohnsitz im Weiler. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040115.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2013-08-18-jahreswanderung:p1040115.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040115.jpg?w=200&amp;amp;tok=0af4a9&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; um 1830 aus einer Scheune umgebaut
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Danach siedelten sich vorallem Kauf- und Handelsmänner in dem alten Viertel an. Vermutlich war die Lage an der Cölner Strasse und die Nähe der Zollstation an der bergisch-homburgischen Grenze dafür ausschlaggebend. Mit der Bezeichnung des Hauses &lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/salzruempchen&quot; class=&quot;wikilink1&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:salzruempchen&quot; data-wiki-id=&quot;hoefe:scheidt:salzruempchen&quot;&gt;Im Salzrümpchen&lt;/a&gt; wurde hier ein Salzdepot angelegt. Seit 1743 lebte die Familie des Handelsmann Johannes Schmidt in Schniffel. Ein weitere Kaufmannsfamilie Schmidt siedelte sich dort um 1744 an. Christian Schmidt, Sohn des Arnold Schmidt, stammte ursprünglich aus Hunstig und heiratete aus dem benachbarten Scheidter Viertel Spitzenburg Sibylla Getrud Stöcker. Ihr Sohn Johannes Christian war ebenfalls Kaufmann und auch Zöllner, wie aus einem Taufeintrag von 1789 hervorgeht. Dies ist einer der wenigen Belege, von namentlich bekannten Drabenderhöher Zöllnern, die an der nahen Grenze tätig waren. Arnold Schmidt musste ebenfalls nach Drabenderhöhe gezogen sein, da er 1744 hier beerdigt wurde. Über die Familie Schmidt ist das alte Haus an der Alten Kölner Strasse durch Heirat dann an die aus Jennecken stammende Familie Kauert übergegangen, die es bis zum Tode der letzten Nachfahrin vor einigen Jahren besessen hatte. In die Familie des Johannes Schmidt heiratete der aus Börlinghausen bei Marienheide stammende Caspar Dietrich vom Schemm. Die vom Schemms waren ebenfalls Kaufleute und hatten ihren Ursprung in Brüninghausen bei Lüdenscheid. Mit seiner Frau Maria Catharina Schmidt bewohnte er den Hauskomplex im Brunnenweg. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040112.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2013-08-18-jahreswanderung:p1040112.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040112.jpg?w=200&amp;amp;tok=72d01d&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Häuser Puhl und von Schemm
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Caspar Dietrich als auch sein Sohn Johannes Christian besetzen neben dem Handelsgeschäft auch die Stelle eines Munizipalrates (1809 und 1811). Vermutlich waren die beiden Gemeinderäte der von den Franzosen neu gegründeten Marie Much.  Der letzte vom Schemm, Wilhelm, ein Urenkel des Caspar Friedrich wurde sogar in den Drabenderhöher Kirchenchronik wegen seines ungewöhnlich auffälligen Verhaltens erwähnt. Vom Schemm war um 1900 Handelsmann und Bergwerksbesitzer und erbte von seinem Vater Wilhelm Ferdinand 1899 ein sehr grosses Vermögen. Er war ein sehr streitsüchtiger Mensch, prozessierte gerne und war sehr unbeliebt im Dorf. Im schwarzen Cape zog er mit seinen Kumpanen durch die Gegend und legte sich mit jedem an. So auch mit Pastor Spandau, der angeblich 200 Reichsmark unterschlagen haben sollte. Bei Taufen und Trauungen, auf den einsamen Wegen von den Höfen nach Drabenderhöhe, tauchte der von Schemm immer wieder plötzlich auf und fragte Spandau nach dem Verbleib des Geldes. Letzenendes verlor vom Schemm mit Spekulationen sein Geld, dass er schließlich auf Armenkosten in Bonn beerdigt wurde. Der einzige, der die Beerdigung begleitete, war der Kutscher Bellingrath, weil er ihm immer ein gutes Trinkgeld gegeben habe. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Tode Wilhelm vom Schemms gründeten 1909 Heinrich Kahlenberg aus Jöllenbeck bei Bielefeld und Albin Kraus aus Merans (Sachsen) im Schemmschen Anwesen (heute Brunnenweg/Alte Kölner Straße) die „Drabenderhöher Bürstenfabrik Kahlenberg &amp;amp; Co.“. 1919 wurde das Werk von Willi Schmitz und Hermann Holländer übernommen und unter dem Namen „Drabenderhöher Bürstenfabrik, Kahlenberg &amp;amp; Co., Inh. Schmitz &amp;amp; Holländer“ weitergeführt. Willi Schmitz verstarb am 25. Oktober 1920 mit nur 22 Jahren.  Karl Schmitz trat am 14. Mai 1919 als Kaufmannsgehilfe in die Firma ein und ersetzte 1921 seinen Bruder als Gesellschafter und wurde 1927 zum Alleininhaber. Im Jahre 1932 wurde der Betrieb um eine Hornwarenfertigung für Jagd- und Sportartikel, sowie Trillerpfeiffen erweitert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ab 1935 wurde der Betrieb unter dem Namen „Karl Schmitz, Bürsten-, Pinsel- und Hornwarenfabrik Drabenderhöhe“ weitergeführt. Im Jahre 1946 erfolgte in der Führung ein Generationenwechsel mit Sohn Willi Schmitz und Schwiegersohn Rudolf Krüger. Abnehmer der hergestellten Erzeugnisse waren nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem Bundesbahn, Bundeswehr, Feuerwehren und Hundeliebhaber. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Da die baulichen Möglichkeiten in den alten Fachwerkäusern auf der Schniffel nur sehr eingeschränkt waren, zog man 1954 an den Drabenderhöher Ortsrand an der Zeitstraße in einen damals modernen Neubau um. In der Fabrikation orientierte man sich vermehrt an den Industriebedarf an technischen Bürsten, dem ein Großhandelsbereich für Matten, Folien, Teppichen und Malerartikel, sowie ein Import angegliedert war. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Durch die Weiterentwicklung im Großhandel zeigte sich der Neubau bereits als zu klein, so dass 1968 ein neues Großlager errichtet wurde. Der Export erstreckte sich insbesondere nach Amerika, die Niederlande, Großbrittanien, Österreich und die Schweiz. Importiert wurden unter anderem Wurzeln aus Mexiko, Pflanzenfasern aus Indien und Afrika, Büffelhorn aus Indien und Brasilien, sowie Ziegenhaar aus China. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1972 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt und firmierte als „Karl Schmitz KG“. Im Jahre 1976 beschäftigte der Betrieb 50 Mitarbeiter.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vor vielen Jahren wurde der Betrieb an der Zeitstraße eingestellt.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040118.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2013-08-18-jahreswanderung:p1040118.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/p1040118.jpg?w=200&amp;amp;tok=900abd&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; ältestes Haus Lutter, Schmidt &amp;amp; Kauert
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/dumpe_februar_2010_053.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:dumpe_februar_2010_053.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/dumpe_februar_2010_053.jpg?w=200&amp;amp;tok=bbc26d&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Haus Lutter, Schmidt, Kauert im Winter 2010
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ausbau der Ortsteils setzte sich Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts fort. So lebte  der Kaufhändler Jacob Heinrich Kimpel dort, weiterhin die Brüder Christoph und Christian Peter Witscher (Landmesser bzw. Gastwirt in Anfang), sowie der Handelsmann Gerhard Klucke und der Branntweinbrenner Christian Thönes. Die Familien Witscher und Klucke heirateten wiederum in die Familie Schmidt ein. Als 1828 die Preussen die ersten Katasterkarten anfertigten, existierten in Schniffel bereits sieben Wohngebäude und vier Scheunen. Bis 1872 teilte man dann das Haus Witscher und baute die Scheune nördlich der Alten Kölner Strasse in ein Wohnhaus um. Ebenso wurden die Häuser Bellingrath und Puhl erweitert bzw. geteilt, so dass das Gebäudeensemble sich auf zehn Wohnhäuser vergrösserte. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts lebten vorallem die Familien Bellingrath, Dannenberg, Diesem, Disselhoff, Höhler, Hühn, Kauert, Muth, Puhl, Schmidt, von Schemm und Witscher in Schniffel. Sie waren meist Bauern. Die Familie Witscher unterhielt seit 1875 eine Metzgerei, die von den Familien Schmidt, Noss und später Schick weiter betrieben wurde. In den 1960er bzw. 1970er Jahren betrieb die Familie Bellingrath ein kleines Lebensmittelgeschäft und die Familie Hans im Haus „Im  Salzrümpchen“ eine Haushaltswarengeschäft. Im Jahre 1958 entstand auf dem Weg von Drabenderhöhe nach Verr der Aussiedlerhof „Löher Hof“, den Otto Hühn inmitten seiner landwirtschaftlichen Flächen ausserhalb des Dorfes erbaute und damit die Voraussetzung für eine Modernisierung und Vergrösserung seines Agarbetriebes schuf. Seinen Betrieb in Schniffel gab er auf.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/haeuser_schick_und_huehn_1975.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aschniffel&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:haeuser_schick_und_huehn_1975.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/haeuser_schick_und_huehn_1975.jpg?w=200&amp;amp;tok=8ccb6f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Häuser Witscher/Schmidt &amp;amp; Hühn 1975 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heute bildet der Ortsteil Schniffel ein geschlossenes Fachwerkensemble mit insgesamt fünf seit 1981/1984 denkmalgeschützen Häusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Fri, 28 Feb 2025 18:49:47 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Auf der Spitzenburg</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt/spitzenburg</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;auf_der_spitzenburg&quot;&gt;Auf der Spitzenburg&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Auf der Spitzenburg ist eine Haus- und Flurbezeichnung im heutigen Drabenderhöher Ortsteil Scheidt. Das Flurstück umfasst das Gebiet zwischen Brunnenweg, Alter Kölner Strasse und Herrenhofer Strasse. Über die Herkunft des Flurnamens lässt sich nur wenig sagen. Eine Burg hat hier auf gar keinen Fall gestanden. Da das Gebäude 1559 in der urkundlichen Erstnennung von Scheidt noch nicht genannt wurde, kann man annehmen, dass es vermutlich im Anfang/Mitte des 17. Jahrhundert erbaut wurde und man als Ortsbezeichnun den vermutlich schon vorhandenen Flurnamen verwendete. Dabei könnte sich hinter der „Burg“ auch schlicht das Wort „Berg“ verbergen. Vielleicht handelt es sich dabei um einen „spitzen“ Berg, was aber topografisch nicht ganz passt. Möglicherweise könnte es auch auf den spitzen Giebel des Hauses deuten, welches nicht im Tal liegt, sondern auf einer Anhöhe an der alten Brüderstrasse. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_spitzenburg_um_1914.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aspitzenburg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_spitzenburg_um_1914.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_spitzenburg_um_1914.jpg?w=200&amp;amp;tok=bc3cfb&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Spitzenburg vor dem 1. Weltkrieg
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Urkundlich wird das Haus 1669 als „Uff der Spitzenburg“ im Kirchenbuch Marienberghausen erwähnt, als Heinrich Pfeiffer als Taufpate von Heinrich Klein, Sohn des Adolf Klein aus Nallingen genannt wird. Heinrich Pfeiffer lebte mit seiner Familie bis etwa 1674 dort. Danach zog er nach Dahl um. Dies belegt die Personaufnahme von Pastor Joahnnes Haas aus dem Jahre 1675. In diesem Jahr wird unter dem Ortsteil Scheidt „Uff der Spitzburg“ Severin Velder mit seinem Sohn Johannes dokumentiert. Ein Sohn Albert Velder lebte zu diesem Zeitpunkt im Scheidt, einer weiterer Sohn Johannes im Kretsch. Nach dem Tode Severin und Johannes Velder nach 1678, ist Sohn Albert spätestens 1683 nach Spitzenburg gezogen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scheidt/auf_der_spitzenburg.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aspitzenburg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scheidt:auf_der_spitzenburg.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scheidt/auf_der_spitzenburg.jpg?w=200&amp;amp;tok=847a57&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flurkarte von 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seit etwa 1699 bewohnte die Spitzenburg Heinrich Schmidt, Sohn des Kaufmanns und Gutsbesitzers Peter Schmidt aus Anfang, später Drabenderhöhe. Der Bruder Christian Schmidt war später der Erbauer der Burg in Bielstein. Heinrich Schmidt war mit Catharina Klein aus Elsenroth verheiratet und hatte insgesamt sechs Kinder. Die Tochter Catharina war später mit Johann Heinrich Herhausen aus dem Nachbarweiler Schniffel verheiratet. Seine Tochter Ursula heiratete 1732 Philipp Stöcker aus Herferath, der das Anwesen dann übernahm. Das Haus blieb in Familienbesitz, bis Enkel Johann Heinrich Christian Stöcker 1798 nach Dahl umzog. Zeitweise lassen sich noch weitere Familiennamen nachweisen, wie Heinrich Schumacher (1709), die Magd Maria Clement (1748), der Meister Johannes Penz (1779), Buschhüter Heinrich Caspar Jost (1782 bis 1784, dann nach Drabenderhöhe umgezogen), Johannes Kauert (1794), der Ackersmann Johannes Christian Kauert (1794), Johannes Heinrich Dähler (1800) und Doktor Franz Peter Weilandt (1805), geboren in Seelscheid, gewohnt zeitweise in Obermiebach (1800) und Drabenderhöhe (1802). 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/spitzenburg_2_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aspitzenburg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:spitzenburg_2_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/spitzenburg_2_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=2b9463&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Alte Eibe vor dem Haus Spitzenburg, Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Unter der französischen Verwaltung wurde Spitzenburg 1808 der Bürgermeisterei Much, Ortsteil Scheidt zugeordnet. Mit der Uraufnahme der preussischen Katasterkarten im Jahre 1828 lässt sich ermitteln, dass zum Haus noch einige Grundstücke gehörten: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Im Spitzburger Garten (Flur Scheidt, heute Bereich Im Biesengarten)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Unterm Spitzburger Garten (Flur Scheidt, heute Bereich Im Biesengarten)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Am Landgraben am Spitzburger Garten (Flur Scheidt, heute Bereich Im Biesengarten)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Im Spitzburger Garten (Flur Verr, heute Bereich nördlich der Alten Kölner Strasse)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Die Flur „Auf der Spitzenburg“ umfasste lediglich ein Wohnhaus, sowie einer am heutigen Brunnenweg gelegenen Scheune. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/spitzenburg_1_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Ascheidt%3Aspitzenburg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:spitzenburg_1_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/spitzenburg_1_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=d2676d&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Spitzenburg in den 1920er Jahren, Archiv Much
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Seit etwa 1906 lebte Carl Voß mit seiner Frau Emilie im Haus Spitzenburg. Sein Vater, der Schmied Albrecht Voß bewohnte das kleine Haus, welches zum Ortsteil Anfang zählt (Herrenhofer Straße 6)und um 1897 von der Grube Silberkaule hierher versetzt wurde. Er stammte aus dem alten Voß&amp;#039;schen Haus (Herrenhofer Str. 29) im Scheidt. Carls Mutter Carolina war eine geborene Schumacher. Vermutlich bewohnten die Schumachers vor Carl Voss das Haus Spitzenburg. Ihr Vater Friedrich Schumacher war Landwirt und lebten dort bereits um 1879. Woher die Schumachers stammten, ließ sich leider nicht ausmachen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Carl Voss musste das nunmehr zweihundertfünfzig Jahre alte Gebäude wegen Baufälligkeit Mitte der 1930er Jahre abrechen lassen. Es stand ungefähr an der Stelle des heutigen Hauses Alte Kölner Strasse Nr. 19. Die Familie Voß errichtete dann einen noch heute existierenden Bau (Alte Kölner Str. 21). Bis in die 1970er Jahre bestand die Ortsbezeichnung „Auf der Spitzenburg“ aus nur einem Gebäude. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe:scheidt</category>
            <pubDate>Wed, 22 Aug 2018 12:14:49 +0000</pubDate>
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