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        <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V. hoefe</title>
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            <title>Heimatverein Drabenderhöhe e.V.</title>
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            <title>Anfang</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/anfang</link>
            <description>
&lt;h3 id=&quot;anfang&quot;&gt;Anfang&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Hof Anfang ist ein Ortsteil von Drabenderhöhe. Ursprünglich bestand dieser nur aus einem Haus, welches die frühere Gaststätte Lang beherbergte. Der Ort liegt bereits jenseits der Kirche zu Drabenderhöhe und damit auch jenseits der früheren homburgischen Landesgrenze. Wahrscheinlich kommt die Bezeichnung von dieser Grenzlage, denn hier begann das Territorium des Herzogtum Bergs mit dem Amt Steinbach. Der Hof ist vermutlich eine Neugründung des 17. Jhds. In früheren Dokumenten erscheint Anfang noch nicht. Die Abgrenzung zu Scheidt läuft entlang der „Alten Kölner Straße“ mit Ausnahme des alten Hauses der Familie Lutter, welches bereits in der Gemarkung von Scheidt liegt und damit zum Hof „Schniffel“ gehört. Die östliche Grenze zu Drabenderhöhe bildet die Zeitstraße.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anfang wurde urkundlich das erste Mal 1638 in den Kirchenrechnungen von Drabenderhöhe erwähnt. Jost „ufm Anfang“ hatte an die Kirche 1 Gulden und 5 Albus zu zahlen. Vermutlich war er Pächter eines Grundstückes oder vielleicht gehörte der ganze Hof der Kirche. Diese Pacht lässt sich bis 1646 nachweisen. In diesem Jahr ist Jost dann nach Scheidt umgezogen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In den Kirchenbüchern von Marienberghausen heißt es 1669 „Uff dem Anfang“. Erwähnt wird bei der Taufe von Johann Lang aus Elsenroth, Gerta, des Peters Hausfrau. In Anfang lebte damals die Familie Peter Schmitt, die in der Personenaufnahme von 1675 des Drabenderhöher Pastors Johannes Haas aufgeführt ist. Peter Schmitt war Kaufmann und Besitzer der Weiershagener Hütte. Dort wurden Kanonen und Eisengeschütze gegossen.  Im Jahre 1680 zog er nach Drabenderhöhe um. Sein Sohn Christian Schmitt, in Anfang geboren, studierte Rechtswissenschaften, war Advokat, Bergvogt und homburgischer Kanzleirat. Er erbaute das Burghaus in Bielstein um 1730.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gasthof_ewald_kalscheuer_vor_1914_2.jpg?id=hoefe%3Aanfang&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gasthof_ewald_kalscheuer_vor_1914_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gasthof_ewald_kalscheuer_vor_1914_2.jpg?w=200&amp;amp;tok=b79ea2&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Gasthof von Ewald Kalscheuer vor 1914
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf die Familie Schmitt folgten die Familien von Anton Bergerhoff (aus Büttinghausen zugezogen), seinem Sohn Heinrich Bergerhoff und Schwiegersohn Johann Jüngling (etwa 1680 bis 1735), Ludwig Ernst Schmitt (einem Sohn des Bergvogts Christian Schmitt - etwa 1743 bis 1748) und Jost. Die wechselnden Familiennamen im Hof Anfang, die meist nicht miteinander verwandt waren, lassen die Vermutung zu, dass der Hof tatsächlich der Kirche gehörte. Die Kirchenchronik berichtet, dass der große Dorfbrand am 2. Juni 1696 wahrscheinlich in einem Backhaus ausbrach, welches zum Haus Anfang gehörte und nah am Kirchenhof lag. Ein heftiger Wind sorgte innerhalb von drei Stunden für die Einäscherung der Kirche und elf Gebäuden. Vermutlich brannte dabei auch das Haus „Auf dem Anfang“ ab.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Um das Jahr 1783 wechselte Peter Christoph Witscher, ein Gastwirt aus dem Kirchspiel Ründeroth seinen Wohnsitz nach Anfang. Seit dieser Zeit ist in Anfang eine Gastwirtschaft nachweisbar und war damit bis vor einigen Jahren der älteste noch bestehende Gastronomiebetrieb in Drabenderhöhe. Nach seinem Tod im Jahre 1798 führte sein Sohn Christian Peter das Unternehmen bis 1802 fort. Danach gelangte der Hof und Gastwirtschaft in die Hände der Familie Lutter. Anna Gertrud Witscher, Tochter eines Branntweinbrenners heiratete damals Johann Heinrich Lutter.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Tode von Johannes Peter Lutter 1832 muss der Betrieb von Johannes Ferdinand Haas aus Verr fortgeführt worden sein. In einem Adressbuchverzeichnis aus dem Jahre 1838 wird er als Gastwirt und Bierbrauer bezeichnet. Noch vor 1837 baute Johannes Ferdinand Haas direkt neben dem Gasthaus sein eigenes Haus und betrieb dort eine Bierbrauerei. Haas hatte keine Söhne, nur zwei Töchter, eine war mit dem Schmied Friedrich Karl Thönes im Kretsch verheiratet. Caroline Haas heiratete Gustav Hühn. Gustav Hühn, 1835 geboren, verlor mit 6 Jahren seine Mutter. Sein Vater starb als er 17 Jahre alt war. Da dieser gleich nach dem Tode seiner Mutter wieder geheiratet hatte, wurde er von seiner Tante Wilhelmine Nohl, geborene Hühn erzogen. Er kam als Gehilfe zu Johannes Ferdinand Haas. Nach dem Tode des alten Haas, übernahm er den Betrieb, eine große Landwirtschaft mit Pferden und Kühen, Knechten und Mägden. Die Bierbrauerei gab er auf und gründete 1884 die Schnappsbrennerei. Hühn belieferte die sieben Drabenderhöher Wirtschaften  als auch die Gaststätten von Nümbrecht bis Seelscheid mit Pferd und Wagen. „Hühns alter Korn“ war ein Inbegriff. Den Grundstoff lieferte eine der Quellen des Wahnbachs, die er im Keller hatte. Er war auch Kirchmeister und starb im Alter von 91 Jahren. Der Brennereibetrieb wurde in den 1950er Jahren eingestellt. Das Wohnhaus der Familie Hühn wurde im Jahre 2000 abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt. Die Scheune mit dem Brennereikeller wird heute als privates Heimatmuseum „Grüne Scheune“ weiterbetrieben.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gaststaette_ewald_kalscheuer_1918.jpg?id=hoefe%3Aanfang&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gaststaette_ewald_kalscheuer_1918.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gaststaette_ewald_kalscheuer_1918.jpg?w=200&amp;amp;tok=385df3&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Anfang 1919 mit britischem Wachposten
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Gastwirtschaft in Anfang wurde ab 1845 von Wilhelm Ferdinand vom Schemm weitergeführt. Er heiratete Wilhelmina Lutter, die Tochter des 1832 verstorbenen Gastwirts Johannes Peter Lutter. 1855 sind als Wirte Friedrich Wilhelm Sichelschmidt und Heinrich Caspar Friedrichs angegeben. Um 1878 lebte die Familie Herder in Anfang und um 1893 wurde die Wirtschaft von Robert Wirths betrieben. Nach 1900 kam das Haus in den Besitz von Ewald Kalscheuer. Er stammte aus Käfernberg bei Hückeswagen und heiratete 1898 Emilie Heu aus Verr. Zunächst wirkte er als Bäcker in Drabenderhöhe. Nachdem Robert Wirths in Drabenderhöhe direkt neben der Kirche ein neues Gasthaus errichtete, wechselte Ewald Kalscheuer nach Anfang und betrieb dort neben der Gastwirtschaft eine Bäckerei. In den 1920er Jahren wurde der große Saal mit einer Parkett-Kegelbahn und Bühne angebaut. Vor dem Zweiten Weltkrieg ging der Betrieb an seinen Schwiegersohn, dem Sattler Fritz Lang über. Ewald Kalscheuer starb am 3. Dezember 1941. Anfang der 1950er Jahre erweiterte er den Saalbau um einen Anbau, wo viele Drabenderhöher Konfirmationen feierten, sich nach einer Beerdigung zur Familienfeier einfanden oder auch die Vereine probten. Fritz Lang starb mit nur 58 Jahren am 29. Juli 1968. Sein Sohn  führte das Gasthaus, welches sich seit den 1950er Jahren auch „Zur Dorfschänke“ nannte, weiter. Der Gastwirt Fritz Lang war im Ort als „Wallach“ bekannt. Es heißt, als Burschen in die Wirtschaft kamen, fragte Lang, was willst Du trinken, du Wallach – dieser Ausdruck stammte noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als Lang für die Pferde zuständig war. Am 1. Juli 2011 übernahm der Enkel von Fritz Lang das Traditionsgasthaus. Das Haus nannte sich nun „Teufelsküche“ mit zahlreichen Live-Events, wie Kneipenmusik im Thekenbereich, Livekonzerten im Saal und einem alljährlichen Open Air Western BBQ. Die Gastwirtschaft wurde nach mehr als 100 Jahren im Familienbesitz am 1. Januar 2018 geschlossen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weiteres zum Gasthof auch unter Denkmäler und alte Häuser: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/ort/sehenswertes/denkmaeler&quot; class=&quot;wikilink1&quot; title=&quot;ort:sehenswertes:denkmaeler&quot; data-wiki-id=&quot;ort:sehenswertes:denkmaeler&quot;&gt;10. Wohn- und Gasthaus &amp;quot;Zur Dorfschänke&amp;quot;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gastwirtschaft_ewald_kalscheuer_vor_1914.jpg?id=hoefe%3Aanfang&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_gastwirtschaft_ewald_kalscheuer_vor_1914.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_gastwirtschaft_ewald_kalscheuer_vor_1914.jpg?w=200&amp;amp;tok=19f754&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Anfang mit den Häusern Kalscheuer und Hühn vor 1914
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis 1885 hatte der kleine Ort nur 2 Häuser. Erst nach dieser Zeit wurden bis 1900 drei weitere Gebäude errichtet. 1886 baute die Familie Schmidt das Haus an der Kreuzung Herrenhofer Straße/Alte Kölner Straße. Mit Schließung der Grube Silberkaule wurde das Haus der Geschwister Voß im Jahre 1896 nach Anfang (Herrenhofer Straße) versetzt. Das Haus der Familie Lindenberg wurde 1897 in Obermiebach abgebaut und an der Herrenhofer Straße wieder aufgebaut. 2016 wurde es dann abgerissen. Um das Jahr 1900 hatte der Ort folgende Haushaltsvorstände: Gustav Hühn, Friedrich Wilhelm Lindenberg, Wilhelm Schmidt, Albrecht Voß und Robert Wirths.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_1935.jpg?id=hoefe%3Aanfang&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_1935.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_1935.jpg?w=200&amp;amp;tok=dc40f1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Anfang 1935
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg begann man mit der Besetzung des Ortes durch die Engländer. Der Ortsteil Anfang, so auch Brächen, Büddelhagen und Verr gehörten zum Kölner Brückenkopf. Die Nachbarorte Drabenderhöhe und Scheidt blieben unbesetzt. Die ersten Besatzer waren Kanadier und in Drabenderhöhe herrschte Passzwang zwischen besetzter und unbesetzter Zone. Sie nahmen Quartier im Gasthof Kalscheuer. 1923 wurden dann auch Scheidt und Drabenderhöhe durch die Franzosen in die besetzte Zone eingegliedert. Erst 1924 zogen die Franzosen wieder ab. 1932 wurde Anfang gemeinsam mit Scheidt und Pfaffenscheid der Gemeinde Drabenderhöhe zugeordnet. Die Grenze verlief nun an an der Herrenhofer Straße entlang und zweigte dann beim Hause Voß über das Wiesengelände bis zur Weggabelung der Alten Kölner Straße/Brüderstraße. Da auch die Fluren neu zugeschnitten wurden, wurde das Haus Lutter in Anfang eingegliedert. Die kommunale Zersplitterung bestand schon über  Jahrhunderte. Unter dem Herzogtum Berg lag Anfang im Amt Steinbach in der Honschaft Oberengelskirchen und gehörte zur Flur Verr. Als die Franzosen begannen, kommunale Strukturen aufzubauen, hielt man sich an die alte Grenzführung. Anfang gelangte daher zur Gemeinde Engelskirchen im Kreis Wipperfürth. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Einwohnerzahlen des Ortes blieben stets überschaubar. In den Jahren 1817 und 1828 hatte Anfang gerade 7 Einwohner, 1843 waren es 9, 1869 12 Personen, 1885 16 Personen, 1900 28 Einwohner und 1932, sowie 1935 30 Einwohner. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/nach1945-historische_aufnahmen/gasthof_lang_1952.jpg?id=hoefe%3Aanfang&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:nach1945-historische_aufnahmen:gasthof_lang_1952.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/nach1945-historische_aufnahmen/gasthof_lang_1952.jpg?w=200&amp;amp;tok=a0a294&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Anfang 1952
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ortsname Anfang verschwand 1957 aus dem offiziellen Gebrauch, als genehmigt wurde, Anfang und Scheidt unter dem Namen Drabenderhöhe zu führen. Seit den 1950er Jahren erfolgte dann eine Verdichtung der Bebauung entlang der Alten Kölner Straße und der Herrenhofer Straße. Ab 1992 entstand die Siedlung „Auf der Kahlhambuche“. Hier erinnert noch der Straßenname „Am Anfang“ an den alten Ortsnamen. Als der Ort 2011 um das Gewerbegebiet auf der Kahlhambuche erweitert wurde, musste der Kampfmittelräumdienst noch die Hinterlassenschaften der Kämpfe im April 1945 beseitigen. Zahlreiche Kriegsgeräte wurden gefunden und abtransportiert, unter anderem Stahlhelme, Gasmasken, Bajonette, Feldflaschen, Geschütze, Fahrzeugteile, Kanonen, Munition, Handgranaten, Gewehrgranaten und Panzersprenggranaten. Fünf nicht transportfähige Panzersprenggranaten wurden vom Kampfmittelräumdienst direkt vor Ort gesprengt.  
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 12:42:25 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Brächen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/braechen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;braechen&quot;&gt;Brächen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort liegt an der Bundesstraße 56 nördlich von Drabenderhöhe und in Luftlinie rund 2 km westlich von Drabenderhöhe entfernt. In den letzten Jahrzehnten erfuhr die Gegend zunehmende Bebauung, welche von einer Wochenendsiedlung im Wald ausging.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_gastwirtschaft_albrecht_baum_1913.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_braechen_gastwirtschaft_albrecht_baum_1913.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_gastwirtschaft_albrecht_baum_1913.jpg?w=200&amp;amp;tok=204c9f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Gasthof Albrecht Baum um 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erstmalig wird der Hof Brächen in einem Zeugenverhör zu Grenzstreitigkeiten in Kaltenbach im Jahre 1574 (HstA Düsseldorf RKG S 1387, III, Blatt 199 R) erwähnt. Dort sagt „Rangen Conradt uff der Drabenderhohe“ aus: „Das fluss nimme sein Ursprungk sehr nahe bei der hohe uff dem Breche“. In Arnold Mercators Karte von 1575 wurde der Ort Uff den Brechen genannt. In den Kirchenbüchern der Gemeinde Drabenderhöhe findet sich die Bezeichnung „Auf dem Brech/Auf dem Bruch“. Brech oder auch Bruch ist eine häufige Flurbezeichnung in der Region und weist auf feuchtes sumpfiges Gelände hin. Hier findet sich auch das Quellgebiet des Brächshähnensiefens, der im mittleren Teil des Tales im Zusammenfluss mit dem Taubensiefen zum Hipperichsiefen wird. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_um_1930.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_braechen_um_1930.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_um_1930.jpg?w=200&amp;amp;tok=2e5453&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Brächen, Gasthof Stölting um 1930
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Da der Ort in der Kämmereirechnung des Sankt Severinstiftes für den Frohnhof Lindlar 1416 nicht angegeben ist, ist die Gründung als Einzelhof zwischen Ende des 15. und Anfang des 16. Jhds. anzunehmen. Politisch lag Brächen genau im Grenzbereich des Herzogtum Bergs, Amt Steinbach, der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt und  der Reichsherrschaft  Homburg. Die drei Territorien trafen an einem Punkt an der heutigen Bundesstraße gegenüber des Hauses der früheren Besitzer der Famlien Friedrichs/Rohler aufeinander. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das führte dazu, dass der Ort bis 1950 dreigeteilt und bis 1976 zweigeteilt war. Der ursprüngliche Hof Brächen lag im Herzogtum Berg. Direkt daneben entstand um 1800 der heutige Gasthof Stölting, der auf Gimborner Boden stand. Die von J.F.C. Rummel im Jahre 1802 erstellte Karte über die Reichsherrschaft Gimborn verzeichnet dort ein Haus mit dem Namen Brechen. Die Drabenderhöher Kirchenbücher geben Auskunft darüber, dass Brechen bis ins 19. Jahrhundert ein Pachthof war. Die Pächter wechselten häufig. Die ersten namentlich bekannten Personen, die den Hof bewohnten waren 1659 Johann Kollhase von Kentenich und seine Frau Entgen, sowie ihr Kind Anna. Weitere Pächter waren unter anderem Moritz Habernickel 1688, Hans Krieger 1692, Albert Velder 1704, Dietrich Heyer 1713, Henrich Theis 1752, Friedrich Gerlach 1754, Christian Moog 1769, Wilhelm Mann 1788, Christian Engelbert 1791, Johannes Peter Ruland 1795, Johannes Christian Gerlach 1802 und Johann Henrich Baum 1806. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse_2.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse_2.jpg?w=200&amp;amp;tok=849e50&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Die Zeithstraße 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Familie Baum bewohnte später dann das Haus auf Gimborner Territorium. Sie stammte aus Erlinghausen im Kirchspiel Marienberghausen. Die beiden Häuser auf bergischem Gebiet wurden von den Familien Friedrichs und wechselnden Eigentümern (Schmidt, Jost und Jung) bewohnt. Das letztere Haus ist Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden. Der Ortsteil Brächen in der Gemeinde Drabenderhöhe entstand erst nach 1884.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1806 wurde der Weiler zur Zivilgemeinde Engelskirchen, das Haus des heutigen Gasthofes  der Gemeinde Ründeroth zugeordnet. Brächen blieb bis 1960 ein sehr kleiner Weiler:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 7 (Engelskirchen), 3 (Ründeroth)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 13 (Engelskirchen, 2 Häuser), 3 (Ründeroth, 1 Haus)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 12 (Engelskirchen), 5 (Ründeroth)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 10 (Engelskirchen, 2 Häuser), 12 (Ründeroth, 1 Haus)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 8 (Engelskirchen, 1 Haus), 9 (Ründeroth, 1 Haus), 8 (Drabenderhöhe, 1 Haus)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 2 (Engelskirchen, 1 Haus), 4 (Ründeroth, 1 Haus), 12 (Drabenderhöhe 2 Häuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1935 4 (Engelskirchen, 1 Haus), 7 (Ründeroth, 1 Haus), 15 (Drabenderhöhe 2 Häuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Zwischen 1854 und 1860 wurde die heutige Bundesstraße zwischen Drabenderhöhe und Unterkaltenbach ausgebaut. Dabei verlegte man die Trasse der historischen Zeithstraße durch das Waldgebiet des Hipperich. Die alten Straße führte östlich der heutigen Trasse zwischen Hipperich und Immerkopf, damals noch „Auf dem Immerhöchsten“ genannt, östlich der Hohen Warte nach Ründeroth. Die Zeithstraße war ein mittlelalterlicher Fernhandelsweg, der von Bonn über Siegburg, Seelscheid, Drabenderhöhe, Ründeroth, Marienheide und Hagen nach Dortmund führte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heinrich Wilhelm Baum, ein Fuhrmann und Händler, eröffnete um 1879 einen Gasthof, der vermutlich kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieg von der Familie Stölting gekauft wurde. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_zeithstrasse.jpg?w=200&amp;amp;tok=731535&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Die Zeithstraße
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1884/1885 eröffnete Julius Kauert aus Niederhof als ersten Betrieb eine Ziegelei auf Drabenderhöher Gemeindeboden. Später wurde die Ziegelei von Peter Nölle weitergeführt. Letzter Besitzer des Betriebes war Friedrich Stölting, der den Betrieb wegen Unrentabilität im Jahre 1919 aufgab und die Anlagen zum Abbruch verkaufte. Die Ziegelei stand früher an der heutigen Brächener Straße. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm der Sommerfrische Tourismus  in Brächen an Bedeutung zu. Der Gasthof Stölting warb als bekannter und beliebter Aufenthaltsplatz und Eugenie Dannenberg führte auf der Drabenderhöher Seite gegenüber dem Wohngebäude der Ziegelei ihre Pension Eichenhof. Die Pension Eichenhof wurde zwischen 1901 und 1904 erbaut und hatten einen villenartigen Charakter. Anfang der 1990er Jahre wurde das Gebäude leider abgrissen. In einem Fremdenverkehrsprospekt aus den Jahren 1929/1930 wird Brächen als Luftkurort erwähnt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1924 kamen erstmals Gedanken zur kommunalen Neuordnung des Gebietes auf und die Brächener Einwohner unterstützen einen Antrag auf Eingemeindung nach Drabenderhöhe. Doch schon 1926 zog man den Antrag auf Druck der Gemeinde Engelskirchen wieder zurück. 1932 wurden die Orte Scheidt, Pfaffenscheid und Anfang mit Drabenderhöhe vereinigt. Das bekannte „Dreikreiseneck“ gehörte der Vergangenheit an. Die politische Dreiteilung von Brächen, verteilt auf 2 Kreise und 3 Gemeinden blieb zunächst bis zum 30. Oktober 1950 erhalten. Durch eine Flurumlegung kam der Gasthof Stölting zur Gemeinde Engelskirchen. Dafür wurde der links des Kaltenbach gelegene Teil des Ortes Oberkaltenbach, sowie der Weiler Dorn mit dem rechts gelegenen Teil vereinigt und der Gemeinde Ründeroth zugeschlagen. Engelskirchen erhielt mit dem Gasthaus Stölting ein Flächengewinn von 5,72 Hektar.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach 1960 kam es zur Erschließung der Baugebiete „Am Immerkopf“ und „Brächer Heide“ durch die Gemeinde Drabenderhöhe. Ersteres war als Wochenendsiedlung konzipiert. Insgesamt handelte es sich dabei um 107 Bauvorhaben in 3 Bauabschnitten.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_stoelting_ende_30iger.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_braechen_stoelting_ende_30iger.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_braechen_stoelting_ende_30iger.jpg?w=200&amp;amp;tok=80cf10&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Brächen Ende der 1930er Jahre
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Direkt hinter dem Ort entstand 1971 auf dem Gemeindegebiet von Engelskirchen mit einer Fläche von 55 ha ein Munitionsdepot der Bundeswehr, das 1996 geschlossen wurde. Sehr beliebt waren die alljährlich stattfindenden Wandertage im Munitionsdepot. Im Jahre 2005 wurde dann der Kontrollturm gesprengt. Ein Gewerbegebietskonzept wurde nicht realisiert und ein Großteil der Waldflächen um Schimmelhau, Hipperich und Immerkopf konnten unter Naturschutz gestellt werden. 
Eine weiterer Ortsausbau von Brächen ergab sich nach 1994 mit dem Baugebiet „Auf dem Kötzen“. Durch die Erweiterungen ergab sich eine rasante Steigerung der Wohnbevölkerung. 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 33 Einwohner (Gemeinde Bielstein)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 233 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 287 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 561 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 628 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 605 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 610 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Der alte Ortskern von Brächen mit den Häusern Stölting und Friedrichs/Rohler wurde erst durch die kommunale Gebietsreform von 1975 in die Stadtgemeinde Wiehl eingegliedert.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/flur_braechen_engelskirchen.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:flur_braechen_engelskirchen.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/flur_braechen_engelskirchen.jpg?w=200&amp;amp;tok=e5cab1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flur Brächen (Engelskirchen) 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/flur_braechen_ruenderoth.jpg?id=hoefe%3Abraechen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:flur_braechen_ruenderoth.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/flur_braechen_ruenderoth.jpg?w=200&amp;amp;tok=37f476&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flur Brächen (Ründeroth) 1832
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Sun, 14 Nov 2021 23:13:45 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Büddelhagen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/bueddelhagen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;bueddelhagen&quot;&gt;Büddelhagen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Weiler „Büddelhagen“ entstand während der Rodeperiode, die vermutlich mit dem beginnenden Hochmittelalter einsetze. Kennzeichnend ist für den Ortsnamen die Zusammensetzung eines Namenspaares mit dem Grundwort „Hagen“, was für eine eingefriedete Wohnstätte steht und dem altfränkischen Personenname des „Bodilo“. Büddelhagen bedeutet also der eingefriedete Wohnort des Bodilo. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/bueddelhagen_1828.jpg?id=hoefe%3Abueddelhagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:bueddelhagen_1828.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/bueddelhagen_1828.jpg?w=200&amp;amp;tok=8ccc2f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flur Büddelhagen 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1413 wurde der Ort das erste Mal urkundlich in der Kämmereirechnung von Sankt Severin zu Köln für den Fronhof Lindlar als „Bodelhaen“ erwähnt. Büddelhagen gehörte damals noch zum Kirchspiel Lindlar. In der Karte von Arnold Mercator aus dem Jahre 1575 ist der Ort als „Beulhain“ eingezeichnet. In den Kirchenbüchern von Engelskirchen, Much und Drabenderhöhe heisst es 1651 „Budelhain“, 1653 „Buettel“ bzw. 1675 „Budelhag“. Auf der Wiebekingkarte von 1789 ist „Buttelhayn“ vermerkt. Die unterschiedlichen Schreibweisen führen auf die mundartliche Bezeichnung „Bü&amp;#039;eln“ zurück, die häufig mit der gebräuchlichen Schriftsprache vermischt wurde. Wie auch im Kirchspiel Drabenderhöhe wird in Büddelhagen die homburgische Mundart benutzt. Dabei entfällt das „d“ im Wortteil Büddel und der Vokal ü wird zu einem „ü&amp;#039;e“ diphtongiert. Im Wortteil „hagen“ entfällt das „g“ und wird zu „haan“ zusammengezogen. Allerdings spricht man das „h“ nicht aus und verkürzt weiter nur auf ein „n“, so dass „Bü&amp;#039;eln“ ensteht.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/bueddelhagen_1913.jpg?id=hoefe%3Abueddelhagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:bueddelhagen_1913.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/bueddelhagen_1913.jpg?w=200&amp;amp;tok=7231f5&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Büddelhagen 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die in früheren Publikationen erwähnte Erstnennung aus dem Jahre 1280 als „Buddenhain“ ist mittlerweile widerlegt worden. Es handelte sich dabei um das Abgabenverzeichnis der Abteil Sankt Michael in Siegburg für die Pfarre Overath. Doch Büddelhagen gehörte nicht zum Kirchspiel Overath. Es handelt sich dabei um den Weiler Boddert bei Untereschbach. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1554 wurde Engelskirchen von der Mutterpfarre Lindlar eigenständig. Offiziell wurde Büddelhagen damit diesem Kirchspiel zugeordnet. Doch die Einwohner wechselten in dieser Zeit zur lutherischen Religion über und schlossen sich aufgrund der räumlichen Nähe der Kapelle zu Drabenderhöhe an. Die Kapelle zu Drabenderhöhe wurde gleichermaßen von den Herzögen zu Berg und den Grafen zu Sayn-Wittgenstein beansprucht, währenddessen der eigentliche Ort Drabenderhöhe zur Herrschaft Homburg gehörte. Büddelhagen dagegen lag im Herzogtum Berg und damit, wie auch das Kirchspiel Engelskirchen, im Amt Steinbach. Mit der Einigung im Siegburger Vergleich 1604, die die Grenze zwischen Homburg und Berg regelte, verblieb Büddelhagen weiterhin im Herzogtum Berg, trotz seiner protestantischen Einwohner. Diese hielten sich aber nachwievor zur nun selbstständig gewordenen reformierten Kirchengemeinde Drabenderhöhe.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1675 erfolgte erstmal eine Personenaufnahme durch den Drabenderhöher Pastor Johannes Haas. Dabei wurden 3 Haushalte mit 17 Personen erfasst: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Bestgen Kauert, mit Agnes und ihren Kindern Albert, Henrich, Annagirdraut, Pitter und Catrina&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Peter Voss (Romanist, er war also katholisch), mit Agnes und ihren Kindern Bestg, Dirich, Kristg und Elsgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Dirich Klein, mit Gretg und ihren Kindern Johannis und Eiaß&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
In dieser Liste wird auch der spätere Bergwerksdirektor Peter Kauert erwähnt. Er war der Sohn des Bergvogts Sebastian Kauert und beginnt in Oberkaltenbach mit einem Grosseinsatz von Geld mit dem Eisenerzbergbau. Erst nach 1719 hatte er Erfolge und grenzte sein Grube nach Belehnung des Berggericht mit 15 Pfählen ein. Die Grube hiess „des Peter Kauert 15 Löwenpfähl“. Neben dem Grubenfeld erbaute er noch eine Eisenschmelzhütte. Peter Kauert belieferte Hämmer an Agger, Leppe, Wiehl, als auch Hammerwerke in der Grafschaft Mark. Er wurde zum ersten Industriepionier der Region. Später prozessierte er gegen den Grafen von Nesselrode zu Ehreshoven, ebenfalls Besitzer von Eisenerzgruben und Reichsmarschall des Herzogtum Bergs. Trotz der Prozesskosten hinterliess er nach seinem Tode 1750 seinen Erben eine Summe von 80.000 Reichsthalern. Erst im Jahre 1871 verkaufte die Familie Kauert die Grube in Oberkaltenbach an die Firma Friedrich Krupp in Essen, die diese dann 1911 stillegte. Der Name Kauert lässt sich unter den hiesigen Familien am weitesten zurückverfolgen. Urahn und Urgrossvater des Peter Kauert ist der Bergvogt Christian Kauert, der bereits 1616 in einer Steuerliste von Verr vermerkt war. Er dürfte wohl um 1590 geboren worden sein. Auch sein Sohn Dietrich Kauert nahm eine wichtige Position ein. Als Beerbter findet man ihn in Akten des Jahres 1649 und er führte 1664 die Erbteilung des Hauses Braunswerth als Landmesser durch. Noch weiter zurück geht der Flurnameneintrag „Die Kauwarts Brüchen“ bei Brächen auf der Mercatorkarte von 1575. Dieser Flurname existiert noch heute als „Auf den Kauerts Bröchen“ im Waldgebiet des Hipperich.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1806 übernahmen die Franzosen das Herzogtum Berg und bauten im Jahre 1808 eine Zivilverwaltung auf. Die historischen Grenzen wurden dabei nicht verändert und Büddelhagen verblieb bei der Gemeinde Engelskirchen, Kreis Wipperfürth. 1815 übernahm das Königreich Preussen die Verwaltung und begann 1828 mit der Aufnahme von Katasterkarten, wo erstmals „Büdelhagen“, später „Büddelhagen“ als Ortsname auftaucht.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Büddelhagen blieb allerdings immer ein sehr kleiner Weiler. Die Einwohnerzahlen im 19. Jahrhundert belegen dies: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 44 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 58 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 66 Einwohner (64 Evangelische, 2 Katholische, 8 Wohnhäuser) &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 70 Einwohner (70 Evangelische)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 61 Einwohner (14 Wohnhäuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 58 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 51 Einwohner (12 Wohnhäuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Die Menschen lebten hauptsächlich von den Landwirtschaft, nicht selten waren die Männer auch in den umliegenden Bergwerken, wie der Silberkaule und der Grube Bliesenbach im Loopetal beschäftigt. Auch handwerkliche Berufe, wie Zimmermann oder Maurer wurden ausgeübt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/bueddelhagen_1938.jpg?id=hoefe%3Abueddelhagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:bueddelhagen_1938.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/bueddelhagen_1938.jpg?w=200&amp;amp;tok=f2d1b0&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Büddelhagen 1938
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als belastend empfand die Bevölkerung die politische Grenzlage des Ortes. Daher unterstützten die Einwohner aus Büddelhagen zusammen mit denen von Verr, Brächen und Anfang (alle Gemeinde Engelskirchen) 1924 einen Antrag der Orte Scheidt, Pfaffenscheid und Obermiebach (Gemeinde Much, Siegkreis) auf Eingemeindung in die Bürgermeisterei Drabenderhöhe, Kreis Gummersbach. Der Bürgermeister der katholischen  Gemeinde Engelskirchen allerdings befürwortete dieses Vorhaben überhaupt nicht und übte einen sehr starken Druck auf die evangelischen Einwohner dieser Orte aus, so dass diese den Antrag im Jahre 1926 wieder zurückzogen. Im Jahre 1932 wurde dann einzig der Ort Anfang, zusammen mit Scheidt und Pfaffenscheid mit Drabenderhöhe vereinigt. Für alle anderen Orte blieb die historische kommunale Zuordnung erhalten. Hermann Lutter, der Bürgermeister der Gemeinde Drabenderhöhe versuchte noch 1933 die bei Engelskirchen und Much verbliebenen Orte auszugemeinden. Doch das nazionalsozialistische Regime hatte kein Interesse an weiteren Veränderungen der Gemeindegrenzen.
Im Adressbuch von 1939 sind folgende Haushalte aufgeführt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Diesem, Heinrich, ohne Geschäft&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Dudat, Georg, Arbeiter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jost, Wilhelm, Witwe, ohne Geschäft&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Karthaus, Anna, ohne Geschäft&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Karthaus, Karl, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Karthaus, Wilhelm, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Klein, Wilhelm, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Nachfolger, Ernst, Maurer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Scheldt, Karl, Arbeiter &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Edmund, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Gustav, Witwe, ohne Geschäft&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Paula, Landwirtin&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/p1040467.jpg?id=hoefe%3Abueddelhagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:p1040467.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/p1040467.jpg?w=200&amp;amp;tok=2c1056&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Büddelhagen 2014
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit der kommunalen Gebietsreform im Jahre 1975 wurde Büddelhagen, zusammen mit den Ortschaften Verr und Brächen, sowie dem nach dem 2. Weltkrieg enstanden Löher Hof bei Drabenderhöhe in die Stadtgemeinde Wiehl, Oberbergischer Kreis eingegliedert. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten die Orte zum Rheinisch-Bergischen-Kreis. Allerdings verblieben die westlichen Teile der Fluren Büddelhagen und Velten, sowie die Fluren Steimelsknippen, Hipperich, Kiefhau und Landerscheid bei Engelskirchen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Bevölkerungszahl ist heute niederiger als noch im 19. Jahrhundert: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 35 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 41 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 34 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 35 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 26 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 26 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Wed, 18 May 2016 18:30:15 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Dahl</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/dahl</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;dahl&quot;&gt;Dahl&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort Dahl wurde vermutlich das erste Mal in einer Urkunde über die Einkünfte und Rechte des Kölner Sankt Apostelnstiftes im Jahre 1443 als „in dem hynder dal“ genannt. Allerdings ist die Zuordnung unsicher, da es im Kirchspiel Wiehl damals zwei Ortschaften mit dem selben Ortsnamen gab. Es könnte sich auch um eine Wüstung handeln. Wahrscheinlich wurde aber die Auflistung der Orte geografisch angeordnet, so dass die Zuordnung zu Dahl bei Drabenderhöhe möglich ist. Das genannte „dal“ liegt tatsächlich weit hinter der Kirche zu Wiehl, wobei die andere Ortschaft Dahl sehr nahe am Ortszentrum liegt. Die erstaufgeführten Orte wie „up dem cleve“ (Neuklef),  „zo der lynden“ (Linden), „zo der molen herhusen“ (Mühlen-Herhausen), „zo der molen burenhusen“ (Mühlen-Börnhausen), „in dem hynder dal“, „zo helmerhusen“ (Helmerhausen), „zo der molen up dem teghe“ (Weiershagener Hütte-Mühlen), „zo wiershagen zo der molen stehen zo hart“ (Weiershagen-Mühlen-Zur Hardt), „zo ayspelenkhusen“ (Osberghausen), „zo dem homel“ (Hömel), „zo bantenberch“ (Oberbantenberg) liegen alle im Unterkirchspiel Wiehl, der späteren Gemeinde Drabenderhöhe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_dahl_1929.jpg?id=hoefe%3Adahl&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_dahl_1929.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_dahl_1929.jpg?w=200&amp;amp;tok=75c902&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Dahl 1929
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Eine sichere Nennung findet sich in der Bergischen Landessteuerliste von 1555  mit „Claesgen in dem dall“. Die Ortschaft Dahl gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Wiehl, Honschaft Drabenderhöhe und lag in der Herrschaft Homburg. In den Homburgischen Futterhaferzetteln („Fuder Haber Zettell“) von 1580 sind für Dahl 4 Haushaltungen, ausschliesslich bergische Untertanen aufgeführt:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Goebell Custor&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Schneider&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Weber&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Peter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Mit dem Siegburger Vergleich 1604 wurde der Weiler dann der Kirchengemeinde Drabenderhöhe zugeordnet. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/dahl_1938.jpg?id=hoefe%3Adahl&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:dahl_1938.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/dahl_1938.jpg?w=200&amp;amp;tok=06ddb8&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Dahl 1938
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der ersten Personaufnahme von 1675 durch Pfarrer Haas hat Dahl („Dall“) 6 Haushaltungen mit 29 Personen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Thönis Herhausen Trina Eheleut haben Kinder Christian, Pitter, Girtg, Johannes&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Luther, Kunigunde Eheleute haben Kinder Henrich, Christg, Johan, Peter, Johanneß, Pitter, Engelg&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Schumachers selige göt (Patentante) Joehan, sie zwey Kinder Christgen, Girtgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Daller undt sin Hausfrau Elsa haben Kinder Trintg, Entgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Schneider an deß platz, hat einen söhn Tonis&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Peiffer hat Kinder Tring, Maria, Sevrin, Johanns&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Bis 1700 veränderte sich die Einwohnerzahl kaum. In diesem Jahr werden 28 Personen gezählt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Einwohnerzahlen verdoppelten sich dann im Verlauf des 19. Jahrhunderts: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 41 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 46 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1831 51 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 55 Einwohner (13 Wohnhäuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 66 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 54 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 74 Einwohner (16 Wohnhäuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 61 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 60 Einwohner (16 Wohnhäuser) &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Die Bewohner waren meist Bauern. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bei Kampfhandlungen zwischen den Amerikanern und der deutschen Wehrmacht wurden am 12.04.1945 5 Gebäude zerstört, dabei kamen zwei Zivilisten ums Leben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Ort nach Osten hin erweitert und es zogen Familien aus Siebenbürgen nach. Dies zeigen auch die Einwohnerzahlen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 86 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1978 94 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 75 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 102 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 174 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 170 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 161 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 157 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/dahl_2.jpg?id=hoefe%3Adahl&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:dahl_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/dahl_2.jpg?w=200&amp;amp;tok=19a58b&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flurkarte von Dahl 1831
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heute ist Dahl mit Drabenderhöhe völlig zusammengewachsen.  
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Wed, 18 May 2016 18:33:47 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Forst</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/forst</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;forst&quot;&gt;Forst&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Forst wurde das erste Mal urkundlich im Jahre 1465 als „Forste“ in der Urkunde „Gebrechen Homburg – Berg wegen Einwanderern“ erwähnt. Der Ort galt früher als die wichtigeste Bergbauregion im Homburger Ländchen. Am 11. November 1477 bestätigen der Graf Everhard von Sayn, Graf zu Wittgenstein und der Junggraf Gerhardt zu Sayn, beide Herren zu Homburg den Berggesellen Roel und Peter Puchten für sich und ihre Nachkommen die Verleihung des Rechtes „in dem Berg uff dem Vorste im Kirchspiel Wiehl“ Eisenstein zu schürfen. Dabei wurden die beiden verpflichtet, den Grafen und der Kirche zu Wiehl, auf deren Gütern sie Bergbau betreiben durften, Bergabgaben zu liefern. Den Zehnten teilten sich je zur Hälfte die Grafen und die Wiehler Kirche. Ein weiteres Bergwerk und der älteste datierbare (1474) Stollen des bergischen Landes ist der „Alte Giersberg“ (heute Hohe Warte, 1575 Der Geirßpergh), bereits auf dem Boden der Herrschft Gimborn-Neustadt gelegen. Wie archäologische Untersuchungen ergeben haben, fand der Abbau des Eisenerzes nicht nur Untertage statt, sondern auch als Tagebau. Gerade im Waldbereich „In der Raukaulen“, nordöstlich des Immerkopfes fanden sich zahlreiche Hinweise als „Pingen“. Das sind keil-, graben- oder trichterförmige Vertiefungen im Boden, entstanden durch den oberirdischen Abbau oder durch den Einsturz von alten Tiefbaugruben. Die Flurbezeichnung „Kaule“ weist ebenfalls auf Bergbauaktivitäten hin. Zudem fand man im östlich gelegenen „Tiefesiefen“ 9 Rennfeuerplätze. Dort wurde das gewonnene Eisenerz verarbeitet. Im Tal des Hipperichsiefen finden sich von ehemals 9 noch 5 Stauteiche, die mit dem Bergbau, insbesondere in Oberkaltenbach in Verbindung standen. Dabei dienten die Stauanlagen als Arbeitswasser für den Erzabbau und die Erzverabeitung. Die Wasserkraft wurde benötigt, um die Gebläse der Hütten, sowie die Pumpen in den Schächten der Gruben anzutreiben. Darüber hinaus befinden sich auch ein Hohlwegnetz im Waldgebiet des Hipperich und des Immerkopfes. Über diese Wege wurde das Erz abtransportiert und im Laufe der Zeit vertiefte sich das Weggelände immer weiter durch die schwer beladenen Fuhrwerke in einen Hohlweg.    
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Am 23. Oktober 1503 wurde die Ordnung „für die Berggesellen auf dem Vorste“ durch die Amtsleute von Homburg erneuert. Aus den Urkunden der Zehntabgabe geht hervor, dass im späten 16. und im frühen 17. Jahrhundert im Bergwerk „Auf dem Forst“ bis zu 1320 Fuder (etwa 1000 Tonnen) Eisenerz jährlich gewonnen wurde. Dieses Bergwerk hatte 1575 den Namen „Daß hoenernist“, der Flurname „Im Hühnernest“ existiert bis heute. Aus einem Protestbrief an den Grafen zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg aus dem Jahre 1763 waren am „Forster Eysensteins Bergwerk“ J.H. Krieger, Christian K. Kauert, Johan Hinrich Herhausen und Christian Reusch beteiligt. In Forst bestanden damals mehrere Gruben, da auch „Forster Bergewerken“ (also Mehrzahl) erwähnt werden. Im Jahre 1802 rechnete der homburgische Bergvogt von 18 Bergwerken, von denen sich allein 9 bei Forst befanden, 38 Haufen und 34 Trägen Eisensteinzehnt ab. Dabei entsprach ein Kubikmeter Eisenstein circa 37 Träg, ein Hauf leichter Eisenstein wog gut 7000 und ein Hauf guter Eisenstein zwischen 9000 und 10000 Pfund. Wie neuere Forschungen ergaben, wurde das Erz auch in direkter Umgebung verhüttet. Es entstanden zahlreiche Rennfeuer-Plätze, aber es wurde auch in die Weiershagener Hütte zur Weiterverarbeitung gebracht. Während der Napoleonischen Kriegen wurde der Bergbaubetrieb nach und nach aufgegeben. Erst 1819 nahm man den Betrieb mit der Grube Kirchenfeld wieder auf. Als Besitzer der Gruben werden 1858 aufgeführt: „Bruchberg und Herkules“ (Consolitdationsmittel) Wilhelm Feller aus Kaltenbach, Friedrich Kauert und Peter Herhaus aus Forst, „Kirchenfeld“ Gustav Zapp aus Forst, „Stollenberg“ Friedrich Kauert aus Forst, „Braunfels“ Wilhelm Feller aus Kaltenbach. Doch es kam wieder zur Aufgabe des Grubenbetriebes, 1863 war noch nur „Braunfels“ in Betrieb. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/forst_eisenhuettenbergbau.jpg?id=hoefe%3Aforst&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:forst_eisenhuettenbergbau.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/forst_eisenhuettenbergbau.jpg?w=200&amp;amp;tok=e97f07&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Belegschaft „Alter Stollenberg“ 1898
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1871 kaufte die Firma Krupp aus Essen einen Teil der Gruben (Alter Stollenberg, Butterberg, Apfel, Braunfels, Schlamm, Kirchenfeld, Busch und Consolidationsmittel) und fasste diese mit den in Kaltenbach gelegenen Felder „15 Löwenpfähl“ und „Litz“ zum „Vereinigten Alten Stollenwerk“ zusammen. 1890 erwarb Krupp von der Rheinischen Bergbau- und Hüttenwesen KG die Grubenfelder „Kauert“, „Rauenkuhlen“, „Engelbert II“ und „Blücher“. Damit waren sämtliche Grubenbereiche um Forst im Besitz der Familie Krupp gewechselt. Der Betrieb der „Kruppschen Forster Gruben“ wurde 1876 aufgenommen. Um 1880 betrugen die Selbstkosten für das aufbereitete Erz hier nicht mehr als in Preußen. Allerdings warf  der Betrieb in den 1880er Jahren nur geringe Gewinne ab. Daher wurde die Firma Krupp 1881 von der kommunalen Einkommenssteuer befreit. Die Belegschaft schwankte zwischen 17 Mann im Jahr 1880 und 40 Mann im Jahre 1887. Man versuchte sich an einer Steigerung der Förderleistung, da die Transportkosten zur Verhüttung nach Duisburg, Mülhofen und Neuwieder aufgrund fehlender Bahnverbindung sehr hoch waren. Erst mit dem Anschluss Ründeroths an das Bahnnetz 1884 erreichte man eine Senkung der Frachtkosten. Erleichtert wurde der Transport mit dem Bau einer Drahtseilbahn vom Bergwerk über die Hohe Warte bis zum Ründerother Bahnhof. Im Geschäftsjahr 1900/01 erreichte man die höchste Beschäftigungszahl von 101 Personen, wobei 55 aus der Bürgermeisterei Drabenderhöhe stammten. Danach kam es zur allmählichen Erschöpfung der Eisenerzvorkommen.  Die Grube wurde unrentabel und am 25. November 1910 wurde der Betrieb im „Vereinigten Alten Stollenberg“ eingestellt.  In der Zeit vom 1823 bis 1882 wurde in den Gruben Consolidationsmittel, Alter Stollenberg, Braunsfels und Kirchenfeld 71275 Tonnen Erz abgebaut. Zwischen 1876 und 1911 wurden gut 100000 Tonnen Haufwerk gefördert. Vom Bergbau gingen auch Gefahren aus, wie das Unglück vom 26. November 1898 zeigt. Über den Ort Forst ergoss  sich eine Schlammlawine, die durch den Dammbruch eines oberhalb gelegenen Klärteichs ausgelöst wurde. Dieser Dammbruch wurde wiederum durch Stolleneinbrüche verursacht. Menschen wurden dabei nicht verletzt, aber Strassen, Wiesen und Gärten wurden mit Schlamm bedeckt, Hühner ertranken, Schuppen wurden fortgerissen und in manche Häuser drang Schlamm bis in 20 cm Höhe. Die Firma Krupp entschädigte später großzügig die Betroffenen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Ortschaft Forst lag in der Reichsherrschaft Homburg und gehörte zur  kirchenpolitischen Verwaltungseinheit der Weiershagener Hundschaft, die ursprünglich zum Kirchspiel Wiehl gehörte. In den homburgischen Futterhaferzetteln werden in „Uff dem Forst“ 8 bergische Haushaltungen aufgeführt:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johentgen Schneider&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jacob&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Diederich&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johentgen Heinrichs sohn&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Gerten sohn&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Peters frawe&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Heinrich Roelands enckell&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Am 17. Juli 1698 wird Forst, zusammen mit den Weiershagener Höfen, die links der Wiehl lagen, in die seit 1605 reformierte Kirchengemeinde Drabenderhöhe eingegliedert. Die Einnahmen aus dem Forster Zehnten aus dem Bergbau verblieben allerdings der Wiehler Kirchengemeinde. Unter Pastor Johannes Haas fand erstmals eine Personenaufnahme statt. Für den Ort Forst wurden 11 Haushaltungen mit 64 Personen ermittelt und war damit der bevölkerungsreichste Weiler in der Kirchengemeinde. 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johannes Wäscher hat ein Erbgut auf dem Forste. Hat 2 Töchter außer Landes. Sein Eidam (Schwiegersohn) Berteram Söhngen und Girtgen Eheleute bewohnen das Gut, haben 5 Kinder: 2 Söhngen und 3 Töchterchen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Henrich Klein und seine Hausfrau Margaretha bewohnen ihrer Miterben Güter. Haben 2 Brüder Johannes und Peter und eine Schwester Elsabeth hat ein Kind Johan Jacob&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Die Wittwe Johan Ammen Maria getraut mit Henrich Voß wohnt auf ihren Gütern, hat 4 Kinder, 2 Söhne und 2 Töchter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wittwer Henrich Voß bewohnt seine Güter, hat 5 Kinder, 3 Söhne Goman, Johan Jürgen und Johannes, 2 Töchter Tringen und Gerderuth, 4 der Kinder sind erwachsen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wittwer Göbel Forst bewohnt seine Güter. Hat 2 Söhne Pitter und Johannes und eine Tochter Elisabeth getraut mit Albert Marsch&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Eheleute Peter Bellingrath und Eva bewohnen ihre Güter, haben 3 Kinder, 2 Söhngen Peter und Johannes und eine Tochter Anna&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Eheleute Christgen Gutjung und Agnes bewohnen ihre Güter, haben 5 Kinder, einen Sohn Engelbert und 4 Töchter Elisabeth, Girtraut, Catharina, Anna Maria&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Seligen Johan Gutjung Wittwe Catharina bewohnt ihre Güter, hat 5 Töchter (Lutherisch)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wittwer Henrich Clemens bewohnt seine Güter, hat 8 Kinder: 6 Söhne und 2 Töchter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Seligen Johan Flecks Kinder sind 3 erwachsene Söhne Peter, Göbel, Jürgen und eine Tochter Treintgen so bei Henrich Clemens im Haus&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Girt Wittwe seligen Merten Schmitt bewohnt ihre wenigen Güter, hat 4 Töchter mit Namen Maria, Margaretha, Eva&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Im 19. Jahrhundert stiegen die Einwohnerzahlen, bedingt auch durch die Grubentätigkeit weiter an: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 136 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 158 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1831 179 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 145 Einwohner (30 Wohngebäude)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 142 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 180 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 129 Einwohner (32 Wohngebäude)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 157 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 161 Einwohner (33 Wohngebäude)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Am 29.12.1907 gründeten Forster und Weiershagener den Turn- und Sportverein Weiershagen-Forst mit dem 1. Vorsitzenden Carl Marsch. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem ersten Weltkrieg besetzten französische Truppen am 3. März 1923 mit 120 Mann, 14 Offizieren und 82 Pferden den Ort und zogen am 14. März nach Drabenderhöhe.  In Forst stand ein Schlagbaum. Nach mehr als einem Jahr Besatzungzeit zogen diese am 18. September 1924 wieder ab. Der Zweite Weltkrieg hinterließ in Forst keine Schäden, doch wurden bei der Einahme des Ortes am 12. April 1945 durch die Einahme von US-Truppen 3 Soldaten tödlich verletzt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Eine tief in die Landschaft einschneidende infrastrukturelle Veränderung bedeutete im April 1973 die Eröffnung eines Teilabschnittes der Autobahn A4 von Engelskirchen bis zur Anschlussstelle Wiehl/Gummersbach. Die endgültige Verkehrsfreigabe zwischen Köln und Olpe erfolgte im Jahre 1976. Dafür profitierte die Umgebung von Forst von Schaffungen neuer Naturschutzgebiete am Immerkopf, Hipperich, den Spülteichen bei Forst und dem Steinbruch Wiehau. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Einwohnerzahlen stiegen in den letzten Jahren, auch durch die Erschliessung eines Neubaugebietes, seit kurzem ist ein rückläufiger Trend erkennbar: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 182 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1978 163 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 132 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 181 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 238 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 220 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 198 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 205 Einwohner  &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Die Einwohner von Forst sind auch in einem eigenen Verein, der Dorfgemeinschaft Forst e.V. organisiert. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Wed, 18 May 2016 18:36:13 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Hahn</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/hahn</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;hahn&quot;&gt;Hahn&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wir recherchieren noch und hoffen, dass wir bald etwas zur Geschichte hier stehen haben. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Mon, 03 Jun 2019 23:53:50 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Hillerscheid</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/hillerscheid</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;hillerscheid&quot;&gt;Hillerscheid&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort Hillerscheid wurde das erste Mal urkundlich im Jahre 1454 erwähnt, als „Frelen von Hilderßham bei einem Raubzug der Bergischen gefangen gesetzt und gebranntschatzt wurde.“ Demnach müsste der Ort heute eigentlich nicht Hillerscheid heißen, sondern Hillershagen bzw. Hildershagen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dies bezeugen auch andere urkundliche Erwähnungen: 1555 „Zu Heldershagenn“ (Bergische Landessteuerliste), 1575 Hillershagen (Mercatorkarte), 1580 Hillershaenn (Homburgische Futterhaferzettel), 1675 Hillersch (Kirchenbuch Drabenderhöhe), 1791 Hillerhagen (Reilly-Karte Reichsherrschaft Homburg) und 1809 Hillerschen (Ocular-Plan der beiden Municipalitaeten Wiehl und Drabenderhöhe). 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erst mit der preußischen kartografischen Uraufnahme im Jahre 1831 wird Hillerscheid erwähnt. Offenbar handelte es sich dabei um einen Übertragungsfehler des Kartografen aus dem mundartlichen „Hillerschen“. Im Dialekt fällt das „d“ aus Hilders weg und wird zu Hillersch zusammengezogen. Das Hagen wird ebenfalls verkürzt in der Regel zu Haan, Han oder Hen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Allerdings taucht der Ortsname Hillerscheid 1662 im Engelskirchener Kirchenbuch auf, als Aeltgen, Jacobs Haußfrau zu Hillerscheid Tauffgodde (Taupatin) von Adelhedis Schmidt aus Verr genannt wird. Laut Drabenderhöher Kirchenbuch lebt die Familie von Tönis (Anton) Hillerscheid 1675 im Ortsteil Scheidt. Im Mucher Kirchenbuch ist 1669 die Hochzeit von Henrici, Joannis zu Mollerscheid Sohn in der Pfarre Weil (Wiehl) und Catharina, Christianis Tochter zu Hoel vermerkt. Die selbe Hochzeit findet sich auch in Drabenderhöhe als Hindrich, seligen (verstorbenen) Johann Müller zu Hillerschen hinterlassener eheliche Sohn und Trina (Katharina), Kirßgens im Holl (Höhler, Höllerhof bei Wellerscheid) ehelicher Tochter. Das zeigt, dass auch bereits im 17. Jhd. Fehler beim Ortsnamen entstanden sind, vermutlich auch aufgrund der unterschiedlichen Interpretation des mundartlichen Namens von Hillerscheid. Eine Hochsprache wurde zu dieser Zeit in unserer Region nicht gesprochen und in den Gemeinden Drabenderhöhe, Engelskirchen und Much wurden auch sehr stark von einander abweichende Dialekte benutzt. Über die Herkunft des Familiennamens Hillerscheid kann man annehmen, dass eine Familie aus „Hillerschen/Hillersch“ nach Scheidt umgesiedelt ist und sich der Name somit zu Hillerscheid zusammengesetzt hat. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/drabenderhoeher_und_umgebung_1913.jpg?id=hoefe%3Ahillerscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:drabenderhoeher_und_umgebung_1913.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/drabenderhoeher_und_umgebung_1913.jpg?w=200&amp;amp;tok=cf4637&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Hillerscheid 1913&quot; alt=&quot;Hillerscheid 1913&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Hillerscheid 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort Hillerscheid ist vermutlich in der Ausbauperiode mit weiteren Rodetätigkeiten im Hochmittelalter entstanden. Dabei setzt sich der Name aus einem Personennamen „Hild, Hildir“ und dem altfränkischen „Hago“ zusammen und bedeutet: die eingefriedete Wohnstätte des Hildir. Der Personename findet sich auch in einigen deutschen Vornamen wieder wie Hildegard oder Hildebold und steht für Kampf. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der homburgischen Futterhaferzetteln von 1580 werden vier bergische Haushaltungen genannt: Hillerschen Johan, Siemon, Goebbel Brauns Sohn, Peter Langh Kedell. 1675 fand dann die erste Personenaufnahme durch den Drabenderhöher Pastor Haas statt. Darin werden erwähnt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; selig posta Christian Klein nachgelassener Witwe. Ihr Knecht Till verheiratet mit Elsgen im Niederhof haben Kinder &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johannes Müller und seine Hausfrau Trina&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Müller hat Kind, geheiratet mit Klein Johan Eydels Tochter auf der Drabenderhöhe Entgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Müller und Gritta Eheleute haben Kinder &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Hans Reuschenbach und Trina Eheleute Romanistin (Katholikin) haben Kinder, Halfmann (Pächter)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jacob Krämer und Girt Eheleute die vier Kinder sind: Kirstgen, Gretgen und noch zwei&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Trina zu Hillersch und ihr Sohn Wilhelm Hillerscheid und Anna Margaretha Eheleute haben 4 Kinder &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1700 wurde auf Befehl des Grafen zu Sayn-Wittgenstein-Homburg eine Zählung wiederholt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Tiel Tönis sen. und Elisabeth bauen ihre Güter und bewohnen Johannes Bestgen zu Jennecken sein Haus&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johannes Müller und seine Hausfrau Trina haben eine Tochter Trina. Bewohnen ihre Güter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christian Müller hat drei erwachsene Töchter: Elgen, Margaretha, Maria. Sie bewohnen ihre Güter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Müller und seine Hausfrau Trina haben Kinder&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Anna Maria Wittwe seligen Wilhelm Hillerscheidt bewohnt ihre Güter, hat zwei erwachsene Söhne Christian im Kriegsdienst, Henrich bei ihr und eine erwachsene Tochter Gredgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Pitter, Halfmann (Pächter) auf der Reuschenbach, hat ein Gut, daß nicht bewohnt wird&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Anna Wittwe seligen Henrich Müller hat eine Tochter Elisabeth, bewohnt ihre Güter. Seligen Henrich Müller hat aus 1. Ehe nachgelassene drei Kinder Johan im Lande, die anderen außer Landes. Das Haus steht ledig (leer). Die Güter braucht (benutzt) Johannes Müller der Vormund. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Hillerscheid blieb immer ein kleiner Ort, was die Einwohnerzahlen aus dem 19. Jhd und 20. Jhd. zeigen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 61 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 66 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1831 67 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 70 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 71 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 75 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 77 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 82 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 72 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 90 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1978 104 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2004 145 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2013 124 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 129 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
1843 hatte Hillerscheid 14 Wohnhäuser, 1885 17 Wohnhäuser und 1905 14 Wohnhäuser
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Landesadressbuch von 1901 sind folgende Personen gelistet: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Gerlach, Rob., Landwirt.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Halstenbach, Wilh., Ackerer.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Krämer, Gust., Stellmacher.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Krämer, Heinr., Maurer.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Pflitsch, Rob., Schreiner.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Leo, Sägemühle.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Rob., Landwirt&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Thönes, Christ., Ackerer&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
In den 1920er und 1930er Jahren setzte man auf den Tourismus und nannte sich Luftkurort Hillerscheid bei Drabenderhöhe. Man warb mit zwei Privatpensionen, die von Fr. Grebe und Paul Thönes geführt wurden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/hillerscheid_1950er_jahre.jpg?id=hoefe%3Ahillerscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:hillerscheid_1950er_jahre.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/hillerscheid_1950er_jahre.jpg?w=200&amp;amp;tok=40945c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Hillerscheid&quot; alt=&quot;Hillerscheid&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Hillerscheid in den 1950er Jahren
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit der Entstehung der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung dehnte sich Drabenderhöhe bis nach Hillerscheid aus. Der Ort blieb aber selbstständig. Bereits um 1975 zogen die ersten Siebenbürger Sachsen nach Hillerscheid und kauften vorhandene Häuser, weitere Familien folgten. 1994 wurde ein neues Baugebiet mit 10 Wohnhäusern erschlossen, von denen 8 an Siebenbürger Sachsen verkauft wurden. Die Integration verlief schnell und problemlos. Die Siebenbürger Sachsen stellen heute einen Anteil von etwa 46% an der Bevölkerung. 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 90 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1978 104 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 84 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 98 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 140 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 130 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 125 Einwohner  &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Viele Hillerscheider sind im Heimatverein Hillerscheid e.V. organisiert.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;das_forsthaus_bei_hillerscheid&quot;&gt;Das Forsthaus bei Hillerscheid&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Kaufmann Ernst Reyss war im Exportgeschäft mit Messern und Besteck in Remscheid tätig. Ende der 1920er Jahre übernahm er die Jagdpacht im Drabenderhöhe. Um nicht ständig fremd zu übernachten, baute er sich im Jahre 1931 in der Nähe von Hillerscheid in der Flur „Auf der Bitze“ ein Jagdhaus in massiver Blockbauweise. Jagdaufseher wurde der Postkraftfahrer Walter Benz. Er lebte dort mit seiner Familie in einer Einliegerwohnung bis etwa 1952/1953 als er im Jägerweg ein eigenes Haus bezog. Da die Städte, auch im Niederbergischen bombadiert worden, lebte die Familie Reyss ab 1944 bis 1951 in Hillerscheid. Damals wohnten 11 Personen im Jagdhaus. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/scan_20210516_97_.jpg?id=hoefe%3Ahillerscheid&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:scan_20210516_97_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/scan_20210516_97_.jpg?w=200&amp;amp;tok=2d7081&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; title=&quot;Forsthaus 1937&quot; alt=&quot;Forsthaus 1937&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Forsthaus 1937
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein Bombenabwurf in der Nähe traf mit einigen Splittern das Gebäude. Als der Krieg 1945 vorbei war, bedrohten freigelassene russische Zwangsarbeiter die beiden Familien und raubten Wertgegenstände. Drei Einschusslöcher zeugen noch heute von dem Vorfall. Das Haus ist bis heute in dritter Generation im Familienbesitz verblieben. Der Enkel von Ernst Reyss hat es 2007 übernommen und 2008 kernsaniert. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Wed, 16 Feb 2022 22:29:59 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Immen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/immen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;immen&quot;&gt;Immen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wir recherchieren noch und hoffen, dass wir bald etwas zur Geschichte hier stehen haben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/immen_um_1935.jpg?id=hoefe%3Aimmen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:immen_um_1935.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/immen_um_1935.jpg?w=200&amp;amp;tok=89e942&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Immen um 1935
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Tue, 04 Jun 2019 00:10:06 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Jennecken</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/jennecken</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;jennecken&quot;&gt;Jennecken&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wir recherchieren noch und hoffen, dass wir bald etwas zur Geschichte hier stehen haben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/jennecken_vor_1914.jpg?id=hoefe%3Ajennecken&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:jennecken_vor_1914.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/jennecken_vor_1914.jpg?w=600&amp;amp;tok=d215f0&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Jennecken vor dem Ersten Weltkrieg
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 06 Jun 2019 14:34:30 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Niederhof</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/niederhof</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;niederhof&quot;&gt;Niederhof&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort Niederhof wird das erste Mal im Jahre 1500 als „Nederhoeve“ erwähnt. Ein Heydenreich im Nederhoeve ist Zeuge bei einem Hörigentausch zwischen dem Herzog von Berg und den Grafen zu Sayn-Wittgenstein. Der Ortsname bezieht sich auf einem Hof, der geografisch unter einem anderen Hof, in diesem Falle Hahn liegt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der bergischen Landessteuerliste von 1555 geht hervor, dass „Im Nyderhoiffe“ 8 Haushaltungen abgabepflichtig waren. Die Haushaltsvorstände waren Hein, Aleff (Adolf), Chris Frau, des Pliessers Frau, Conrait, Clais, Stinnes (Christine) Kind und Gyrtgen (Margarethe). 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1575 erscheint der Ort auf der Mercatorkarte als „Neerhoue“ (Neerhove). 
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/niederhof/niederhof_klein.jpg?id=hoefe%3Aniederhof&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:niederhof:niederhof_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/niederhof/niederhof_klein.jpg?w=400&amp;amp;tok=7c5cc3&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Flurkarte aus dem Jahr 1832
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Niederhof lag allerdings nicht im Herzogtum Berg, sondern in der Reichsherrschaft Homburg und gehörte zur Honschaft Drabenderhöhe. Das zeigen die sayn-wittgensteinischen Futterhaferzettel von 1580. „Im Nieder Houe“ (ausgesprochen als Hove) werden vier bergische, ein saynischer und ein wittgensteinischer Bewohner genannt. Dies waren Apelen (Abel), sein Schwager Albert, Jacob, Henn (Heinrich), des Speissers Sohn und Claeß (Nikolaus). 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Kapelle zu Drabenderhöhe als Filiale der Johanniterniederlassung in Marienhagen besaß noch Anfang des 16. Jahrhundert einen Pachthof in Niederhof. Dies geht aus einem Visitationsbericht des Drabenderhöher Pastors Jakob Sasse an die herzogliche Kommission aus dem Jahre 1582 hervor. Er berichtet: „früher sei die Kapelle im Besitze eines Hofes zu Niederhoven gewesen. Den habe ein Windecker Amtmann Nesselrath für 180 Gulden an sich genommen. Das dafür gezahlte Kapital bringe jetzt 9 Gulden ein, ebensoviel, wie ehemals der Pacht des Hofes betragen habe“.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Käufer muss Wilhelm von Nesselrode gewesen sein, der von 1514 bis zu seinem Tode 1540 Amtmann zu Windeck war. Aus dem Jahre 1540 liegt ein Bericht vor, dass der Komtur zu Marienhagen vom alten (katholischen) Glauben abgefallen war. Dies bestätigt der Visitationsbericht seines Nachfolgers Henrich von den Nespen im Jahre 1550. Er beklagt sich, dass sein Vorgänger eine Nichte gehabt habe, die er ausgestattet und mit einem Hof versehen habe, und nun komme deren Mann und wolle aber diese Güter rechtlich als seine eigenen beanspruchen und sie dem Herrn, entgegen einem getroffenen Vergleich, weiterhin vor, den der selige Nesselrodt ausgehandelt hatte. Der Bericht schließt mit der Bemerkung, der Komtur lebe im Konkubinat und habe Kinder. Bei diesem Hof könnte es sich um den von Nesselrode vor 1540 gekauften Pachthof in Niederhof gehandelt haben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/niederhof/niederhof_1920er_jahre_-_klein.jpg?id=hoefe%3Aniederhof&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:niederhof:niederhof_1920er_jahre_-_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/niederhof/niederhof_1920er_jahre_-_klein.jpg?w=400&amp;amp;tok=2ffecd&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Niederhof in den 1920er Jahren
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im 1605 erstellten Memorial-Zettel zu homburgischen Kirchensachen wird als einer der Kirchenältesten zu Wiehl ein Albert zu Niederhoven in der Drabenderhöher Honschaft erwähnt. In dieser Zeit ist auch die reformierte Drabenderhöher Kirchengemeinde entstanden, zu der Niederhof gehörte. Der Pfarrer Johannes Haas erstellte erstmals 1675 einen Personenliste, die auch für den Niederhof vorliegt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Herhaußen, Aeltester (Kirchenältester), sein Haußfrau Elsa haben drei Söhne einen Peter Herhaußen, der andere Johannes Herhaußen, der dritte Christian Herhaußen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johann Herhaußen undt sein Hausfrau Melchioris haben drey Kinder , zwey Söhne  undt eine Tochter. Mit Nahmen: Johannes Herhaußen, Christian Herhaußen und Elisabeth&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Kerstgen (Christian Niderhoff) undt sein Haußfrau Margarethe haben lehbehnd Tiel, Peter, Elsgen (Elisabeth), Tring (Katharina) undt Olgen (Adelheid) undt das sechste ist gestorben. Nachtrag: Kerstg ist gestorben. Hat die Wittiben (Witwe) wider geheyrahtet an Johannes Greff, Ubiquist (Lutheraner), ex reformata religion (ehemals reformierter Religion). Dieser starb den 24. Marty 1681. Wider geheyrahtet an Tonis Herhaußen vorm Oelgen (Ohl/Weiershagen) in 1683&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Wilhelm Schneider hat fünf Kinder. Sein Hausfrau Trin (Katharina). Die Kinder Margarethe, Girtgen, Tilgen, Stingen (Christine), Henrich&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Henrich Müller hat fünf Kinder. Sein Hausfrau Anna (Nachtrag todt), Kerstgen, Grittgen, Aloff (Adolf), Henrich, Christian&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Aloff Schmit (Nachtrag todt) ein Romanist (Katholik) hat zwei Kinder. Seine Hausfrau Girtgen. Sein Stiffsohn heist Christian. Johan, Pitter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Albert Bestgen undt sein Hausfrau Gerdrut. Kind Tring&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; In Erben Henn Haus sind drey Söhne Johannes, Peter undt Hermann. Nachtrag: Peter geheyrahtet an Bylis (Sibille) Tochter in den Immen, Engel genandt&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Insgesamt lebten im Hof 42 Personen in 8 Haushaltungen. Bei der nächsten Personenerhebung im Jahre 1700 erhöhte sich die Anzahl auf 43 Personen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis Mitte des 19. Jahrhundert stieg die Bevölkerung weiter: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817	59 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 	59 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1842	87 Personen in 17 Haushaltungen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843	80 Personen in 18 Haushaltungen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861	70 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885	69 Personen in 13 Haushaltungen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900	67 Personen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905	66 Personen in 15 Haushaltungen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1912	68 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961	102 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1978	102 Personen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980	91 Personen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990	110 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000	132 Personen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010	143 Personen &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014	137 Personen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015	141 Personen  &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Der Weiler war hauptsächlich auf Landwirtschaft ausgerichtet. In einem Adressbuch aus dem Jahre 1884 findet sich mit Albrecht Bubenzer noch ein Gerber und mit Albrecht Kauert ein Bäcker. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 12 Apr 2018 23:38:37 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Obermiebach</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/obermiebach</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;obermiebach&quot;&gt;Obermiebach&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Obermiebach wurde urkundlich das erste Mal im Jahre 1559 in der Liste der „Perd- und Schüppendienste im Amt Windeck“ als „Offer Medebach“ erwähnt. Als Steuerpflichtige werden Thys Johengen und Hynrich genannt. Obermiebach hatte damals 2 Haushaltungen. 1653 wird der Ort in den Mucher Kirchenbüchern als „Over Meybach“, 1664 als „in der Meybach“ bezeichnet. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der kleine Weiler wurde vermutlich in der Ausbauphase in der Zeit von 900 bis 1100 als Rodungshof gegründet, als die sonnenwarmen und nebelfreien Hoflagen schon sehr rar geworden waren. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ortsname kommt von dem Siefen Miebach, der am Ortsrand vorbeiläuft. In der Obermiebacher Flur wird dieser allerdings als Locher Siefen bezeichnet und erst ab dem mittleren Bachlauf in der ehemaligen Pfaffenscheider Flur wird dieser zum Miebach. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In dem Wort Miebach steckt das althochdeutsche „meit“, was klein oder verkrüppelt bedeutet. Der Ortsname leitet sich daher von dem „kleinen“ Bach ab. Ursprünglich hat es wohl nur einen Ort Miebach gegeben. Durch die Gründung eines zweiten Ortes kam die Unterscheidung in Ober- und Niedermiebach auf. Welcher der beiden Siedlungen, der Ursprungsort ist, lässt sich nicht genau ermitteln. Im Jahre 1559 gab es schon beide Ansiedelungen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass wohl Obermiebach dieser Ursprungsort ist, da es in einer geschützen Quellmulde liegt und der Bach auch direkt am Weiler vorbeiläuft. Das alte Niedermiebach liegt etwas abseits des Wasserlaufes. Die ehemalige Mühle, die dort direkt am Unterlauf des Miebach stand, ist erst wesentlich später im der zweiten Hälfte des 19. Jhd. erbaut worden. Obermiebach führte auch die Bezeichnung „in der Meybach“, ohne den Zusatz „Ober“. Niedermiebach ist in den Kirchenbüchern immer als „in der Nieder Meybach“ erwähnt worden. Die gesprochene Mundart ist das homburger Platt, wie es auch in Drabenderhöhe gesprochen wird. Man sagt auch schon mal neben O&amp;#039;evermi&amp;#039;ebich, „in de Mi&amp;#039;ebich“. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die ersten in den Mucher Kirchenbüchern fassbaren Einwohner Obermiebachs war die Familie des Christian und der Adelheid Frings. Christian Frings wird bereits 1653 erwähnt  und verstarb 1666. Die Familie war katholisch und gehörte der Mucher Kirchengemeinde an. Christian Frings muss recht begütert gewesen sein, da er sich mit einer Einmalzahlung im Jahre 1661 von der Zehntpflicht an den Adeligen und Lehnsmann des Mucher Zehnten, Ermund von Wylich zu Combach, befreien konnte. Seither galt Obermiebach als Freihof.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Sein Sohn Rörich Frings heiratete 1671 Gertrud, die Tochter von Moritz Scherer, Schichtmeister des Eisenbergwerkes in Oberkaltenbach und der Maria Margaretha von Markelsbach, einer Erbin des adeligen Hofes zu Gerlinghausen. Die Eltern von Gertrud heirateten 1647 in Engelskirchen.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die älteste Tochter von Rörich und Gertrud heiratete 1691 den aus Engelskirchen stammenden Moritz Willmund, der als Schöffe und Notar in Much bekannt war. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/p1040426.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:p1040426.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/p1040426.jpg?w=200&amp;amp;tok=3196c9&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Fachwerkhaus von 1763
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1663 taucht das erste Mal die Familie Kauert in Obermiebach auf. Ein Peter Kauert ist Taufpate von Albert Kauert aus Verr. Vermutlich ist Peter Kauert ein Bruder des Landvermessers und Geschworenen Dietrich Kauert, der mit seinem Vater und Bergvogt Christian Kauert Begründer der weit verzweigten Kauert-Familie ist und die Geschicke des oberbergischen Bergbaus mitbeeinflussten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der bergischen Huldigungliste von 1731 sind die drei Haushaltsvorstände, des Schöffen Moritz Willmund, Gerhard Frings und Johannes Kauert genannt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Evangelische Familien sind seit dem 17. Jhd in Obermiebach nachweisbar. Der bereits erwähnte Peter Kauert entstammte der evangelischen Kauertfamilie aus Büddelhagen. Ein Heinrich Niederhof aus Obermiebach wurde 1729 in Drabenderhöhe begraben. Er scheint wohl aus Niederhof bei Drabenderhöhe zugezogen zu sein. Schliesslich lebt 1724 ein Johannes Kauert in Obermiebach. Er ist ein Sohn des Bergwerksdirektor Peter Kauert, der die Grube „die fünfzehn Löwenpfähle“ in Oberkaltenbach begründete. Die Nachfahren der Familie  Kauert leben auch heute noch in Obermiebach. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2014-08-17-jahreswanderung/p1040484.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2014-08-17-jahreswanderung:p1040484.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2014-08-17-jahreswanderung/p1040484.jpg?w=200&amp;amp;tok=fc28d4&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ehemaliges Obersteigerhaus, früher Familie Lutter
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ab 1744 lebt in Obermiebach Peter Faulenbach. Er war Reidemeister in Oberkaltenbach und Schwiegersohn des Bergwerkbesitzers Peter Kauert. Als Reidemeister bezeichnete man im allgemeinen in vorindustrieller Zeit Produzenten des Metallgewerbes. Die Reidemeister verfügten über eigene Produktionsstätten, die sie entweder alleine besassen oder als Pächter oder Teilpächter bewirtschafteten. Seine Söhne Carl Friedrich  und Johannes Friedrich waren ebenfalls Reidemeister. Ein weitere Sohn war Lizenziat, also Akademiker. Das Haus der Familien Faulenbach existiert heute noch und hat ein großzügiges Eingangsportal mit einem Rundbogen, in der die Jahreszahl 1763 eingraviert ist, sowie einer historischen zweigeteilten bergischen Holztüre. Um 1800 verschwindet die evangelische Familie aus Obermiebach und zieht nach Drabenderhöhe. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anfang des 19. Jhd. ist weiterhin die Familie Kauert, sowie der nach Much berufene Landmesser Christoph Witscher nachweisbar. Er stammte aus der Gastwirtfamilie des Peter Christoph Witscher, die seit 1783 in Anfang lebten. Ab 1827 ist der evangelische Christian Printz im Ort nachweisbar. 1828 waren die Hofbesitzer in Obermiebach Johann Christian Kauert, Witwe Johannes Christian Kauert, Christoph Witscher, Johannes Marsch, die Erben von Peter Frings, Johannes und Peter Prinz.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1687 kam es zu einem Konfessionskonflikt zwischen der Herrschaft Homburg und dem katholischen Kirchspiel Much. Der dort amtierende Pastor Rose berichtete, dass Katholiken, die in der Ausübung in ihrer Religion behindert worden waren, vielfach nach Much übersiedelten. Um den Zurückgebliebenen in Homburg, die Möglichkeit zu verschaffen, den Anforderungen ihres Glaubens nachzukommen, setzte der Pfarrer Rose beim Herzog Johann Wilhelm von Berg durch, daß die Protestanten im Kirchspiel Much bei einem protestantischen Pfarrer in der Grafschaft Homburg keine Taufen, Kopulationen und Beerdigungen nachsuchen durften, solange es den homburgischen Katholiken verwehrt sei, bei einem katholischen Geistlichen dasselbe einzufordern. Von Windeck aus waren am 24. April 1687 entspechende Weisungen an den Schultheiß Saur in Much gegangen. Bei Zuwiederhandlung drohten den Evangelischen eine Strafe von 40 Florin. Die Einwohner von Scheidt und Obermiebach protestierten und wandten sich daraufhin an die homburgische Synode, die am 27. Juli 1687 antwortete, dass die homburgischen Prediger von einem solchen Verbot in der der Grafschaft Homburg nichts wüssten. Die Angelegenheit entwickelte sich dahin, dass der Pfarrer zu Much und die homburgischen Prediger bei Taufen und Begräbnissen auf ihre Gebühren bestanden. Das gab dann jedesmal Veranlassung zu gegenseitigen Anklagen. Zumindest war gegen 1700 erreicht worden, dass die Katholiken im Homburgischen mit Sterbesakramenten versehen werden konnten. Die Weisung hat später zur Folge gehabt, dass gemischte Ehen zwischen Protestanten und Katholiken vermieden wurden. Die evanglischen Bewohner von Scheidt und Obermiebach müssen sich zumindest der Weisung widersetzt und später erfolgreich durchgesetzt haben, da Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen aus dieser Zeit im Kirchenbuch zu Drabenderhöhe vermerkt sind. Vermutlich spielte aber auch eine Rolle, dass der reformierte Pastor zu Drabenderhöhe, Johannes Haas, seinen Wohnsitz in Pfaffenscheid hatte, das politisch zum Kirchspiel Much gehörte und sich damit gegen Pastor Rose und seinem möglichen Versuch, die Reformierten in der Gemeinde Much zu rekatholisieren, durchsetzte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/grube_aurora_um_1910.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:grube_aurora_um_1910.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/grube_aurora_um_1910.jpg?w=200&amp;amp;tok=5201d9&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Grube Aurora um 1910
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Kennzeichnet ist für die in Obermiebach lebenden Familien der Bergbau in der Umgebung. Nicht weit entfernt liegen die früheren Gruben „Silberkaule“ im Heck und „Aurora“  zwischen Oberdorf und Niedermiebach. Archäologische Untersuchen haben ergeben, dass die Silberkaule mit Blei-, Zink- und Eisenerzabbau bereits im Mittelalter im Betrieb war. Man wies dort eine Knappensiedlung nach. Die Schächte zerstörten die jetzt überflüssige Landwehr, die zum Schutz der Silberkaule errichtet worden war. Der Abbau erfolgte hauptsächlich durch Schächte. Der einzige Stollen, der zur Bewetterung und Entwässerung der Gruben diente, mündete im Bereich der ehemaligen Bergknappensiedlung Silberkaule. Das Erz wurde in der Verrer Hütte am oberen Loopebach verhüttet. Keramikfunde datieren diesen Floßofen in das 16. Jahrhundert. Im 17. Jhd. wurde der Grubenbetrieb ein erstes mal aufgegeben. Im Jahre 1868 wurde die „Silberkaule“ wieder in Betrieb genommen. Ein etwa 200 Meter in den Erdboden reichendes Bergwerk entstand - mit drei Schächten, Förderstollen und Erzaufbereitung. Ein halbes Jahrhundert war die Grube ein wichtiger Arbeitgeber. Es entstand eine kleine Grubensiedlung, in der ganze Familien lebten. Doch da gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Boden keine Schätze mehr zu bergen schien, wurde der sie erneut stillgelegt. Als der Grubenbetrieb eingestellt wurde, versetzte man das in der Silberkaule stehende Obersteigerhaus im Jahre 1896 nach Obermiebach. Die Grube Aurora wurde als „Bley- und Silberbergwerck die schmale Kaule“ 1745  von Conrad Pütter, einem Gießereibesitzer aus Unterkaltenbach, in Betrieb genommen. Der Essener Berg-werksdirektor W. Niesen, Repräsentant der ‚Gewerkschaft Aurora’, betrieb um 1850 die Grube, die er durch einen Stollen und Förderschacht aufgeschlossen hatte. Obwohl er im Laufe der Betriebsjahre einen weiteren Stollen anlegte und einen zusätzlichen Förderschacht abteufte, ging Niesen mit seinem Betrieb im Jahre 1877 in Konkurs. Nach kurzer Betriebsruhe wurde der Bergbau auf ‚Aurora’ im Jahre 1880 durch die englische Gesellschaft ‚West Prussian Mining Company’ wieder aufgenommen. Bis zur Schließung im Jahre 1889 waren auf Grube ‚Aurora’ ca. 100 Bergleute beschäftigt. Nach einer erneuten Betriebsruhe setzte der Bergbau bei Wellerscheid um 1898/99 wieder ein. Unter Direktor W. Thilmany erlebte man, dank ‚Aurora’, einen wahren Bergbauboom. Umfangreiche Ar-beiten unter und über Tage ließen die Grube zu einem bühenden Unternehmen, und somit zum größten Arbeitgeber und Steuerzahler der Ge-meinde werden. Auf der Anlage arbeiteten in Spitzenzeiten mehr als 200 Bergleute. Im Jahre 1913 musste die Grube  ihren Betrieb einstellen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/dscf0128.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:dscf0128.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/dscf0128.jpg?w=200&amp;amp;tok=6f77b1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ehemaliges Obersteigerhaus aus der Silberkaule
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Weiler blieb bedingt durch die topographischen Begebenheiten immer sehr klein mit wenigen Einwohnern und Häusern. Bis  Anfang des 19. Jhd war der Ort gemischtkonfessionell evangelisch-reformiert und römisch-katholisch. Die Katholiken gehörten zur Mucher und die Evangelischen zur Drabenderhöher Kirchengemeinde. Die Katholiken wanderten ab und es verblieb ein rein evangelischer Ort. Das zeigen Bevölkerungszahlen: 1809 lebten im Ort 30 Personen, davon 6 reformierte.  1817 25 Personen, 1828 28 Personen, 1843 34 Personen in 5 Häusern, alle evangelisch, 1861 40 Personen, alle evangelisch, 1868 35 Personen, 1885 27 Personen in 6 Haushaltungen. Im Jahre 1900 waren es 24 Personen in 7 Haushaltungen (Haushaltsvorstände: Eduard Kauert, Christian Lutter, Johann Peter Prinz, Peter Prinz, Wilhelmine Prinz, Albrecht Witscher, Wilhelm Witscher) und 1905 24 Personen in 5 Haushaltungen. Im Jahre 2009 lebten in Obermiebach noch 12 Personen in 3 Haushaltungen. 
Politisch gehörte Obermiebach in einer Randlage zum Herzogtum Berg, Amt Windeck und  Miebach wurde auch der Name der Honschaft, in der der Weiler lag. Als Honschaft bezeichnet man Zehntbezirke der Kirchen, in der man Ortschaften zu steuerlichen Zwecken zusammenfasste. Nach der Auflösung der alten territorialen Gebiete, ordneten
die Franzosen 1808 Obermiebach zur Mairie und später preussischen Bürgermeisterei und ausschliesslich katholischen Gemeinde Much. Doch die evangelischen Einwohner fühlten sich stets mit der evangelischen Nachbargemeinde Drabenderhöhe verbunden. Daher stellten die Bewohner von Obermiebach, sowie der Nachbarorte Scheidt und Pfaffenscheid und der Miebacher Mühle am 05. Dezember 1924 einen Antrag auf Ausgemeindung aus Much und die Eingemeindung nach Drabenderhöhe. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Den Antrag unterstützten und unterzeichneten die Obermiebacher Haushaltsvorstände Christian Lutter, Albrecht Witscher, August Kauert, Peter Krämer und Albrecht Lutter.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/obermiebach_1917.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:obermiebach_1917.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/obermiebach_1917.jpg?w=200&amp;amp;tok=d448ac&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Obermiebach um 1917
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1932 gelang es nach 8 Jahren mit vielen Streitigkeiten zwischen den Gemeinden Drabenderhöhe auf der einen Seite und den Gemeinden Much und Engelskirchen auf der anderen Seite, die Ortsteile Scheidt, Pfaffenscheid mit Drabenderhöhe politisch zu einem Ort zu vereinigen. Obermiebach blieb von dieser Lösung unberücksichtigt und für die Einwohner bedeutete dies eine sehr unbefriedigende Situation. Im Jahre 1933 bemühte sich Dr. Hermann Lutter, Bürgermeister der Gemeinde Drabenderhöhe, nochmals um die Angelegenheit und versuchte mit Argumenten auch Ausgemeindung Obermiebachs und der Mühle zu erreichen. Dies blieb aber erfolglos, da die neue nationalsozialistische Regierung kein Interesse an weiteren Grenzveränderungen hatte und sich auch die Gemeinde Much, wie schon in den vergangenen Jahren, vehement dagegen stellte, weitere Gebiete und Einwohner an Drabenderhöhe abzugeben. Dieser Zustand ist bist heute so erhalten geblieben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Obermiebach hatte bis in die 1970er Jahre drei landwirtschaftliche Vollbetriebe, bis vor ein paaren Jahren noch einen. Heute wird keine Landwirtschaft im Ort mehr betrieben. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;das_heiligenhaeuschen_an_der_wegkreuzung_nach_niedermiebach&quot;&gt;Das Heiligenhäuschen an der Wegkreuzung nach Niedermiebach&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Laut mündlicher Überlieferung wurde es im 16. Jahrhundert, also zur Zeit der Reformation,  erbaut und dem heiligen Donatus geweiht. Im Volksglauben ist der heilige Donatus der Schutzpatron bei Gewitter. Drabenderhöhe soll noch katholisch gewesen sein, als von hier die regelmäßig stattfindenden Bittprozessionen die Gläubigen nach Niedermiebach führte. Bei einer dieser Prozessionen erklärte der Pfarrer, dass er zum protestantischen Glauben übertrete. Dies geschah an der Stelle, an der das Heiligenhäuschen im Gedenken daran als Mahnung erbaut wurde. Bei dem Pfarrer muss es sich um den damals in Drabenderhöhe amtierenden Vikar Jakob Neuleben gehandelt haben. 
Später wurde dieses Wahrzeichen durch den Bergbau der benachbarten Grube Aurora bedroht. Von dem nahe gelegenen Bleibergwerk wurden Stollen in alle Richtungen getrieben, die dann durch Verschiebung der Oberflächen das Heiligenhäuschen teilweise zerstörten.
1908 wurde es dann Wiederinstand gesetzt. Es wurde in Backstein aufgemauert, erhielt eine tiefe Rundbogennische und ein Giebeldach.
1980 war dieses Kleinod wieder in sehr schlechtem Zustand. Nochmals folgte die Renovierung des Heiligenhäuschens durch die Niedermiebacher Einwohnerschaft.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2014-08-17-jahreswanderung/p1040492.jpg?id=hoefe%3Aobermiebach&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2014-08-17-jahreswanderung:p1040492.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2014-08-17-jahreswanderung/p1040492.jpg?w=200&amp;amp;tok=81d7eb&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 13 Jun 2019 16:13:10 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Scheidt</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;scheidt&quot;&gt;Scheidt&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Scheidt ist ein Ortsteil von Drabenderhöhe, gehörend zur Stadt Wiehl. Er wurde im Jahre 1932 mit Pfaffenscheid aus der Gemeinde Much, Rhein-Siegkreis ausgegliedert und der damaligen Gemeinde Drabenderhöhe zugeschlagen. 1957 wurde der Ortsname Scheidt offiziell aufgegeben, da der Weiler mit dem Dorf Drabenderhöhe bereits zusammengewachsen war. Im Sprachgebrauch der Einheimischen wird der Name jedoch noch verwendet.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/20.03.05_scheidt_009.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:2013-08-18-jahreswanderung:20.03.05_scheidt_009.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/2013-08-18-jahreswanderung/20.03.05_scheidt_009.jpg?w=200&amp;amp;tok=391e79&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Haus Claas im Scheidt
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;lage_und_beschreibung&quot;&gt;Lage und Beschreibung&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Weiler Scheidt liegt am Kreuzungspunkt der historischen Brüderstraße sowie der Zeithstraße, direkt an der ehemaligen Landesgrenze zwischen dem Herzogtum Berg und der Herrschaft Homburg. Das Nachbardorf Drabenderhöhe, gehörte bereits zu Herrschaft Homburg, Scheidt selbst zum Herzogtum Berg, Amt Windeck, Gemeinde Much.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Scheidt befindet sich auf etwa 300 m Meereshöhe in einem Wasserscheidenbereich, wo ein halbes Dutzend Quellbäche ihren Ursprung nehmen. Nach Westen ziehen sich der Pfaffenscheider und der Herrsiefen, die sich zum Wahnbach vereinen. Im Norden entspringt der Loopebach und der Umschersiefen. Umliegende Höhen sind der Löher Kopf mit 353 m, Steimel 351 m, Schimmelhau 364m, Immerkopf 365 m, Hipperich 352 m und der Heckberg 385 m als höchste Erhebung. Vermutlich lässt sich der Ortsname aus dem althochdeutschen „skeid“ herleiten, was für Scheide, Trennung oder Grenze steht. Dies untermauern auch die topografischen und grenzhistorischen Begebenheiten. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;geschichte&quot;&gt;Geschichte&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort wurde als Einzelhof in der Siedlungsausbauperiode etwa zwischen 900 bis 1100 n. Chr. gegründet. Die ältesten Häuser haben Flur- bzw. Hofnamen, wie Auf dem  Anfang, Auf der Bitze, Auf der Spitzenburg, Auf der Schniffel, Im Salzrümpchen, Im Kretsch, Pfaffenscheid, Mitten im Hof, Oben im Hof, Unten im Hof und In der Dumpe. Den ältesten Teil bilden dabei die drei Hofbezeichnungen Im Hof Scheidt am sogenannten „Dreieck“ an der Linde. „Untem im Hof“ umfasst die unterhalb der Linde gelegenen Häuser der Herrenhofer  Straße. Die westlich der Linde gelegenen Häuser an der Scheidter Straße und im oberen Teil der Herrenhofer Straße, sowie die als Dumpe bezeichnete Straße Im Blumenwinkel bildeten den Teil „Mitten im Hof“ und alle alten Häuser östlich der Linde hießen „oben im Hof“. Die anderen Hofteile, besonders die an der Alten Kölner Straße gelegenen Häuser entstanden, bis auf den Pfarrhof im Pfaffenscheid erst im 17. Jahrhundert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_skizzenbuch_wilhelm_klein_1837_nr._30615_s._15.jpg?w=200&amp;amp;tok=82f622&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ortsteil Schniffel mit Kirche 1837
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Scheidt wurde 1559 erstmals als „Das Scheidt“ in den Listen der Perd- und Schüppendienste im Amt Windeck urkundlich erwähnt. Als Abgabepflichtige sind dort ein Wylhem und ein Petter im Kretsch erwähnt. Wylhem ist nochmals in einer Akte des Reichskammergerichtes aus dem Jahre 1574 (Akte RKG S 1387, III, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf) als 50-jähriger Zeuge in Streitigkeiten zum Erzbergbau in Kaltenbach historisch nachweisbar. Auf ein bereits früheres Bestehen des Ortes weist ein Münzfund aus dem Jahre 1882 hin. Damals wurden etwa 200 Münzen aus den Jahren 1448 bis 1640 gefunden (Quelle: Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande). Der Ort gehörte zusammen mit Obermiebach, Niedermiebach, Wellerscheid, Oberdorf und Oberbusch zur bergischen Honschaft Miebach. Mitte des 16. Jhd. setzte sich im Kirchspiel Drabenderhöhe der lutherische Glaube durch.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Vikar Sasse berichtete 1582 von Pfaffenscheid, dass nach der Inkorporation durch den Johanniterorden Teile des Gutes verkauft worden seien und nur 24 Morgen Haferland sowie 2 Morgen Gartenland dazugehörten. Für 6 Kühe wäre daher kaum hinreichend Heu zu gewinnen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Durch den Siegburger Vergleich wurde der Hof Scheidt 1604 von der jetzt reformierten Gemeinde Drabenderhöhe getrennt. Der Ort gehörte zum Herzogtum Berg, die Bevölkerung blieb aber kirchlich mit den ebenso von der Muttergemeinde getrennten Orte Obermiebach (Amt Windeck, Much), Büddelhagen, Verr und Brächen bzw. Anfang (Amt Steinbach, Engelskirchen- nördlicher Bereich der Brüderstraße) verbunden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bei der ersten Zählung der Bevölkerung durch Pastor Johannes Haas im Jahr 1675, hießen die ansässigen Familien 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Luther (Lutter) uff der Schniffel Girt Eheleut Ihre Kinder Johannes, Dirich, Margretha, Christian&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Johan Velder im Kretsch Greta Eheleut Ihre Kinder Catharina, Henrich, Kirstg&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Sivrin Velder uff der Spitzburg sin Sohn Johannes&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Eias Jost Girt Eheleut Ihre Kinder Girtg, Tring, Roel im Scheid ist des 30 Sept. gestorben&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Albert Velder Elsa Eheleut Ihre Kind Johentgen&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Tonis Hillerscheid Greta Eheleut Ihre Kinder Pitter, Annamaria&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Conrat Holler (Höhler) Elsa Eheleut Ihre Kinder Johan, Albert, Henrich, Johannes&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level2&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Christg Schmit (Schmidt) Sophia Eheleut Ihre Kinder Gobel, Henrich, Albert, Eias.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Im Ortsteil Anfang waren es:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Peter Schmit uffm Anfang Girt Eheleut Ihre Kinder Tring, Margaretha, Henrich, Girdrut, Elsg &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Der Pfarrhof der Kirchengemeinde lag im Pfaffenscheid. Dort lebte das Pastorenehepaar Johannes Haas und Maria Elisabeth Klee, der Tochter des Drabenderhöher Pfarrers Christian Klee. Zu dem Zeitpunkt hatten sie eine Tochter Margaretha. Bis Ende des 18. Jahrhunderts kamen noch die Familien Bellingrath, Bergerhof, Dreibholz, Engelbert, Hühn, Hüschemenger, Keffer, Kauert, Nohl, Scharpenstein, von Schemm, Stöcker, Theiß, Voss und Witscher hinzu. Im 19. Jahrhundert liessen sich die Familien teilweise durch Einheirat in einheimische Familien noch die Claas, Diem, Diesem, Disselhoff, Haas, Hardt, ein weiterer Zweig der Familie Hühn, Jost, Kalscheuer, zwei weitere Zweige der Familie Kauert,  Klein, Lindenberg, Mertens, Müllenbach, Rödder, Ruland, Schmitz, Sträßer, Thönes und Weibel in Scheidt nieder. Im 20. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre folgten dann noch die Famlien Dannenberg, Hans, Heynemeyer, Hercher, Hillenbach, Krämer, Lang, Lüngen, Muth, Pflitsch, Puhl und Runge. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahr 1687 kommt es zu einem Konfessionskonflikt. Die Windecker Verwaltung verbot, dass Taufen, Geburten und Beerdigungen von einem reformierten homburgischen Pfarrer durchgeführt wurden. Vorausgegangen war eine ähnliche Weisung der Homburgischen Verwaltung für die katholische Bevölkerung in der Herrschaft Homburg, die erst spätestens um 1700 aufgehoben wurde. Der Pastor Schöler baute sich 1790 in Drabenderhöhe ein eigenes Pfarrhaus, das später durch die Kirchengemeinde erworben wurde. Das Pfarrgut in Pfaffenscheid wurde verpachtet und 1867 von der Kirchengemeinde Drabenderhöhe verkauft.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_scheidt_um_1913_.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_scheidt_um_1913_.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_scheidt_um_1913_.jpg?w=200&amp;amp;tok=0bca3c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ausblick auf Scheidt vom Löherkopf 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Kurfürst Karl Philipp von Pfalz-Neuburg, der auch Herzog von Jülich-Berg war, hatte keine männlichen Nachkommen und wollte daher seinen Bruder Franz Ludwig, der seit 1729 Kurfürst vom Mainz war, als Erben einsetzen. Zu diesem Zweck befahl er seinen Amtmännern, die Untertanen einen „Eventual-Huldigungseid“ leisten zu lassen. In der Gemeinde Much wurde dies durch einen „Honnen“, einem Vorsteher der Honschaft durchgeführt. Da Scheidt und Obermiebach zur bergischen Honschaft Miebach gehörten, wurde der Huldigungstag auf den 7. und 8. Februar 1731 festgelegt. In dieser Liste sind folgende Familienoberhäupter aufgeführt:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Engelberth, Christian&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Hüschemenger, Peter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Keffer, Albert&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Höhler, Albert (seine Witwe Anna Gertrud)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Höhler, Johannes&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Keffer, Severin (sein Sohn Johann Dietrich)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jost, Elias Heinrich&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Scharpenstein, Peter&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jost, Severin&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Hüschemenger, Wilhelm&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Schmidt, Heinrich (wohnte „Auf der Spitzenburg“)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Bellingrath, Dietrich (wohnte „Auf der Schniffel“)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Herhausen, Johann (wohnte „Auf der Schniffel“)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level3&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Nohl, Nikolaus (wohnte „Im Kretsch“) &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Insgesamt dürften in Scheidt etwa 55 Personen zu diesem Zeitpunkt gelebt haben. Pastor Christian Bellingrath in Pfaffenscheid unterstand dem Huldigungseid offenbar nicht, da er in der Liste nicht aufgeführt ist. Wahrscheinlich war er als Pastor zu Drabenderhöhe ein homburgischer Ausländer. In Pfaffenscheid lebten 3 Personen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Herbst 1796 nahm ein österreichisches Corps Winterquartier in der Gegend und verwüstete Privat- und Pfarrwaldungen. Mittlerweile rückten Franzosen nach. Zusammen mit den Österreichern versuchten Bauern mit Ackergeräten aus dem Homburgischen und dem Gemeindegebiet von Much den Franzosen standzuhalten. Unter dem französischen Kommandeur Marschall Michel Ney wurde das Dorf, wie auch die Nachbardörfer mit einem 300 Mann starken Corps besetzt. Nach der Besetzung durch die Franzosen wurden 1806 die alten territorialen Strukturen aufgelöst. Neue Verwaltungsstrukturen die Mairien (Bürgermeistereien) entstanden, wobei die alten Grenzen bestehen blieben. Scheidt gehörte zur Bürgermeisterei Much. Durch den Wiener Kongress wurde das Rheinland 1815 zu Preußen geschlagen. Die Verwaltungsstrukturen der Franzosen blieben bestehen und führten zu keiner Veränderung der Gemeindegrenzen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der zu Engelskirchen gehörende Ortsteil Anfang durch die Engländer besetzt. Drabenderhöhe und Scheidt gehörten zum unbesetzten Teil des „Kölner Brückenkopfes“. Daher herrschte Passzwang zwischen Scheidt und Anfang. Die Franzosen folgten 1923 den Engländern und besetzten Drabenderhöhe, sowie Scheidt bis zum 17. September 1924. Die Einwohner von Scheidt und Obermiebach, der von den Orten Verr und Büddelhagen unterstützt wurden, beantragten 1924 bei der Bezirksregierung Köln die Eingemeindung ins evangelische Drabenderhöhe. Die Gemeinde Much war nicht gewillt, dem Wunsche der Bevölkerung entgegenzukommen, da sie den Ausfall von Gemeindesteuern fürchtete. Seit 1925 entwickelte sich Drabenderhöhe zum Höhenluftkurort für Sommerfrischler aus den Städten. Bekannt waren auf der Scheidter Seite des Ortes die Gasthöfe Müllenbach und Klein, sowie der Gasthof Kalscheuer im Anfang. Auf dem Löher Kopf entsteht ein 22 m hoher Aussichtsturm, sowie in ein Freibad in der Nähe von Verr, dass bis 1953 seinen Betrieb aufrechterhielt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_um_1923.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_um_1923.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_um_1923.jpg?w=200&amp;amp;tok=f536ac&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Scheidt um 1923
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1932 gelang es nach 8 Jahren mit vielen Streitigkeiten zwischen den Gemeinden Drabenderhöhe auf der einen Seite und den Gemeinden Much und Engelskirchen auf der anderen Seite, die Ortsteile Scheidt, Pfaffenscheid und Anfang politisch zu einem Ort zu vereinigen. Vorausgegangen war ein Schreiben der Scheidter, Obermiebacher und zwei in der Niedermiebacher Mühle wohnenden Familienvorstände, die am 05. Dezember 1924 an die Bezirksregierung in Köln ein Anliegen zwecks Ausgemeindung nach Drabenderhöhe schickten. Dieser Antrag wurde von den Einwohnern von Anfang, Brächen, Büddelhagen und Verr unterstützt. Dabei bemängelte man den Missstand bezüglich wirtschaftlicher und kultureller Hintergründe. Vereine, wie die Feuerwehr oder die Loopeperle gerieten häufig in Schwierigkeiten mit den Behörden. Auch das Wegenetz wurde von den Gemeinden Bielstein und Much durch die Grenzlage vernachlässigt. Lehrmittel wurden durch die Gemeinde Much nicht gestellt und mussten bezahlt werden, wohingegen diese für Drabenderhöher Schulkinder kostenfrei war. Verkehrstechnisch war die Gegend nach Bielstein hin ausgerichtet, da dort die Bahnstation lag. Das Finanzamt und das Landratsamt in Gummersbach, sowie das Amtsgericht in Wiehl waren leicht erreichbar. Scheidter und Obermiebacher mussten hierzu nach Siegburg und Eitorf. Doch die Mucher Gemeindeverwaltung war entschiedend gegen eine Veränderung der Gemeindegrenzen und sprach von „Treibereien und terrorisierenden Einfluß einiger weniger Persönlichkeiten“. Gemeint war wohl Otto Müllenbach, Gemeinderatsmitglied in Much für den Ortsteil Scheidt, der sich für eine Eingemeindung nach Drabenderhöhe einsetzte. Der eigentliche Grund, dass sich Much gegen eine Ausgemeindung stellte, war der Ausfall von Grundvermögens- und Einkommenssteuern über 2000,- Reichsmark. Scheidt war mit 207 Einwohnern im Jahre 1925 eine der grössten Ortschaften in der Gemeinde Much. Die Engelskirchener Verwaltung übte gar so einen grossen Druck auf ihre Einwohner aus, so dass diese den Antrag 1926 wieder zurückzogen. Das Drabenderhöher Grenzgebiet blieb kommunalpolitsch vorerst ein schwieriges Gebiet, auch die Verfolgung von Gesetzesübertretern war problematischer als sonst wo. Zwar gab es in Drabenderhöhe eine Gendamerie-Station, aber es dauerte etwas bis die drei Zivilgemeinden die polizeiliche Einheit des Dorfes herstellten und die „Höher“ Gendarmen grenzüberschreitende Befugnisse hatten. Nach vielen Reibereien, Ärger und Schriftverkehr trat am 01.10.1932 die Ausgemeindung der Ortsteile Scheidt und Anfang in Kraft. Die Gemeinde Drabenderhöhe erhielt dabei 37 Hektar mit 218 Einwohnern aus der Gemeinde Much und 10 Hektar mit 30 Einwohnern aus der Gemeinde Engelskirchen. Das im Volksmund bekannte „Drei-Kreise-Eck“ an der Drabenderhöher Kirchengemeinde gehörte nun der Vergangenheit an. Allerdings verblieben die Orte Verr, Büddelhagen, Brächen mit insgesamt 84 Einwohnern im Kreis Wipperfürth und Obermiebach und im Siegkreis. Die neue Grenze wurde sehr scharf um den Ort herumgelegt, so dass die meisten Einwohner fast ihren gesamten Grundbesitz in den anderen Gemeinden hatten und dorthin auch ihre Steuern zahlen mussten. Die alten Flur von Scheidt umfasste das Gebiet bis an den Mond- und den Breidensiefen, die Pfaffenscheider Flur reichte sogar bis fast an die Orte Ober- und Niedermiebach heran. Die neue Situation war also nicht besonders befriedigend. Im Jahre 1933 bemühte sich Dr. Herrmann Lutter, Bürgermeister der Gemeinde, nochmals um die Angelegenheit und versuchte mit Argumenten auch Ausgemeindung der anderen Orte zu erreichen. Dies blieb aber erfolglos, da die neue nationalsozialistische Regierung kein Interesse an weiteren Grenzveränderungen hatte. Offensichtlich rührte die Abneigung so machner Drabenderhöher Einwohner gegen die „Mücher Heufresser“ aus dieser Zeit.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges kommt es 1944 zu Tieffliegerangriffen auf den Ort. Auf dem Löher Kopf begannen Bauarbeiten für Abschussbasen für sogenannte V-Waffen. Diese wurden aber nicht mehr fertiggestellt. Der Widerstand der Deutschen wurde am 12. April 1945 eingestellt und das Dorf wurde wie Drabenderhöhe durch die Amerikaner besetzt. Durch die Einteilung in Besatzungszonen kam das Rheinland unter britische Militärverwaltung.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_scheidt_1929.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:drabenderhoehe_scheidt_1929.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/drabenderhoehe_scheidt_1929.jpg?w=200&amp;amp;tok=4ca34f&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Ausblick vom Aussichtsturm auf dem Löher Kopf 1929
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Durch die Eingemeindungen der Orte Büddelhagen und Verr 1975 wurde die scharf um den Ort gezogene Gemeindegrenze erweitert. Hinzu kamen nochmals 2550 Hektar größtenteils aus der Gemeinde Engelskirchen, aber auch kleinere Flurstücke aus der Gemeinde Much.  Eine Abgrenzung zu Drabenderhöhe ist schwierig, da beide Orte nahtlos ineinander übergehen. Das „alte“ Scheidt würde heute die Strassen Alte Kölner Straße, Am Anfang, Am Hardtskopf, Brunnenweg, Herrenhofer Straße, Im Blumenwinkel, Scheidter Straße, Pfaffenscheider Weg, Zeitstraße, Zur Kahlhambuche und Zum Loopetal umfassen. Zur Scheidter Flur gehörten auch die früher unbebauten heutigen Strassen: Im Biesengarten, Zur Königsbitze, Oskar-Hartmann-Strasse, Marienfelder Strasse, In der Landwehr, Koppelweg, Auf der Steinbreche, Am Pferdefeld und Zur Miebach. Allerdings lagen die seit dem 19. Jahrhundert bestehenden beiden Häuser „Auf dem Landgraben“ im Gemeindebereich Much und gehörten nicht zu Drabenderhöhe. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;bevoelkerung&quot;&gt;Bevölkerung&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Scheidt entwickelte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts zum größten Ort in der Gemeinde Much. Im Jahre 1809 hatte Scheidt bereits 196 Einwohner, der Gemeindehauptort Much lediglich 130 Einwohner. Erst 1843 überflügelte Much Scheidt mit 226 zu 185 Einwohnern. 
Nimmt man noch die Ortschaften der Gemeinde Drabenderhöhe hinzu, wäre Scheidt, wenn der Ort bereits 1843 zu Drabenderhöhe gehört hätte, die größte Ortschaft gewesen. In der Gemeinde Wiehl hätten nur Bomig und die beiden Kirchorte Marienhagen und Wiehl eine größere Bevölkerung gehabt. Bis 1871 blieb Scheidt immer noch einer der größten Orte der späteren Stadtgemeinde Wiehl und überholte Bomig als auch Marienhagen. Erst durch die Industrialisierung verlor Scheidt einen Teil seiner Einwohnerschaft und die Orte im Agger- und Wiehltal vergrößerten sich zusehends. Im Jahre 1559 gab es in Scheidt jeweils eine Haushaltung, im Kretsch ebenfalls eine und vermutlich existierte auch schon der Pfarrhof in Pfaffenscheid.   
&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;table sectionedit1&quot;&gt;&lt;table class=&quot;inline&quot;&gt;
	&lt;tr class=&quot;row0&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;Jahr&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;Scheidt&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;Pfaffenscheid&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;Anfang&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;Gesamt&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row1&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1675&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;36 (8 Haushaltungen)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;3 (1Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;7 (1Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;46 (10 Haushaltungen)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row2&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1731&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;55 (14 Haushaltungen)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;3 (1Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;3 (1 Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;61 (16Haushaltungen)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row3&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1809&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;190&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;6&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;5&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;201&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row4&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1817&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;185&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;8&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;7&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;200&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row5&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1828&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;201&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;10&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;6&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;217&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row6&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1842&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;199 (43 Haushaltungen)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;199 (43 Haushaltungen)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row7&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1843&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;176 (39 Haushaltungen)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;9 (1 Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;9 (1 Haushaltung)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;194 (41Haushaltungen)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row8&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1849&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;165 (35 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;12 (2 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;177 (37 Häuser)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row9&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1868&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;180&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;9&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;12&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;201&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row10&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1871&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;237 (44 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;18 (2 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;255 (46 Häuser)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row11&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1885&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;230 (47 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;19 (2 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;249 (49 Häuser)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row12&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1895&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;217&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;21&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;238&lt;/td&gt;
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	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row14&quot;&gt;
		&lt;td class=&quot;col0&quot;&gt;1905&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col1&quot;&gt;174 (42 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col2&quot;&gt;inkl.&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col3&quot;&gt;39 (5 Häuser)&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;col4&quot;&gt;213 (47 Häuser)&lt;/td&gt;
	&lt;/tr&gt;
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	&lt;/tr&gt;
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	&lt;/tr&gt;
	&lt;tr class=&quot;row17&quot;&gt;
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	&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;
&lt;!-- EDIT{&amp;quot;target&amp;quot;:&amp;quot;table&amp;quot;,&amp;quot;name&amp;quot;:&amp;quot;&amp;quot;,&amp;quot;hid&amp;quot;:&amp;quot;table&amp;quot;,&amp;quot;secid&amp;quot;:1,&amp;quot;range&amp;quot;:&amp;quot;16984-17806&amp;quot;} --&gt;
&lt;p&gt;
Bei einer Zählung von 1983 lebten in Scheidt 350 Personen, 2007 dann 566 Personen. In der Einwohnerzahl sind folgende Straßenzüge berücksichtigt: Alte Kölner Straße, Am Anfang, Am Hardtskopf, Brunnenweg, Herrenhofer Straße, Im Blumenwinkel, Scheidter Straße, Pfaffenscheider Weg, Zeitstraße, Zur Kahlhambuche und Zum Loopetal.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die meisten Scheidter waren vorallem Landwirte und teilweise auch Händler. Mit dem aufkommenden Bergbau im 19. Jahrhundert, vorallem in den Gruben in der Silberkaule und in Bliesenbach im Loopetal fanden viele eine Zusatzbeschäftigung als Bergmänner. Es waren aber auch andere Berufe aus dem handwerklichen Bereich und dem Dienstleistungsektor vertreten, wie Maurer, Fuhrmänner, Bäcker, Metzger, Gastwirte, Schreiner, Gerber, Köhler, Gerber, Färber, Branntweinbrenner, Schmied, Wagner und Schumacher. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Bevölkerung war ausnahmslos durch die Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde reformiert und sprach einen rheinischen (ripuarisch) Dialekt, dem Homburger Platt(Hommersch). Das Homburger Platt unterscheidet sich allerdings erheblich von den umliegenden Dialekten und ist eine Reliktmundart. Hauptmerkmal ist das Fehlen des rheinischen J für schriftdeutsches G. Hier wird ein sogenannter A-Ch Laut verwendet, wie für kölsches „Mr jonn“, hier „Mr chon“. Allerdings stirbt die Mundart langsam aus und wird nur noch von älteren Einheimischen benutzt (Mundartkenntnisse haben noch etwa 10 bis 20 % der Bevölkerung). Die Einheimischen waren überwiegend Bauern. Doch aufgrund der Kargheit des Bodens waren sie bis in die zwanziger Jahre des 20 Jhd. gezwungen, einen weiteren Beruf ausüben zu müssen. Viele arbeiteten in den umliegenden Bergwerken.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/img525.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:img525.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/img525.jpg?w=200&amp;amp;tok=1a342c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; „Pengstblosen“ im Scheidt 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis heute werden noch einige wenige alte Bräuche gepflegt, wie zum Beispiel das „Pengstblosen“ an Pfingsten. Die Jugendlichen „trööten“ (blasen) auf sogenannten „Pe&amp;#039;ißhörnern“ (Pfingsthörnern), die aus geschälten Erlenrinden gedreht werden, die Nachbarn aus dem Schlaf und erhalten dafür Geld, Schokolade oder Bonbons. Ebenso wird zum alljährlichen Erntefest in Drabenderhöhe seit 1931 ein Erntewagen durch die Nachbarschaft für den Umzug durch das Dorf gestaltet.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h4 id=&quot;besonderheiten&quot;&gt;Besonderheiten&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der höchste Punkt des Ortes liegt auf der Kahlhambuche auf 330,5 m. Sehenswert sind das Fachwerkensemble im Bereich der „Schniffel“. Das Haus der Familie Kauert an der Alten Kölner Straße (das bekannteste Mitglied ist Peter Kauert, der in Kaltenbach im 17. Jhd das Bergwerk „Die 15 Löwenpfähle“ gründete)stammt im Kern aus dem 17. Jhd und steht unter Denkmalschutz.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein weiteres Beispiel eines unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes liegt im Pfaffenscheid, Pfaffenscheider Weg. Im Kern stammt dieses Gebäude aus dem 16. Jhd, wurde aber mehrfach umgebaut und war bis ins 18 Jhd. der Pfarrhof der Kirchengemeinde.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/dscf0163.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:dscf0163.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/dscf0163.jpg?w=200&amp;amp;tok=0b92d7&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Das alte Pfarrhaus im Pfaffenscheid
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Neu ist das Museum „Grüne Scheune“, Alte Kölner Straße - einer ehemaligen Scheune, in der sich in den zwanziger Jahren eine Kornbrantbrennerei befand. Das dazugehörige Wohnhaus wurde vor ein paar Jahren abgerissen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/test/p1040113.jpg?id=hoefe%3Ascheidt&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:test:p1040113.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/test/p1040113.jpg?w=200&amp;amp;tok=44cdd4&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Grüne Scheune
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auf dem Wanderweg entlang des Löherkopfes Richtung Heckberg erinnert eine Tafel und ein Straßenschild im Wald an die Bedeutung des alten Handelsweges der Brüderstraße.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 23 May 2019 00:36:34 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Silberkaule</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/silberkaule</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;silberkaule&quot;&gt;Silberkaule&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Die Silberkaule ist ein altes Grubengebiet in der Nähe der alten Brüderstrasse im Waldgebiet des Hecks unterhalb des Großen Heckbergs, bereits schon auf Boden der Gemeinde Engelskirchen. Schon im Mittelalter wurde nach Silber, Eisen-, Blei- und Zinkerz gegraben, dass unterstützen auch archaölogische Untersuchungen. Es wurde eine Knappensiedlung aus dem 13. Jhd. ausgegraben. Die Grubenschächte zerstörten die alte Landwehr zwischen den bergischen Ämtern Steinbach und Windeck. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der einzige Stollen, der zur Bewetterung und Entwässerung der Gruben diente, mündete im Bereich der ehemaligen Bergknappensiedlung Silberkaule. Das Erz wurde in der Verrer Hütte am oberen Loopebach verhüttet. Keramikfunde datieren diesen Floßofen in das 16. Jahrhundert. Die Verrer Hütte befand sich im Mündungsbereich des Sungsiefen in den Loopebach und auch ein Flurname „Auf der Verrer Hütten“ verweist dort auf den alten Floßofen. Die Archäologie konnte im Bereich des Loopebaches und seiner Seitentäler von Verr bis zum Dönselberg 5 Verhüttungs- und 18 Rennfeueranlagen nachweisen. Dazu kommen noch 5 Rennfeueranlagen im Schimmelhau und weitere Verhüttungs- und Rennfeueranlagen im Pühlenbach- und im unteren Loppetal. Die Reste eine Verhüttungsanlage mit Schlackeresten kann man unterhalb Verrs im Wald noch sehen. Da die Anlagen in den preussischen Urkatastern nicht mehr erscheinen, müssen sie sehr alt sein. Das Gebiet steht allerdings unter Naturschutz und die empfindliche Ökologie sollte daher nicht gestört werden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg?id=hoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/grube_silberkaule_vor_1912_archiv_much.jpg?w=200&amp;amp;tok=6c247a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Die Grube Silberkaule
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im 17. Jhd. wurde der Grubenbetrieb ein erstes mal aufgegeben. Nach 1870 wurde die „Silberkaule“ wieder in Betrieb genommen. Ein etwa 200 Meter in den Erdboden reichendes Bergwerk entstand - mit drei Schächten, Förderstollen und Erzaufbereitung. Ein halbes Jahrhundert war die Grube ein wichtiger Arbeitgeber. Es entstand eine kleine Grubensiedlung, in der ganze Familien lebten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Kirchenbuch Drabenderhöhe ist ein Johann Ernst August Bilke verzeichnet, der 1837 im Silberbergweck Heck lebt. Er schwängerte Maria Elisabeth Marsch und bekannte sich vor Bürgermeister und Pfarrer zu dem Kind. Die Hochzeit wurde zwar bekannt gegeben, aber er verliess seine Braut vor der Heirat und liess sie mit dem kleinen Wilhelm allein. Danach scheint das Bergwerk unbewohnt zu sein, bis die ersten Wohnhäuser in der Miene entstanden. Ab 1878 lebt Emil Lingor, von Beruf Steiger, in der Silberkaule. Er heiratet 1879 in Drabenderhöhe. Karl Friedrich Wilhelm Hardt, ebenfalls Steiger heiratet 1882 in der Kirche zu Drabenderhöhe und lebt mit seiner Familie in Silberkaule. Der Bergmann Wilhelm Leber hat dort mit seiner Familie 1889 seinen Wohnsitz. Zur selben Zeit begegnen wir dem Obersteiger Philipp Jacob Hennemann und seiner 9-köpfigen Familie. Die Steiger und Obersteiger waren auch in der Elitevereinigung „Die Eintracht“ in Drabenderhöhe organisiert. Als Gründungsmitglieder sind aus Silberkaule dort ein Herr Glassmann, ein W. Preiss und ein Johann Müller vermerkt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit dem Wiederaufleben des Bergbaus entstand ganz in der Nähe in Heckhaus eine Gastwirtschaft, die von Christian Klein und seiner Familie betrieben wurde. Er gehörte ebenfalls zur evangelischen Kirchengemeinde Drabenderhöhe, obwohl Heckhaus, wo nur ein Haus stand, bereits zur Gemeinde Much gehörte. Die Gastwirtschaft wurde wohl mit Schliessung der Grube aufgegeben. In einem preussischen Adressbuch von 1901 sind dort noch die Witwe Johannes Haeger als Ackerin und Wilhelm Kreuzer als Jagdaufseher vermerkt. Christian Klein zog nach Drabenderhöhe und übernahm den väterlichen Gastwirtbetrieb in Scheidt.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bis 1881 wurden 16888 Tonnen Bleierz und 232 Tonnen Zinkerz abgeschürft. In den Jahren 1882 bis 1890 waren es 13737 Tonnen Bleierz und 251 Tonnen Zinkerz. Danach sank die Ergiebigkeit der Grube. Abgebaut wurden zwischen 1891 bis zur Schliessung nur noch 1443 Tonnen Bleierz und 60 Tonnen Zinkerz. Damit war der Betrieb unretabel geworden und wurde endgültige 1896 aufgegeben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/silberkaule.jpg?id=hoefe%3Asilberkaule&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:silberkaule.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/silberkaule.jpg?w=200&amp;amp;tok=9ed63c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Abraumhalden Silberkaule
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als der Grubenbetrieb eingestellt wurde, versetzte man das in der Silberkaule stehende Obersteigerhaus im Jahre 1896 nach Obermiebach, ein weiteres Wohnhaus wurde in den Drabenderhöher Ortsteil Anfang versetzt und später von den Geschwistern Voss bewohnt. Alle industriellen Anlagen wurden abgerissen. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Im Flurstück „Im rothen Suth“ befindetet sich noch eine große Abraumhalde, die auf den früheren Bergbau hinweist. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Sat, 28 Nov 2015 00:22:22 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Die Höfe in der Umgebung</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/start</link>
            <description>
&lt;h4 id=&quot;die_hoefe_in_der_umgebung&quot;&gt;Die Höfe in der Umgebung&lt;/h4&gt;
&lt;div class=&quot;level4&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Drabenderhöhe umgiebt einen Kranz von kleinen Dörfern, Weilern und Häusern, die zur Kirchengemeinde gehören. Hier gibt es dazu eine Auflistung mit geschichtlichem Hintergrund. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Sat, 16 Aug 2014 14:56:16 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Steeg</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/steeg</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;steeg&quot;&gt;Steeg&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wir recherchieren noch und hoffen, dass wir bald etwas zur Geschichte hier stehen haben.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/weiershagen/weiershagen_um1930.jpg?id=hoefe%3Asteeg&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:weiershagen:weiershagen_um1930.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/weiershagen/weiershagen_um1930.jpg?w=600&amp;amp;tok=08e8e3&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Steeg um 1930 mit der Wiehlbrücke
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 06 Jun 2019 11:17:01 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Verr</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/verr</link>
            <description>
&lt;h3 id=&quot;verr&quot;&gt;Verr&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Der Weiler „Verr“ entstand während der Rodeperiode, die vermutlich mit dem beginnenden Hochmittelalter einsetze. Der Ortsname Verr geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort „fereha“ bzw. „ferehei“ zurück und steht für eine Viereiche. Die Viereiche ist eine frühere Bezeichnung für eine Traubeneiche, auch Wintereiche genannt. Der Übergang vom Althochdeutschen in das Mittelhochdeutsche lässt sich in die Zeit der Mitte des 11. Jahrhunderts zuordnen, was die Annahme unterstützt, dass Verr möglicherweise in dieser Zeit gegründet worden ist. Vermutlich fanden die Erstsiedler hier eine Traubeneiche vor, die von besonderer Größe war und so beeindruckend war, dass man die Siedlung danach benannte. Wahrscheinlich waren die Herren von Ehreshoven Lokatoren der im Jahre 1064 durch den Kölner Erzbischof Anno II. gegründeten Benediktinerabtei Sankt Michael in Siegburg, die versuchten, für das damals noch menschenleere und bewaldete Land um den Heckberger Wald und den Bereich der späteren Gemeinde Engelskirchen Siedler anzuwerben. Die Annahme wird begründet aufgrund der preußischen Uraufnahmen im Katasterwesen im Jahre 1828, als weite Bereiche im Heckberger Wald, insbesondere um Steimel, Rafelsberg und Schimmelhau den Einwohnern von Verr und Büddelhagen, aber auch Scheidt gehörten. Vermutlich haben die Lokatoren damals Land, insbesondere Wald den Einwanderen zugeteilt. Große Waldflächen, wie z. B. am Nordabhang des Heckberges und im Steimel verblieben den Herren von Ehreshoven, die später von den Familien von Grafschaft und von Nesselrode im Erbgang übernommen worden sind. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In urkundlichen Nennungen wird Verr im Laufe der Jahrhunderte genannt: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1413 Veyrr Kämmereiregister für den Fronhof Lindlar&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1559 Vere Perd- und Schüppendienste&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1575 Vehr Karte Arnold Mercator&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1616 Vehr Maigeld&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1666 Vehr Bergische Huldigungsliste&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1675 Vehr Personenaufnahme Drabenderhöhe Pastor Johannes Haas&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1715 Ferr Karte Erich Philipp Ploennis „Ducatus Montiatium“&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1790 Ferr Karte Carl Friedrich von Wiebeking&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1802 Verre Karte  J. F. C. Rummel&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 Verr Preußische Uraufnahme&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/verr_verkleinert.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:verr_verkleinert.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/verr_verkleinert.jpg?w=200&amp;amp;tok=65b8da&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Flurkarte von 1828
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Geschichte des Weilers ist mit der des Nachbarortes Büddelhagen eng verbunden. 
Im Jahre 1413 wurde der Ort das erste Mal urkundlich in der Kämmereirechnung von Sankt Severin zu Köln für den Fronhof Lindlar als „Veyrr“ erwähnt. Verr gehörte damals noch zum Kirchspiel Lindlar. In der Karte von Arnold Mercator aus dem Jahre 1575 ist der Ort als „Vehr“ eingezeichnet. In den Kirchenbüchern von Engelskirchen, Much und Drabenderhöhe heisst es 1648 ebenfalls „Vehr“, 1655 „Fähr“ bzw. 1675 „Vehr“. Auf der  
Ploenniskarte des Herzogtum Bergs von 1715 und auf der Wiebekingkarte von 1789 ist  der Ort als „Ferr“ vermerkt. In der Rummelkarte über die Herrschaft Gimborn ist der Weiler als „Verre“ überliefert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/verr_1913.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:verr_1913.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/verr_1913.jpg?w=200&amp;amp;tok=b78a92&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verr 1913
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1554 wurde Engelskirchen von der Mutterpfarre Lindlar eigenständig. Offiziell wurde Verr damit diesem Kirchspiel zugeordnet. Doch die Einwohner wechselten in dieser Zeit zur lutherischen Religion über und schlossen sich aufgrund der räumlichen Nähe der Kapelle zu Drabenderhöhe an. Die Kapelle zu Drabenderhöhe wurde gleichermaßen von den Herzögen zu Berg und den Grafen zu Sayn-Wittgenstein beansprucht, währenddessen der eigentliche Ort Drabenderhöhe zur Herrschaft Homburg gehörte. Verr dagegen lag im Herzogtum Berg und damit, wie auch das Kirchspiel Engelskirchen, im Amt Steinbach. Mit der Einigung im Siegburger Vergleich 1604, die die Grenze zwischen Homburg und Berg regelte, verblieb Verr weiterhin im Herzogtum Berg, trotz seiner protestantischen Einwohner. Diese hielten sich aber nachwievor zur nun selbstständig gewordenen reformierten Kirchengemeinde Drabenderhöhe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1675 erfolgte erstmal eine Personenaufnahme durch den Drabenderhöher Pastor Johannes Haas. Dabei wurden 7 Haushalte mit 39 Personen erfasst:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Aloff Schmit, Agnes Eheleut, Ihre Kind Albert, Gretg (Margarethe), Tring (Katharina), Oelg (Adelheid)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Albert Kauert, Lisa Eheleut, Ihre Kinder Oelgen, Anna Girdraut, Gretg&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Eias Schmit, Trina (Katharina) Eheleut, Ihre Kind Albert, Johannes, Tring, Severin&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Pitter, ein Ubiquitist (ein Lutheraner), Entg (Anna) Eheleut, Ihre Kind sind Johan, Eiaß (Elias), Elßg (Elisabeth), Tring, Elßgen, Johannes&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Stoffel (Christoph) Breidenbach, Girtg Eheleut, Ihre Kind sind Leißgen (Elisabeth), Gretgen, Johann Dirich (Dietrich), Entgen (Anna), Tring, Tonis (Anton)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Dirich Schmit, Tring, Romanistin (Katholikin), Eheleut, Ihre Kind Christian &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Jacob Engelbert, Trina Eheleut, Ihre Kind Elsa Maria &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Alle Familiennamen tauchen auch im katholischen Engelskirchener Kirchenbuch auf, so auch 1651 die Familie des Johan Scheder und 1670 seines Sohn Peter Scheder. Diese Familie wurde in der Personenaufnahme nicht erfasst, obwohl Peter Scheider 1708 in Drabenderhöhe evangelisch-reformiert beerdigt wurde. Offensichtlich waren die Pastoren sich wohl nicht ganz einig, welcher Konfession die Einwohner von Büddelhagen und Verr angehörten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_wald_eck_1935.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:verr_haus_wald_eck_1935.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_wald_eck_1935.jpg?w=200&amp;amp;tok=212073&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verr mit Aussichtsturm um 1935
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In dieser Liste wird auch die Familie Kauert erwähnt, die aus Verr stammte. Genannter Albert Kauert war der Neffe des in Büddelhagen wohnenden späteren Bergwerkdirektors Peter Kauert. Peter Kauert beginnt in Oberkaltenbach mit einem Grosseinsatz von Geld mit dem Eisenerzbergbau. Erst nach 1719 hatte er Erfolge und grenzte sein Grube nach Belehnung des Berggericht mit 15 Pfählen ein. Die Grube hiess „des Peter Kauert 15 Löwenpfähl“. Neben dem Grubenfeld erbaute er noch eine Eisenschmelzhütte. Peter Kauert belieferte Hämmer an Agger, Leppe, Wiehl, als auch Hammerwerke in der Grafschaft Mark. Er wurde zum ersten Industriepionier der Region. Später prozessierte er gegen den Grafen von Nesselrode zu Ehreshoven, ebenfalls Besitzer von Eisenerzgruben und Reichsmarschall des Herzogtum Bergs. Trotz der Prozesskosten hinterliess er nach seinem Tode 1750 seinen Erben eine Summe von 80.000 Reichsthalern. Erst im Jahre 1871 verkaufte die Familie Kauert die Grube in Oberkaltenbach an die Firma Friedrich Krupp in Essen, die diese dann 1911 stillegte. Der Name Kauert lässt sich unter den hiesigen Familien am weitesten zurückverfolgen. Urahn und Urgrossvater des Peter Kauert ist der Bergvogt Christian Kauert, der bereits 1616 in einer Steuerliste von Verr vermerkt war. Er dürfte wohl um 1590 geboren worden sein. Auch sein Sohn Dietrich Kauert nahm eine wichtige Position ein. Als Beerbter findet man ihn in Akten des Jahres 1649 und er führte 1664 die Erbteilung des Hauses Braunswerth als Landmesser durch. Noch weiter zurück geht der Flurnameneintrag „Die Kauwarts Brüchen“ bei Brächen auf der Mercatorkarte von 1575. Dieser Flurname existiert noch heute als „Auf den Kauerts Bröchen“ im Waldgebiet des Hipperich. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Jahre 1806 übernahmen die Franzosen das Herzogtum Berg und bauten im Jahre 1808 eine Zivilverwaltung auf. Die historischen Grenzen wurden dabei nicht verändert und Verr  verblieb bei der Gemeinde Engelskirchen, Kreis Wipperfürth. 1815 übernahm das Königreich Preussen die Verwaltung. Seit der Kartenaufnahme von Tranchot 1817 ist die Schreibweise des Ortes endgültig „Verr“. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_waldeck_1949.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:verr_haus_waldeck_1949.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_waldeck_1949.jpg?w=200&amp;amp;tok=da97b1&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verr Haus Wald-Eck um 1935
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Ort blieb allerdings immer ein sehr kleiner Weiler. Die Einwohnerzahlen im 19. Jahrhundert belegen dies:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 44 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 48 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 67 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 49 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1868 74 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 68 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 36 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 41 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Dabei hatte der Ort 1843 7 Häuser und 1885 13 Häuser und 1905 9 Wohnhäuser. Die Menschen lebten hauptsächlich von den Landwirtschaft, nicht selten waren die Männer auch in den umliegenden Bergwerken, wie der Silberkaule und der Grube Bliesenbach im Loopetal beschäftigt. Auch handwerkliche Berufe, wie Zimmermann oder Maurer wurden ausgeübt. Der starke Bevölkerungsrückgang zwischen 1885 und 1900 lässt sich dadurch erklären, dass die Grube Silberkaule geschlossen wurde und einige Familien abwanderten. In der Flur Steimelsknippen östlich von Verr gibt es am Zusammenfluss des Sungssiefen und des Loopebaches bis heute noch eine Flurbezeichnung „Auf der Verrer Hütten“. Hier wurde im Mittelalter das in der Silberkaule gewonnene Eisenerz verhüttet. Entlang der Loope hat es wohl mehrere Verhüttungsstandorte gegeben. So befindet sich im Wald in der Flur „Im Küel“ noch die Überreste einer solchen Anlage. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/verr_1975_2.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:verr_1975_2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/verr_1975_2.jpg?w=200&amp;amp;tok=a29e80&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verr 1975
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Als belastend empfand die Bevölkerung die politische Grenzlage des Ortes. Daher unterstützten die Einwohner aus Büddelhagen zusammen mit denen von Verr, Brächen und Anfang (alle Gemeinde Engelskirchen) 1924 einen Antrag der Orte Scheidt, Pfaffenscheid und Obermiebach (Gemeinde Much, Siegkreis) auf Eingemeindung in die Bürgermeisterei Drabenderhöhe, Kreis Gummersbach. Der Bürgermeister der katholischen Gemeinde Engelskirchen allerdings befürwortete dieses Vorhaben überhaupt nicht und übte einen sehr starken Druck auf die evangelischen Einwohner dieser Orte aus, so dass diese den Antrag im Jahre 1926 wieder zurückzogen. Im Jahre 1932 wurde dann einzig der Ort Anfang, zusammen mit Scheidt und Pfaffenscheid mit Drabenderhöhe vereinigt. Für alle anderen Orte blieb die historische kommunale Zuordnung erhalten. Hermann Lutter, der Bürgermeister der Gemeinde Drabenderhöhe versuchte noch 1933 die bei Engelskirchen und Much verbliebenen Orte auszugemeinden. Doch das nazionalsozialistische Regime hatte kein Interesse an weiteren Veränderungen der Gemeindegrenzen. In den 1920er Jahren wurde Verr mit Gründung des „christlichen Erholunghauses Wald-Eck“, einer Pension ohne Gastwirtschaft, auch touristisch interessant und man warb in einem Prospekt von 1929, der vom Heimatverein Drabenderhöhe herausgegeben wurde als „Luftkurort Verr“ mit ruhiger Lage, sehr viel Wald ohne Industrie und ohne Autoverkehr. Nicht weit vom Ort enstanden 1929 ein Aussichtsturm auf dem Löher Kopf und 1932 ein Freibad in der Flur „In den Weiern“. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_wald_eck_um_1935.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:1920-1945-historische_aufnahmen:verr_haus_wald_eck_um_1935.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/1920-1945-historische_aufnahmen/verr_haus_wald_eck_um_1935.jpg?w=200&amp;amp;tok=1d242a&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Verr um 1935
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Adressbuch von 1939 sind folgende Haushalte aufgeführt:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Heu, Wilhelm, Landwirt&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Kranenberg, Franz, Witwe, Landwirtin&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Kranenberg, Franz, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Muth, Ernst, Hammerschmied&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Neuschäfer, Gustav, Landwirt &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Ruhland, Karl, Arbeiter &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Scheldt, Robert, Händler&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Stöcker, Wilhelm, Witwe, ohne Geschäft&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; Uellner, Wilhelm, Beamter a.D. &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Mit der kommunalen Gebietsreform im Jahre 1975 wurde Verr, zusammen mit den Ortschaften Büddelhagen und Brächen, sowie dem nach dem 2. Weltkrieg enstanden Löher Hof bei Drabenderhöhe in die Stadtgemeinde Wiehl, Oberbergischer Kreis eingegliedert. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten die Orte zum Rheinisch-Bergischen-Kreis. Im Verhältnis zum 19. Jahrhundert liegen heute die Einwohnerzahlen niedriger:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 52 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 48 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 42 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 38 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 38 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 40 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;h3 id=&quot;das_alte_haus_haas&quot;&gt;Das alte Haus Haas&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;level3&quot;&gt;

&lt;p&gt;
vermutlich wurde das Gebäude im 17. Jahrhundert errichtet. Es stand in Verr, etwa an der der Kurve der Straße zum Haus Wald-Eck gegenüber der noch vorhandenen alten Häuser.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Reidemeister Friedrich Christian Haas heiratete 1754 Helena Katharina Kauert, einer Enkelin des bekannten Bergbaupioniers Peter Kauert aus Verr. Friedrich Haas stammte aus Linden und war Sohn des Schöffen und homburgischen Schultheißen Caspar Haas. Sein Urgroßonkel Johannes Haas besetzte von 1668 bis zu seinem Tod im Jahre 1706 die Pfarrstelle in Drabenderhöhe.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/strohdachhaus_verr.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:strohdachhaus_verr.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/strohdachhaus_verr.jpg?w=200&amp;amp;tok=0ddeff&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Haus Haas Ende der 1920er Jahre, © Oberbergischer Kreis, Heimatbildarchiv 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Insgesamt hatte der Reidemeister 10 Kinder, woraus sich zwei Linien bildeten. Sohn Ferdinand Albert wurde ebenfalls Reidemeister. Sie bewohnten ein heute nicht mehr existierendes Haus in Nachbarschaft zum Haus Wald-Eck. Der andere Sohn Johannes Henrich Haas heiratete 1798 die Pastorentochter Charlotta Schnabel. Auch Johannes war Reidemeister und später Eisenfabrikant. Aus der Ehe gingen insgesamt 5 Kinder hervor. Nach seinem Tode 1818 blieb das Haus in einer Erbengemeinschaft in Familienbesitz.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der 1799 geborene Sohn Johannes Christian Ferdinand Haas zog es zunächst um 1830 als Blaufärber nach Drabenderhöhe. Nach dem Tode von Johannes Peter Lutter übernahm er die Gastwirtschaft in Anfang (heute Teufelsküche). In einem preußischen Adressbuchverzeichnis aus dem Jahre 1833 wird er als Bierbrauer und Gastwirt gelistet. Die Gastwirtschaft betrieb er allerdings nicht sehr lange, denn spätestens 1845 übernimmt diese Ferdinand von Schemm. Ferdinand Haas baute sich um 1835 direkt neben der Gastwirtschaft sein eigenes Haus. Sein ältester Sohn Albert, ebenfalls Bierbrauer starb 1864 mit nur 33 Jahren.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/verr_haus_haas_schmidt_1975.jpg?id=hoefe%3Averr&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:verr_haus_haas_schmidt_1975.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/verr_haus_haas_schmidt_1975.jpg?w=200&amp;amp;tok=45c98c&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Haus Haas 1975
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Tochter Carolina Haas heiratete 1862 Gustav Hühn, der schon in jungen Jahren als Geselle dort arbeitete. Nach dem Tode seines Schwiegervaters übernahm er den Betrieb und richtete später eine Kornbranntbrennerei ein.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der zweite Sohn von Friedrich Christian Haas muss das alte Haus in Verr noch eine Weile bewohnt haben, denn er wurde noch 1833 als Taufpate erwähnt. Danach verlieren sich seine Spuren in der Kirchengemeinde Drabenderhöhe. Seine Schwester Carolina Catharina lebte im selben Jahr unverheiratet in Wiehl.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Haus muss dann vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts verkauft worden sein. Seit etwa 1856 bewohnte dann die Familie Uellner das Anwesen. Wilhelm Uellner stammte vermutlich aus der Gemeinde Eckenhagen und war Bergmann. Wahrscheinlich arbeitete er in den Gruben in der Bliesenbach im Loopetal oder in der Silberkaule im Heck. Auch seine Söhne Wilhelm und Heinrich, wie sein Schwiegersohn Philipp waren Bergmänner. Der 1872 geborene Sohn Wilhelms, auch Wilhelm wurde Beamter und war so manchem älteren Drabenderhöher noch als „Opa Uellner“ bekannt, der als Bademeister im Freibad die Aufsicht übernahm. Obwohl er staatlich nicht geprüft war, ist in Verr niemand ertrunken.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das alte Haas Haus wurde dann Ende der 1970er Jahre abgerissen.
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
</description>
            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 00:11:23 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Weiershagen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weiershagen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;weiershagen&quot;&gt;Weiershagen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Weiershagen liegt im Wiehltal und etwa 6 km von Drabenderhöhe entfernt. Der Ortsname kommt vom althochdeutschen Personennamen Wiro und dem althochdeutschen „hago“, was der eingefriedeten Wohnstätte (des Wiro) entspricht. Weiershagen wurde das erste Mal 1396 als „Wiershaym“ genannt. Ein Johann von Wiershaym steht zusammen mit anderen Rittern und des Johann von Sayn in Fehde mit der Stadt Köln. Damals bestand Weiershagen aus einer kleinen Motte, die in der Nähe der alten Bahnhaltestelle gestanden hatte. Beim Bahnbau 1896 waren noch Mauerreste zu sehen. Um 1820 sollen noch Fundamente und Gewölbe einer größeren Anlage umgeben von sumpfigen Gräben im sogenannten „Ohler Wieschen“ vorhanden gewesen sein.Weiershagen war also ein Rittersitz. Urkunden belegen dies bis in das 15. Jhd: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1461 Jorge, Graf zu Witgensteyn, und seine Frau Elisabeth von der Mark erteilen dem Wilhelm von Wyershaun, genannt Hase, Rezess über seine Rechnungen von Homburg.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1464 ist Wilhelm von Wygerßhain Burgmann zu Homburg (burgmane zu hoymberg) in einer Akte zum homburgischen Grenzweistum als Zeuge genannt.&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1470 ist Wilhelm von Wyershan homburgischer Rentmeister des Grafen Gerhard von Sayn (Bestätigung der Begleichung einer Schuld des Grafen).&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1471 beurkundet der wittgensteinische Rentmeister Wilhelm von Wiershein zusammen mit dem Notar Johan Sifride von Flamersfeld die Abrechnung der Gemeinde von Nümbrecht&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Danach muss die adelige Familie von Weiershagen aufgehört haben zu existieren und der Rittersitz verfiel. In der Mercatorkarte von 1575 ist der Ort zwar noch als Weiershagen ungefähr an der Stelle des späteren Ortsteils Steeg eingezeichnet, wird aber nicht mehr als Rittersitz geführt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/img567.jpg?id=hoefe%3Aweiershagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:img567.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/img567.jpg?w=200&amp;amp;tok=855f21&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Preussische Katasterkarte von 1832
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Überlieferung nach soll ein Ritter von Weiershagen, um sein Gewissen wegen einer schweren Untat zu beruhigen, das ihm gehörende Gut Reuschenbach mit allen Ländereien der Kirche in Wiehl vermacht haben. Die Sage überliefert, daß ein Ritter, der in sinnloser Wut seinen Reitknecht, der von der Tochter des Burgherrn geliebt wurde, in den Schmelzofen warf, von Gewissensqualen getrieben im Grabe keine Ruhe finde. Allnächtlich reite der Ritter von der „Hohen Hardt“ durch einen Hohlweg zum Burgplatz, um seinen Frevel für alle Zeiten zu büßen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/weiershagen_vor_1914.jpg?id=hoefe%3Aweiershagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;bilder:vor1920-historische_aufnahmen:weiershagen_vor_1914.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/bilder/vor1920-historische_aufnahmen/weiershagen_vor_1914.jpg?w=200&amp;amp;tok=72392e&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Weiershagen vor 1914
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In der Sage ist schon ein Schmelzofen erwähnt, der auch auf der Mercatorkarte von 1575 als „Hütte“ eingezeichnet ist. Später wurde sie einfach Weiershagener Hütte genannt. Hier wurden bereits im Mittelalter die Erze, die im oberhalb von Forst gelegenen Bergwerk „Hühnernest“ abgebaut wurden, verhüttet. In einer Urkunde aus dem Jahre 1443 heisst es „Up dem Teghe“ (genauer zu der molen up den teghe, wobei „wiershagen“ durchgestrichen ist - es müsste sich um eine Mühle handeln, die bei Weiershagen an der Eisenhütte gestanden hat). Teghe könnte von mittelhochdeutsch „tegel“ kommen, was auf ein feuerfestes Gefäss hinweist, um darin Metall zu schmelzen.  1593 heisst sie in einer homburgischen Abrechnung über Renten und Gefälle auch „Bertrams Hütte zum Steg“. Im selben Jahr erscheint die Hütte in einem homburgischen Verzeichnis als „Hütte zu Weiershain“ mit einem Betram daselbst und war Wasserzinspflichtig. Bereits 1574 wurde Bertram zum Steg urkundlich erwähnt, als er 10 Fuder des Eisensteinzehnten kaufte, den Peter Voeß zu Schnellenbach im Amte Neustadt für seinen märkischen Landesherren erhoben hatte.   
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In den Wiehler Kirchenakten ist vermerkt, dass 1682 unter anderem auch die Weiershagener Hütte den halben Zehnten an die Kirche zu entrichten hatte. Aus einem Vertrag aus dem Jahre 1693 geht hervor, dass der Besitzer der Hütte Peter Schmidt aus Anfang bei Drabenderhöhe war. Christian Schmidt aus Anfang, Schwager des Peter Kauert und Sohn des begüterten Kaufmanns Peter Schmidt, war Kanzleirat der Grafschaft Homburg und Bergvogt. Er studierte Rechtswissenschaft und wurde Advokat, übte diesen Beruf wegen anderer Tätigkeiten wohl nicht aus. Er erbaute um 1730 das Burghaus in Bielstein. Er erbte die Weiershagener Hütte von seinem Vater. 1763 betrieb die „Weyerss Hagener Hütten“ die Familie Hackebracht, zu der familiäre Bindungen bestanden. Peter Schmidts Tochter Elisabeth heiratete 1699 Johannes Henrich Hackebracht, Sohn des homburgischen Schultheißen Johann Georg Hackebracht, Besitzer der Börnhauser Burg. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/bielstein_burghaus.jpg?id=hoefe%3Aweiershagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:bielstein_burghaus.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/bielstein_burghaus.jpg?w=200&amp;amp;tok=6a7985&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Burghaus in Bielstein
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Christian Schmidts Tochter Anna Sybilla Gertrud Schmidt heiratete 1737 den Kaufmann Johann Theodor Möller, Besitzer von Kupferbergwerken und Kupferhämmern. Sein jüngster Sohn Friedrich Carl Hermann Möller erbte nach dem Tode des Vaters den Kupferhammer bei Bielstein und liess sich im Burghaus nieder. Dessen Sohn Johann Friedrich Heinrich Möller wurde dann 1808 zum ersten Bürgermeister der Mairie Drabenderhöhe. Das Burghaus blieb bis zum 17.08.1901 mit einer kurzen Unterbrechung von 1865 bis 1873 Amtssitz der Bürgermeisterei Drabenderhöhe. In einem Adreßbuch aus dem Jahre 1835 erscheint Johann-Friedrich Möller als „Bürgermeister von Wiehl und Drabenderhöhe, Meistbeteiligter der Eisenschmelzhütte zu Weyerhagen. Gußeisen vorzüglicher Qualität und Eisenfabrik in Fußreifen, Hufstäben, Radringen, vier- und achtkäntigem Eisen, und Rundreisen von vier Linien bis zwei Zoll; Betrieb einer Knochenmühle zu Wiehl, in Specie zu Bielstein domiciliert - Bielstein bei der Wiehl“, Karl Möller als „Berliner- und Miniralblaufabrik, Teilhaber der Eisenschmelzhütte zu Weyershagen, in Specie zu Bielstein domiciliert - Wiehl.“ 1836 wurde in der Hütte Roh- und Masseleisen, sowie Kalk erzeugt, jährlich 1 Million Pfund Eisen und 2200 Malter, Kalk im Wert von 20.000 Pfund bzw. 1320 Reichstaler. Beschäftigt wurden in der Schmelzhütte 9, und im Kalkwerk 7 Mitarbeiter. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weitere Teilhaber waren Johann-Wilhelm Kind aus Hunstig, Johann-Friedrich-Dißmann, Hunstig, Johann-Christian Dißmann, Hückhausen, Christian Deubel, Linden und Kaspar Dick, Wiehl. Bis zum Winter 1862/63 war die Hütte noch im Betrieb und wurde 1873 an die Gebrüder Kauert in Forst verkauft und später abgebrochen. Kalk wurde später wieder abgebaut. Im Jahr 1897 wurde die Firma Wiehlthaler Kalkwerke GmbH gegründet und richtete in Weiershagen einen Betrieb gegenüber den dortigen Kalksteinbrüchen mit einem Ringofen mit Schleppbahn ein. 1909 ging die Firma an die Vereinigte Wiehltaler Kalk- und Ziegelwerke GmbH wegen Liquidation über und wurde bis 1911 betrieben. Zeitweise wurden über 100 Arbeitnehmer beschäftigt. Nachfolger waren dann die Westdeutsche Kalkwerke AG in Köln, die das Unternehmen bis 1919 fortführten. Der letzte Besitzer, ein Dr. Basten aus Geilenkirchen hat den Betrieb noch im selben Jahr auf Abbruch verkauft. Das Fabrikgelände ging späterhin in den Besitz der Firma Kind &amp;amp; Co. über. Die letzten Zeugen des Kalkwerkes, zwei hohe Schornsteine, wurden im Dezember 1933 und im Januar 1934 durch den Arbeitsdienst gesprengt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/bielstein_fabrik_vereinigte_wiehltaler_kal-_und_ziegelwerke.jpg?id=hoefe%3Aweiershagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:bielstein_fabrik_vereinigte_wiehltaler_kal-_und_ziegelwerke.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/bielstein_fabrik_vereinigte_wiehltaler_kal-_und_ziegelwerke.jpg?w=200&amp;amp;tok=665da3&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Kalkwerk in Weiershagen
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1910 wurde der Grauwackebruch am Hömelskopf durch Karl Kohlmeier in Betrieb genommen. Der Steinbruch liegt zwischen Weiershagen und Wiehlpuhl. Der Bruch ist der größte Einzelbruch, der einen eigenen Brecher besaß und aufgrund seiner Lage direkt an der Wiehltalbahn vom Brecher über Silos in die Waggons verladen konnte. 1927 brannte der Fachwerkbrecher ab und wurde durch einen Ganzbeton-Komplex ersetzt. Auch heute noch ist der Komplex des Steinbruches sichtbar. Teile wurden erst in den 1980er Jahren abgebrochen. Seit 1999 steht das Gebiet unter Naturschutz, da sich dort botanische Raritäten angesiedelt haben. Ende der 1920er Jahre wurde ein Film über die Produktionsstätte gedreht, der auf Youtube zu sehen ist: 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=uDjJPtmBcmY&quot; class=&quot;urlextern&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=uDjJPtmBcmY&quot; rel=&quot;ugc nofollow noopener&quot;&gt;Historischer Dokumentarfilm &amp;quot;Die Grauwacke&amp;quot;, 1928/1929&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weitere Informationen zum Steinbruch finden sich auf der Internetseite „Rheinische Industriekultur“:
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rheinische-industriekultur.de/objekte/Wiehl/kohlmeier/kohlmeier.html&quot; class=&quot;urlextern&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;http://www.rheinische-industriekultur.de/objekte/Wiehl/kohlmeier/kohlmeier.html&quot; rel=&quot;ugc nofollow noopener&quot;&gt;Steinbreche Karl Kohlmeier&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
1925 wurde die Kleeborner Grauwackebrüche gegründet. Allerdings hat es dort nur kleinen Abbau gegeben, der schnell wieder aufgegeben wurde, da die Gesteinsschichten handwärts geneigt sind, was den Abbau wiederum sehr erschwerte. 1912 erhielt Weiershagen eine elektrische Lichtanlage mit Bildung einer Lichtgenossenschaft.  
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_detail/hoefe/img569.jpg?id=hoefe%3Aweiershagen&quot; class=&quot;media&quot; title=&quot;hoefe:img569.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/_media/hoefe/img569.jpg?w=200&amp;amp;tok=623f88&quot; class=&quot;media&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; Grauwackebruch am Hömelskopf
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit Niedergang des Rittergeschlechtes von Weiershagen und vermutlich auch durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges geriet der alte Ortsname in Vergessenheit. 1580 wird Weiershagen als Weigershaenn noch einmal genannt. An der Stelle des alten Weiershagen entstand der Ort Steeg oder wurde einfach umbenannt. Der Name Weiershagen blieb über Jahrhunderte in der „Weiershagener Hütte“ auf der anderen Wiehlseite erhalten. Bis zur Eröffnung der Trasse der Wiehltalbahn im Jahre 1896 hatten die Orte im unteren Wiehltal alle ihre Eigenständigkeit bewahrt, doch war man sich in der Benennung der Haltestelle uneins, bis man sich auf Weiershagen einigte. Im Jahre 1902 wurden 12 Orte dann zu einem vereinigt und umfasste die Höfe: Auf der Linde, Bergerhof, Fürberich, In den Weiden, Mühlen an der Wiehl, Kleebornen, Kleebornermühle, Ley, Ohl, Reuschenbach, Steeg, Zur Hardt, sowie die Weiershagener Hütte. Konfessionell gesehen blieb der Ort aber zweigeteilt. Die Orte links der Wiehl gehörten zur Kirchengemeinde Wiehl, später zur Kirchengemeinde Oberbantenberg, die Orte rechts der Wiehl zur Kirchengemeinde Drabenderhöhe. Ursprünglich waren alle Orte dem Kirchspiel Wiehl zugeordnet. Da aber 1697 die Kirche in Drabenderhöhe abbrannte, ordnete Graf  Wilhelm Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Homburg in einem Edikt von 1698 an, dass die Höfe Bergerhof, In den Weiden, Kleebornen, Mühlen und Zur Hardt, sowie der Ort Forst fortan zur Kirchengemeinde Drabenderhöhe gehören sollten. Dem Pastor Johannes Haas sollte damit ein besseres Auskommen verschafft werden. Das Kirchengut Reuschenbach mit der Schule und die Rechte auf den Zehnten der Forster Eisengruben verlieben bei der Kirchengemeinde Wiehl. Die Orte Auf der Linde, Fürberich und Kleeborner Mühle existierten zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst 1958 wurde die konfessionelle Einheit von Weiershagen hergestellt. Die Orte Steeg, Ohl und Ley wurden ebenfalls der Kirchengemeinde Drabenderhöhe zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein Friedhof oberhalb Reuschenbach angelegt. 1935 wurde dort ein Glockenturm als Ehrenmal für die Gefallenen aufgestellt. 1955 wurde in Gemeinschaftsarbeit der Einwohner von Weiershagen und Forst eine Friedhofskapelle errichtet. Im Jahre 1956 erhielt der Ort auch ein Jugendfreizeitheim, das gleichzeitig für kirchliche Zwecke mit Gottesdiensten genutzt wird. Entworfen wurde das Gebäude von Architekt Fritz Pfeiffer. Nach zweijähriger Umbauphase des alten Hauses wurde 1995 ein Glockenturm hinzugefügt und erhielt eine aus dem Jahre 1922 stammende Glocke aus dem siebenbürgischen Belleschdorf. Die Glocke wurde in der Werkstatt der Gebräder Schieb in Hermannstadt gegossen und trägt die Aufschrift: „ Die evangelische Kirchengemeinde A.B. in Belleschdorf unter ihrem Pfarrer Johann Krestel gespendet anläßlich seiner Wiederkehr aus Amerika von Joh. Reinnerth.“
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weiershagen war seit alther auch der Name einer Honschaft, deren Fläche weit über Weiershagen hinausging und auch die Orte Helmerhausen, Forst, Hückhausen und Dreibholz umfasste. In den homburgischen Honschaften existierten sogenannte Honschaftsschulen. Diese befand sich auf dem Gut Reuschenbach. Die Schule wird bereits 1698 genannt. Seit 1970 ist dort der Städtische Kindergarten untergebracht, nachdem der Schulbezirk Weiershagen aufgelöst und mit Bielstein vereinigt wurde. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach dem 2. Weltkrieg begann eine rege Bautätigkeit, so dass die ehemaligen 12 Höfe zu einem Ort verwachsen sind. Prägend für den Ort wurde auch der Bau der Autobahn A4. 1973 wurde der Teilabschnitt von Engelskirchen bis zur Anschlussstelle Wiehl/Gummersbach eröffnet. Dabei quert die 60 Meter hohe und 705 Meter lange 1971 fertiggestellte Wiehltalbrücke den Weiershagener Ortsteil Mühlen. Die Einwohnerzahlen der vergangenen Jahre:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905  501 Einwohner (79 Wohnhäuser)&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961  799 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980  684 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990  785 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000  771 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010  803 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015  779 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;
Heute gehört Weiershagen zu den großen Orten der Stadt Wiehl und hat 797 Einwohner (2014). In Weiershagen sind die Einwohner auch in einigen Vereinen organsiert, wie dem 1907 unter Carl Marsch gegründeten Turn- und Sportverein Weiershagen-Forst (TuS Weiershagen-Forst08 e.V.), der Dorfgemeinschaft Weiershagen e.V. und der seit 1903 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr, die 1998 mit Bielstein zusammengelegt wurde.  
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Thu, 05 Oct 2017 21:23:37 +0000</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Weitere Höfe</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/weitere_hoefe</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;weitere_hoefe&quot;&gt;Weitere Höfe&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Verschiedene Höfe und Ansiedelungen, die zwar heute nicht oder nicht mehr zur Kirchengemeinde Drabenderhöhe gehören stehen in Verbindung mit einigen Drabenderhöher Familien, die dort ansässig waren oder ihre Spuren dort hinterlassen haben bzw. Familien, die der reformierten Kirchengemeinde angehörten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Daher haben wir die Höfe Bielstein, Braunswerth, Leuscherather Mühle, Miebacher Mühle, Ober- und Unterkaltenbach, sowie die Silberkaule mit den historischen Hintergründen hier aufgeführt. 
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Fri, 27 May 2016 21:37:03 +0000</pubDate>
        </item>
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            <title>Wiehlsiefen</title>
            <link>http://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/wiehlsiefen</link>
            <description>
&lt;h2 id=&quot;wiehlsiefen&quot;&gt;Wiehlsiefen&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;level2&quot;&gt;

&lt;p&gt;
Wiehlsiefen ist eine kleine Ortschaft am gleichnamigen Siefen am Abhang zwischen Hömel und Altenhardt. Der Weiler muss in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gegründet worden sein. In früheren Dokumenten, wie den Homburgischen Futterhaferzetteln aus dem Jahre 1580 ist Wiehlsiefen nicht genannt worden. Der Ortsname bezieht sich auf das Gewässer, also den Siefen, der in die Wiehl mündet. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Kirchenbuch Marienberghausen ist 1671 ein Thiell in Willsiefen als Taufpate von Engel Petters, Tochter von Peter Petters aus Oberbech erwähnt. Dies ist die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes. Der Ortsname wurde gleichzeitig auch zu einem Familiennamen. 1688 wird ein Adolf Willsiefer aus Oberstaffelbach als Taufpate bekannt.  Den Namen Willsiefer gab es ebenfalls in Wiehlsiefen. In einer Akte aus dem Jahre 1728 über die Zeugenliste anlässlich des Prozesses wegen Steuerrebellion aus dem Wiehler Kirchenarchiv wird ein Hans Willsiefer, geboren um 1698 aufgeführt. In der selben Liste findet sich noch eine zweite Person, Peter Moog, geboren 1698, ebenfalls in Wiehlsiefen ansässig. Der 1734 erwähnte Hans Heinrich Moog scheint sein Sohn zu sein. Später zogen die Familien des Johann  Heinrich Fischbach (um 1766) und des Johann Heinrich Leyer (um 1771) nach Wiehlsiefen. Johann Heinrich Leyer stammte aus Kleebornen und hatte zwei Söhne Christian und Albert. Aus dem Kirchenbuch Drabenderhöhe ist bekannt, dass Albert Leyer 1807 nach Hardt (Weiershagen) umzog, da sein Haus abbrannte. Christian Leyer verblieb in Wiehlsiefen, da er 1826 noch als Trauzeuge angegeben ist.  1792 findet man im Ort die Familie des Heinrich Caspar Schumacher, sowie 1809 einen Peter Gehrenbach, einen Leinenweber und Lumpensammler, der in die Familie Fischbach einheiratete. 1833 lebte ein Johann Philipp Friedrichs in Wiehlsiefen, von Beruf Wagner. Er heiratete in die Familie Gehrenbach ein. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ursprünglich gehörte der Ort zur Kirchengemeinde Wiehl bis das Unterkirchspiel abgetrennt und  daraus 1894 die Kirchengemeinde Oberbantenberg gegründet wurde. 1958 wurden die benachbarten Weiershagener Höfe zur Ley, Ohl und Steeg der Kirchengemeinde Drabenderhöhe angegliedert. Wiehlsiefen verblieb aber bei Oberbantenberg. Im Verlauf der Zeit blieb Wiehlsiefen immer ein kleiner Ort, 1843 hatte der Weiler gerade mal 3 Haushaltungen, 1885 und 1905 nur noch 2 Wohngebäude, dies zeigen auch  die Einwohnerzahlen: 
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1817 8 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1828 39 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1838 4 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1843 12 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1861 12 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1885 15 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1900 11 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1905 9 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1961 20 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1980 17 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 1990 14 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2000 7 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2010 8 Einwohner&lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2014 7 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li class=&quot;level1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;li&quot;&gt; 2015 6 Einwohner &lt;/div&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;/div&gt;
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            <author>anonymous@undisclosed.example.com (Anonymous)</author>
        <category>hoefe</category>
            <pubDate>Wed, 18 May 2016 18:44:58 +0000</pubDate>
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